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Verfolgerduell: So ist FC-Gegner Union Berlin in Form

Der 1. FC Köln trifft am Donnerstagabend zum Pflichtspielauftakt im neuen Jahr auf Verfolger Union Berlin. Die Eisernen hegen ebenfalls Aufstiegambitionen und liegen aktuell fünf Zähler hinter dem Effzeh. Um in den verbleibenden 16 Spielen voll anzugreifen, haben sich die Berliner personell noch einmal namhaft verstärkt. 

Köln – „Noch ist ein bisschen Ruhe“, sagte Markus Anfang am Sonntag auf die Frage, ob das Kribbeln vor dem Start gegen Union Berlin schon begonnen hätte. Vier Tage sind es noch, bis die zweite Hälfte der Mission Wiederaufstieg mit dem Auswärtsspiel beim Verfolger aus Köpenick beginnt. „Vom Kopf her sind wir jetzt voll in der Vorbereitung auf Union. Vorher lag der Fokus auf der Belastungssteuerung, nun geht es in die Spielvorbereitung“, erklärte der Trainer. Das letzte Testspielergebnis des kommenden Gegners habe man dabei natürlich mitbekommen.

Durchwachsene Ergebnisse bei den Eisernen

Am Samstag absolvierte Union seinen letzten Härtetest vor dem Start gegen den Effzeh. Mit einem 2:2 (2:2) trennte sich die Mannschaft von Trainer Urs Fischer vom aktuell zweitplatzierten der Schweizer Super League FC Basel. Die Tore für die Eisernen erzielten Sebastian Polter und Grischa Prömel. Für die Berliner durchaus ein positives Ergebnis, nachdem die Testspiele zuvor ergebnistechnisch weniger erfolgreich gestaltet werden konnten. Zu Beginn der Vorbereitung gelang zwar noch ein 2:0-Erfolg über den chinesischen Erstligaaufsteiger Shenzhen FC. Es folgte eine 1:2-Pleite gegen den Drittligisten SpVgg Unterhaching und ein torloses Remis gegen den Schweizer Zweitligisten FC Lausanne.

Namenhafter Neuzugang an der Alten Försterei

Beim Unentschieden gegen Basel kam erstmals Unions Neuzugang Carlos Mané zum Einsatz. Der 24-jährige Offensivspieler, der auch mit dem 1. FC Köln in Verbindung gebracht worden war, wurde bis Saisonende von Sporting Lissabon ausgeliehen. Außerdem haben sich die Berliner eine Kaufoption gesichert. Mit dem Neuzugang bekommen die Berliner neue Flexibilität im Angriff. Mané hatte bereits in der Saison 2016/17 mit sechs Toren und neun Vorlagen maßgeblichen Anteil am Aufstieg des VfB Stuttgart. „Da sieht man, dass auch in der 2. Liga andere Vereine in der Lage sind, nachzurüsten. Das unterstreicht auch ihre Zielsetzung“, kommentierte Markus Anfang den Transfer des Konkurrenten. Neben Mané verpflichte Union außerdem Nicolai Rapp. Der Innenverteidiger wechselte vom Liga-Kontrahenten aus Aue in die Hauptstadt.

Urs Fischer: „Der Weg führt über Köln und den HSV“

Die Zielsetzung bei Union Berlin ist klar: Der Relegationsplatz soll es am Ende mindestens werden. Für Union-Trainer Urs Fischer ist an Köln und Hamburg nämlich kein Vorbeikommen. „Der Weg führt über Köln und den HSV, dabei bleibe ich, das ist für mich Platz eins und zwei. Unser Ziel muss es sein, mit anderen Mannschaften ihnen so lange wie möglich das Leben sehr schwer zu machen“, sagte der Trainer im Interview mit der Morgenpost. Für den Effzeh ist das direkte Duell am Donnerstag Gefahr wie Chance zugleich: Bei einem Sieg könnten die Kölner bereits acht Punkte zwischen sich und die Berliner bringen. Bei einer Niederlage würde das Fischer-Team auf zwei Zähler heranrücken. Im Übrigen: Anders als Medienberichten zu entnehmen war, war der Berliner Trainer am Mittwochabend nicht im Franz-Kremer-Stadion zugegen. Der Übungsleiter wurde beim Testspiel des Effzeh gegen den VfL Bochum mit einem anwesenden Reporter verwechselt. Nichtsdestotrotz wird Fischer wohl genauestens über den Test des ersten Gegners seiner Mannschaft informiert sein.

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