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Högers erstes FC-Tor: Ein krummes Ding als Sinnbild

Dank eines über die Linie gestocherten Tores von Marco Höger hat der 1. FC Köln am Mittwochabend sein Nachholspiel beim FC Erzgebirge Aue mit 1:0 (1:0) gewonnen. Für die Mittelfeldspieler war es überhaupt sein erster Treffer im Trikot des Effzeh. „Ein Murmeltor“ nannte es der gegnerische Trainer Daniel Meyer.

Aue – Dass der 1. FC Köln im Sommer 2016 mit Marco Höger keinen Goalgetter verpflichtet hatte, war den Verantwortlichen wohl von vorne herein klar gewesen. Dass es dann aber doch 75 Pflichtspiele dauern würde, ehe der Mittelfeldspieler seinen ersten Treffer im FC-Dress erzielen konnte, überraschte dann doch. „Das hat lange genug gedauert“, sagte Höger selbst nach der Partie gegen Aue mit einem Lachen.

Dreckiger Sieg mit dreckigem Tor

Schon gegen den SV Sandhausen hätte es nur vier Tage zuvor beinahe mit seinem ersten Treffer geklappt. Nach einem Fallrückzieher von Jonas Hector brachte Höger den Ball mit der Hacke auf das Tor, doch Marcel Schuhen im Kasten des SVS konnte das vermeintliche Tor des Jahres gerade noch verhindern. „Gegen Sandhausen mit der Hacke wäre es schöner gewesen, aber das krumme Ding heute nehme ich natürlich auch gerne an. Vor allem, weil wir damit die drei Punkte holen konnten“, meinte der Torschütze nach dem Spiel.

Der Treffer aus dem Gewühl heraus stand am Ende sinnbildlich für die gesamte Partie im Erzgebirge. Der FC tat sich lange Zeit schwer, hatte zeitweise deutlich weniger Ballbesitz als der Tabellenzwölfte. „Wenn man dann durch so ein dreckiges Tor einen Sieg holt, ist das schöner als ein 8:1 gegen Dresden“, gab Höger hinterher zu Protokoll und bestätigte, dass er sich zunächst nicht sicher gewesen war, ob er das Tor auch wirklich selbst erzielt hatte. Aues Verteidiger Fabian Kalig galt zwischenzeitlich als Eigentorschütze, selbst in der TV-Wiederholung war der letztendliche Torschütze nur schwer auszumachen. „Ich war mir bis zur Halbzeit selbst nicht sicher. Dann hat mir der Schiedsrichter gesagt, dass ich es war“, verriet Höger die Entstehung seines ersten Treffers im 75. Spiel.

Hinten Horn, vorne Höger

Dass der Effzeh am Ende mit 1:0 vom Platz gehen konnte, verdankte die Mannschaft auch einem stark aufgelegten Timo Horn. Der Keeper entschärfte gleich mehrere brenzlige Situationen mit starken Paraden. Zum Matchwinner avancierte am Ende trotzdem Teamkollege Höger, der seit dem 17. Spieltag gegen Magdeburg am Mittwoch in Aue das erste Mal wieder in der Startelf gestanden hatte. Wegen einer Außenbanddehnung im Knie hatte der Mittelfeldspieler die gesamte Vorbereitung verpasst und war erst gegen Sandhausen wieder zu seinem ersten Einsatz gekommen. Geht es nach Timo Horn, wird Höger an Rosenmontag für seinen Treffer einen ausgeben müssen: „Für Högi freut es mich riesig. Er hat heute das Spiel entschieden, da kann er auch mal einen springen lassen.“

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