,

Kommentar: Dirigent Anfang muss den richtigen Ton treffen

Der 1. FC Köln läuft dieser Tage der Musik in der Zweiten Liga nur hinterher. Dass die Mehrzahl der Konkurrenten nicht in der Lage ist, die Patzer der Geissböcke zu nutzen, darf nicht darüber hinweg täuschen, dass der FC am Rande einer Krise steht. Markus Anfang muss jetzt zeigen, dass er die Mannschaft vor allem menschlich erreicht.

Ein Kommentar von Marc L. Merten

Eine Fußballmannschaft funktioniert ähnlich wie ein Orchester. Alle Musiker wissen, was sie spielen müssen. Sie beherrschen ihre Instrumente, kennen die Noten. Doch das Handwerk alleine reicht nicht aus, um einem Werk echtes Leben einzuhauchen. Die Musiker sind nicht nur dafür verantwortlich, ihren Part möglichst fehlerfrei zu absolvieren, sondern dabei auch ihre Leidenschaft für die Musik einfließen zu lassen.

Diesen Anforderungen sind die Profis des 1. FC Köln in den letzten Wochen nicht immer gerecht geworden. Sie beherrschen ihr Handwerk, das war immer wieder zu erkennen. Doch sie spielten ihren Part mitunter nur herunter, leisteten sich unerklärliche Konzentrationsschwächen und machten so immer mehr Fehler. Heraus kam eine Musik voller falscher Töne und Disharmonien.

Zwischen Taktik und persönlichen Befindlichkeiten

Dafür sind in großem Maße die Spieler selbst verantwortlich. Doch wie in einem Orchester gibt es auch im Fußball einen Dirigenten, der den Takt und die Art und Weise vorgibt, wie ein Stück interpretiert werden soll. Er bestimmt die Dynamik der Musik, das Laute und Leise, die Pausen, Crescendi und Diminuendi, vom ersten bis zum letzten Ton. Und er kann, wenn das Orchester nicht gut harmoniert, einzelne Musiker austauschen.

Markus Anfang hat in den letzten Wochen Fehler gemacht. Das ließ Sportchef Armin Veh am Samstag deutlich durchklingen (mehr dazu hier). Der FC-Trainer muss nun die richtigen Schlüsse ziehen. Vor allem muss er dabei den richtigen Ton im Umgang mit der Mannschaft treffen. Denn wenn Fußballer ihr Potential nicht abrufen, liegt das nicht nur am Gegner, sondern in der Regel an einer Mischung aus taktischen Vorgaben und persönlichen Befindlichkeiten. Letztere spielen in diesem Kader, das ist keine neue Erkenntnis beim FC, eine überproportionale Rolle. Anfang muss dem schnell gerecht werden und die offensichtlichen Disharmonien korrigieren, die nicht nur zum Einbruch in Paderborn geführt hatten. Sonst könnte sich Veh genötigt sehen, schon bald einem anderen Dirigenten den Taktstock zu überreichen.

31 Kommentare
  1. erwin schaub says:

    schnell einen neuen Trainer mit Erfahrung übernehmen lassen.
    Es ist kurz vor zwölf. Anfang ist für die 3. Liga sicherlich recht gut.
    Gutmütigkeit und Träumereien sind nicht gefragt.
    Nur der Erfolg und der Aufstieg zählt und das geht nur mit Disziplin und Härte.

    • Gerd Mrosk says:

      Nur wenn der Direktor den Dirigenten dazu nicht gehört hat Wenn du Modeste meintst hat MA lediglich verlauten lassen,das man gute Spieler IMMER gebrauchen kann und ich denke als Typ ist Modeste hinlänglich bekannt landläufig

      • Gerd Mrosk says:

        Weiss jetzt nicht ,ob du mich oder major meintest Ich bashe ihn jedenfalls nicht,lasse aber nicht zu das man einfach meinen könnte das Mo über den Kopf des Trainers verpflichtet wurde Ich weiss das wir andere Baustellen hatten und noch haben,aber ich weiss auch sehr genau das Mo keine Ablöse gekostet hat und praktisch ein Vorgriff auf nächste Saison ist

          • Gerd Mrosk says:

            Grundsätzlich sollte man keinen bashen,weder Söri,noch Schmitz,noch andere Sind alles Entscheidungen ,die wir als Fans mittragen müssen.Der Kader ist jetzt die 3 Monate noch so wie er nun mal ist Da gilts jetzt mit zu arbeiten und ne sattelfestere Kombi zu finden Eigentlich hoffe ich auch das MA da irgendwie die Kurve bekommt,aber dazu muss er mit dem Trainerteam wohl ,hört sich lebsch an,Lösungen finden. Was ganz offensichtlich ist ,ist das bis zum erbrechen am Zweikampfverhalten gearbeitet werden muss

      • major says:

        Wo steht denn da Modeste, hm ? Ich glaube, ihr Unterbewusstsein macht Modeste zum Flötenschlumpf. Ich habe das jedenfalls nicht geschrieben, sondern nur den Tenor (sic!) des GBK-Kommentars weiter geführt.

        Wer ist dann eigentlich der erwähnte Perkussionist, Sie Holzbläser ?

  2. Geissbock60 says:

    Die Mission Wiederaufstieg mit spielerischen,offensiven sowie überlegenen Fußball ist (leider) fürchterlich in die Hose gegangen.
    Trotz des besten Kaders, dem besten Trainer und natürlich auch dem Sportvorstand der für diesen Kader zuständig war bzw. ist.
    Falls es der Trainer nicht in Kürze hinbekommt, dass auch mal die Null steht und einigen Spielern (Zöpfchen Horn ,J.Horn etc.) den Allerwertesten aufreißt, die Konzentration und Einstellung (Kampf)
    in die Köpfe der Spieler bekommt, sehe ich schwarz für uns und auch für M.Anfang!

  3. Cöln Christian says:

    Wenn AV den Trainer rauswirft, muss er sich selbst eine Niederlage eingestehen. Das wird er nicht tun.
    Beide werden versuchen die Abwehr in den Griff zu kriegen. Bitte hört aber endgültig damit auf, JH auf die 6 zu stellen, dafür ist er zu langsam. Probiert es mit Höger und Geis.

  4. Max Moor says:

    @ Gerd .. solange wird Veh aber keine Zeit mehr bleiben denn bei einer weiteren Niederlage in den nächsten 3 Spielen wird er handeln müssen sonst wars das !!! Veh sagte doch wir haben den besten Kader . . dann soll er das mal übernehmen und Hector da spielen lassen wo er gebraucht wird .
    Dann noch zu deinen Bayern Kommentar … Neuer war lange Verletzt und ist mit Horn nicht zu vergleichen ! Dazu hat Bayern soviel Kohle das die Qualität holen können wenns wirklich brennt …. Das Hummels , Süle und Boeteng nicht die schnellsten sind in der Abwehr ist mir bewusst aber die haben dafür gute Übersicht und jeder seine Klasse . Bei Bayern sind nur Profis die was können und selbst im Sturm ohne Wagner nun könnte Müller , Gnabry oder Wriedt ! haben soviele Spieler die Aushelfen könnten und da würde auch Weinzierl Meister werden ! Die Mannschaft stellt sich von selbst auf bei den ganzen Stars da .

  5. Susanne Lex says:

    Schaut euch mal die A- Jugend vom FC an. ERSTER, im Moment, in NRW. Guter Trainer gute Jungs. Wenn es wirklich passiert das sie Meister vor bvb u. S04 werden, bin ich mal gespannt ob irgendjemand den Sprung schafft in die Profimannschaft. Vor Ruhtenbeck kann man nur den Hut ziehen. Er kann es!! Wurde ja genug mit “ Dreck“ beworfen.

    • major says:

      Zwischen A-Jugend und Profis sind aber einige Meter Abstand.
      Ruthe würde auch diesmal das Ruder nicht mehr rumreissen und ich hoffe auch nicht, daß sie ihm diese Bürde auferlegen.

      Der Ton würde sich auf dem Platz jedenfalls kaum ändern, nur aus einer anderen Höhe kommen ;)

  6. Gerd Mrosk says:

    Für mich ganz ausser Frage das Stefan Ruthe „unter Wert“wieder ins 2.Glied musste.Die Voraussetzungen den FC noch in der Liga zu halten waren gen 0 Trotzdem Susanne,da gehört viel Mut zu auch nur einen Jungen ins kalte Wasser zu werfen Der Druck ist schon immens für die Trainer,besonders wenn sie eben noch keinen Namen haben und keine Reputation

    • Heinz Bull says:

      Stimmt ich habe keine Ahnung vom Fußball , dafür aber Humor. Frau sollte auch mal versuchen den Text zu verstehen. Bei mir hat es nur bis Amateur Oberliga gereicht. Immerhin konnte ich mich mit dem Kleingeld über Wasser halten und mir ein Zelt auf Teneriffa leisten. Humor ist wenn man trotzdem lacht. Na ja Frau..

    • major says:

      Podolski sollte die Reker beerben und Oberbürgermeister werden Da sitzt er dann ohne großen Schaden anzurichten im Beirat und gut ist.

      Außerdem kann er dann seinen Laden auf der Neusser Strasse „Oberburgermeister“ nennen.

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar