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Modeste erlöst den FC am Karnevalssonntag in Ingolstadt

Der 1. FC Köln hat am Karnevalssonntag beim FC Ingolstadt dank eines 2:1 (1:0)-Arbeitssieges die Tabellenführung verteidigt und damit für einen Höhepunkt in der Session gesorgt. Dabei waren die Kölner vor allem darauf bedacht, hinten sicher zu stehen. Den Führungstreffer erzielte ausgerechnet Startelf-Rückkehrer Anthony Modeste. Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel ist dem FC die perfekte Woche gelungen.

Aus Ingolstadt berichten Marc L. Merten und Jonas Klee

Wenn der 1. FC Köln in den vergangen Jahren an den Tagen vor Rosenmontag auf dem Platz stand, hatten die Domstädter nur selten etwas zu feiern. Vielmehr erspielten sich die Geissböcke eine Karnevals-Statistik des Grauens: Zuletzt setzte es sechs Niederlagen und drei Unentschieden. Es war im Jahr 2009, als der 1. FC Köln zuletzt sein Karneval-Auswärtsspiel gewinnen konnte. Ausgerechnet beim großen FC Bayern feierten die Domstädter beim 2:1 eine irre Karnevals-Party. Auf ein ähnlich gutes Ergebnis hofften auch die 1800 mitgereisten FC-Fans beim Tabellenvorletzten in Ingolstadt – nur 80 Kilometer von München entfernt.

Ausgangslage

Markus Anfang veränderte seine Startelf im Vergleich zum 1:0-Auswärtssieg beim FC Erzgebirge Aue auf zwei Positionen. Zum einen beorderte der FC-Coach Anthony Modeste in die Startelf. Nach drei Treffern in drei Joker-Einsätzen durfte der Franzose zum ersten Mal nach seiner Rückkehr wieder von Beginn an ran. Dafür musste Kölns 23-Tore-Angreifer Simon Terodde auf der Bank Platz nehmen. Außerdem gab Anfang auf der Rechtsaußen-Position Christian Clemens den Vorzug vor Marcel Risse.

Moment des Spiels

Es lief die 39. Spielminute, als sich Jhon Cordoba und Jonatan Kotzke einen intensiven Zweikampf auf dem Weg in den Strafraum lieferten. Der FC-Angreifer entschied diesen für sich und schirmte den Ball mit seinem Körper ab. Kotzke hielt Cordoba kurz am Arm fest, der Kolumbianer fiel. Schiedsrichter Florian Heft entschied auf Strafstoß – eine zumindest diskutable Entscheidung. Modeste war das egal. Der Franzose schnappte sich die Kugel und verwandelte trocken ins rechte Eck zum (vor-)entscheidenden Tor des Tages.

Die wichtigsten Szenen

Den etwas besseren Start in die Partie erwischte der Effzeh. Nach fünf Minuten erspielten sich die Kölner eine erste gute Möglichkeit. Florian Kainz fand den freien Jhon Cordoba an der Strafraumkante. Der Kolumbianer zog ab, doch FCI-Keeper Philipp Tschauner lenkte den Ball um den Pfosten. In der Folge entwickelte sich kampfbetontes Spiel, in dem beide Teams nicht zu sehr ins Risiko gingen. Die Domstädter störten Ingolstadt schon früh im Spielaufbau und zwangen die „Schanzer“ zu Fehlern. Kapital konnte der Effzeh daraus aber nicht schlagen. Spielerische Glanzpunkte waren Mangelware. Stattdessen probierten es die Kölner mit der Brechstange. Kainz verfehlte das Tor mit seinem Distanzschuss nur knapp (31.). Auf der anderen Seite scheiterte auch Dario Lezcano nur um Zentimeter. Sein Flachschuss auf das lange Eck rauschte am Pfosten vorbei. Kurz vor der Pause gingen die Kölner dann in Führung. Nach dem Foul an Cordoba verwandelte Modeste den anschließenden Elfmeter sicher (40.).

Nach dem Seitenwechsel verstanden es die Kölner besser, den Gegner früh unter Druck zu setzen. Das Spiel blieb geprägt von intensiven Zweikämpfen. Aus dem Spiel heraus wurde keines der beiden Teams wirklich gefährlich. So passte es ins Bild, dass die Kölner durch einen Standard das 2:0 nachlegten. Johannes Geis brachte eine Ecke von der rechten Seite in den Strafraum. Auf Höhe des linken Pfosten löste sich Dominick Drexler von seinem Gegenspieler Christian Träsch und bugsierte die Kugel mit rechts in den linken Winkel (59.). In der Folge schaltete der FC in den Defensiv-Modus, Sobiech ersetzte Cordoba (77.) und verstärkte die Dreierkette. Der Riegel hielt, Ingolstadt schaffte es nicht mehr, die Kölner noch ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Stattdessen vergab Modeste nach feinem Zuspiel von Drexler noch die große Chance, auf 3:0 erhöhen. Ein Fehler von Rafael Czichos sorgte für den späten Anschlusstreffer. Der Innenverteidiger klärte genau in die Füße von Björn Paulsen. Der Däne traf aus kurzer Distanz zum 2:1 (90.+1). Doch am FC-Sieg sollte das nichts mehr ändern.

Fazit

Zum Freuen: Dritter Sieg im dritten Spiel. Tabellenführung verteidigt.

Zum Ärgern: Zunächst wenig Dominanz, danach kaum Torchancen.

Mann des Tages: Startelf-Rückkehrer Anthony Modeste trifft erneut.

Aufstellung

Horn – Meré, Geis, Czichos – Clemens, Höger, Kainz – Hector, Drexler (84. Schaub) – Cordoba (77. Sobiech), Modeste (89. Terodde)

Tore

0:1 Modeste (40.), 0:2 Drexler (59.), 1:2 Paulsen (90.+1)

 

17 Kommentare
  1. Matthias Wiegand says:

    Kein System erkennbar…spielerisch sind wir noch schlechter als letztes Jahr….Taktik hatte der anscheinend überhaupt nicht…..die Auswechslungen….Terodde völlig demontiert….der Anfang ist einfach nur schlecht..genauso wie sein Czichos…der kostet in Liga 2 schon fast jedes Spiel…in der Buli kloppen die uns richtig die Hütte voll…..ANFANG RAUS

  2. Huey L. says:

    Ich hab eben schon im Live- Ticker geschrieben, dass wir heute 3 Punkte geholt und somit 3 Siege in Folge erreicht und die Tabellenspitze verteidigt haben. Somit sind wir der Bundesliga wieder ein Schritt näher gerückt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
    Über das „wie“ brauchen wir gar nicht erst diskutieren. Allerdings können wir Stand heute wenig ändern und so lange wir gewinnen, heiligt der Zweck die (eher bescheidenen) spielerischen Mittel. Abgerechnet wird dann am Saisonende (ich glaube/ hoffe intern hat Veh damit bereits begonnen, alles andere wäre fahrlässig). Bei dieser Abrechnung muss alles und jeder in Frage gestellt und kritisch geprüft werden werden. Das gehört zu Vehs Stellenbeschreibung und zum Glück haben wir in ihn einen erfahrenen und bundesligaerprobten Mann.
    Denn eins steht fest, trotz Platz 1 und 3 Siegen in Folge, so brauchen/können wir nicht in der 1. Liga antreten. Vorher heißt es jetzt nur noch Mund abputzen und irgendwie den Aufstieg hinbekommen oder sollte ich sagen hinwursteln!?

    • Michael H says:

      Genau so ist es. Und Veh können wir durchaus zutrauen, dass er sich der Lage bewusst ist.

      Ich bin mir sicher, dass.wir im Sommer deutliche Veränderungen sehen werden. Möglicherweise auch auf der Trainerposition.

      Bis dahin muss nur der Aufstieg irgendwie sichergestellt werden – und heute wurde ein weiterer wichtiger Schritt Richtung Aufstieg getan.

      • Heinz Bull says:

        Was können wir dem AV denn zutrauen? Nix.
        Wo hat er den FC denn besser gemacht ? Trainer geholt der noch grün hinter den Ohren ist. Welche Spieler die geholt wurden unter AV haben den FC besser gemacht ? 3 Spiele gewonnen , und jedes Spiel war Not gegen Elend. Gab es in den 3 Spielen jeweils eine Verbesserung gegenüber dem vorherigen? Nein, weil dieser Trainer macht Spieler nicht besser sondern schlechter. Kommt mir keiner mit Córdoba. Der hat schon immer gekämpft, nur halt nicht immer glücklich. Den hat nicht der Trainer verbessert , zu sowas ist der gar nicht fähig.

        • Michael H says:

          Anfang war der Wunschkandidat von Spinner, nicht von Veh.

          Und wenn ich mir die Stimmen zum Spiel, und mindestens ebenso wichtig, die Mimiken zum Spiel, so anschaue, dann scheint Veh „unsere“ Sichtweise am meisten zu vertreten. Der ist sich schon im Klaren wo die Baustellen liegen, aber kann das vom einen Tag auf den anderen natürlich auch nicht ändern. Schon gar nicht, wenn der Vorstand ihm Steine in den Weg legt (siehe anderer Bericht).

          • Heinz Bull says:

            Woher habt ihr eigentlich die Info das Spinner den Anfang wollte ? Aus der Presse ? Der Spinner hat doch vom Fußball keine Ahnung und da soll er entschieden haben das Anfang Trainer beim FC wird ? Würde aber zum FC passen .

          • Michael H says:

            Zu Heinz Bull:

            Der FC wollte Anfang bevor Veh ernsthaft in Erwägung gezogen wurde. „Der FC“ in diesem Fall war/ist selbstverständlich der Vorstand. Sonst war zu dem Zeitpunkt ja auch niemand mehr da. Stöger weg. Schmadtke weg. Wehrle mischt sich eher wenig in sportliche Dinge ein anscheinend. Diverse andere Posten waren ja auch vakant bzw. mit Menschen besetzt, die kurz danach gingen oder weggelobt/-kritisiert wurden.

            Ergo: der Vorstand, und damit insbesondere Spinner (wobei sicherlich auch Schumacher ein Wort mitzureden hatte) wollten Anfang.

  3. Cöln Christian says:

    Alle 3 Spiele waren unterirdisch schlecht. Anfang zieht seinen Stiefel durch. Soll mir keiner kommen und sagen, Hauptsache 9 Pkte. Selbst in diesem Fall sollte man die Augen ob der ganz schwachen Leistung nicht verschließen. Hector 6 Clemens 6 Czichos 6 Höger 6 Modeste 5 usw.

  4. mcwolli77 says:

    Ich hatte zwar geschrieben das das was gibt in Ingolstadt, jedoch hatte ich zugegebener Maßen die Hoffnung endlich wieder ein besseres Spiel zu sehen.
    Das war tatsächlich wieder sehr ernüchternd.
    So langsam hat das schlechte Spiel der Mannschaft ja dann auch schon eine Art „System“.
    Und da muss wohl wirklich schnellstens hinterfragt werden was geändert werden muss. Da gibt es kein wenn und aber.

    Bin mal gespannt ob dies noch durch Veh geschieht. Denn dort tut sich ja gerade die nächste Baustelle auf. Als wenn wir zur Zeit nicht genug vor der Brust haben.

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