,

Reservisten schwächeln: „Jeder kann sich hinterfragen“


Wieder fünf Gegentore gegen den SC Paderborn, wieder eine Niederlage beim Aufsteiger: Der 1. FC Köln hat sein Testspiel am Donnerstag mit 3:5 (2:2) verloren. Dabei sollten sich besonders die Reservisten in den Vordergrund spielen. Einigen gelang das jedoch nicht.

Paderborn – Für Louis Schaub war der Ausflug am Donnerstag nach Paderborn wichtig und halbwegs erfreulich. Nach Wochen körperlicher Probleme konnte der Österreicher endlich Spielpraxis sammeln. Und weil er sich mit zwei sehenswerten Toren in der ersten Halbzeit zudem Selbstvertrauen holen konnte, kann sich der offensive Mittelfeldspieler als einer der wenigen Gewinner des Testspiels fühlen.

Markus Anfang wollte vor dem Endspurt in der Zweiten Liga noch einmal wissen, auf welche Spieler er in den kommenden Wochen noch zählen kann. Der FC-Coach weiß, dass er nun keine Experimente mehr eingehen kann. Die Mannschaft muss funktionieren, persönliche Befindlichkeiten müssen hinten anstehen. Und so war das 3:5 für den Trainer der Geissböcke auch ein Hinweis auf die körperliche Verfassung einiger seiner Reservisten. Manches gab ihm offenbar zu denken, denn bis auf die Chance, seinen Spielern Spielzeit zu verschaffen, durfte er nicht viel Positives aus Paderborn zurück nach Köln nehmen.

Hinterfragen, ob er nicht noch ein bisschen mehr tun muss

„Es war klar, dass gewisse Automatismen und Abläufe nicht da sind“, zeigte Anfang zwar für spielerische Defizite Verständnis. Doch die Defensivarbeit und das körperliche Loch, in das einige Spieler in der zweiten Hälfte fielen, dürften ihm nicht gefallen haben. „Paderborn ist eine Mannschaft, die sehr intensiv Fußball spielt. Man hat dadurch im Laufe des Spiels gesehen, wer von uns bei hundert Prozent ist und wer nicht.“ Anthony Modeste beispielsweise baute in Hälfte zwei ab, Vincent Koziello ist nach seinen diversen Verletzungen über die Saison hinweg nie wirklich fit und in Form gekommen, dazu konnten auch Spieler wie Marcel Risse oder Jannes Horn nicht punkten. „Der ein oder andere Spieler von uns hat durch das hohe Tempo von Paderborn gemerkt, dass er Wettkampfpraxis braucht und die hohe Intensität noch nicht fahren kann“, sagte Anfang – wohl bemerkt, dass die Spieler die angesprochene Intensität im März einer Saison „noch nicht“ fahren können.

Weshalb auch nicht überraschte, dass Anfang noch deutlicher wurde und erklärte: „Nach den 90 Minuten kann sich jeder noch mal hinterfragen, ob er nicht noch ein bisschen mehr tun muss.“ Eine klare Ansage, dass die Mehrheit der Reservisten am Donnerstag ihre Chance nicht nutzen konnten, um sich noch einmal näher an die Mannschaft herauszuspielen. Der Kreis jener Spieler, auf die Anfang in der Schlussphase der Saison zählen wird, dürfte damit nicht größer geworden sein. Der FC-Trainer kann sich vielmehr darin bestätigt sehen, in den letzten Wochen den richtigen Spielern vertraut zu haben.

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar