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„Wie das Kaninchen vor der Schlange“ – Köln lässt Bielefeld keine Chance


Nach dem deutlichen 5:1 (2:0)-Heimerfolg gegen Arminia Bielefeld war die Stimmung bei den Spielern des 1. FC Köln bestens. Gegen die Ostwestfalen holten sich die Geissböcke nicht nur drei Punkte, sondern auch endlich wieder einen spielerisch überzeugenden Sieg. Dabei hatte der Rücktritt von FC-Präsident Werner Spinner und das Drumherum die Mannschaft nicht kalt gelassen. Die Stimmen zum Spiel.

Aus Köln berichten Jonas Klee und Eliano Lußem

Marco Höger: „Nach der zum Teil auch berechtigten Kritik hatten wir uns vorgenommen überzeugend zu gewinnen. Das ist für die Fans und das Umfeld natürlich umso schöner. Für uns Spieler ist das auch schön, auch wenn man sich über ein umkämpftes 1:0 in Aue vielleicht noch etwas mehr freut. Heute hat man gesehen, dass keiner die Geschehnisse der letzten Tage zu nah an sich herangelassen hat. Das ist nicht immer leicht bei einem großen Verein, wenn solche Nebengeräusche entstehen. Jetzt wollen wir uns aber nur noch auf uns konzentrieren und den Fokus komplett auf die nächsten Spiele legen. Denn am Ende dankt es uns keiner, wenn es heißt: Hier war Unruhe, deswegen sind wir nicht aufgestiegen. Es werden immer weniger Spiele, jeder Fehler kann entscheidend sein. Es ist wichtig, dass unsere Brust jetzt immer breiter wird. Wenn wir unsere Spiele gewinnen, können die anderen ja machen, was sie wollen.“

Natürlich beeinflusst uns das drumherum auch

Johannes Geis: „Natürlich beeinflusst uns das Drumherum auch, wir lesen auch die Meldungen. Aber der Trainer hat viel mit uns gesprochen. Es war sehr wichtig, dass es bei uns in der Mannschaft weiter top läuft. Wir haben in der englischen Woche gekämpft. Es waren eklige Auswärtsspiele dabei. Aber wir haben neun Punkte geholt. Jetzt haben wir ein i-Tüpfelchen gesetzt. Fünf Tore gemacht, super Fußball gespielt. Darauf können wir stolz sein. Wir waren geil darauf zu kämpfen und sind gut in die Räume gekommen. Umso schöner, dass die Standards aktuell so gut funktionieren. Heute muss man eigentlich keinen herausheben. Klar, Simon hat drei Tore gemacht. Jhon hat eins gemacht und bei Tony wissen wir ja auch alle, was er für ein exzellenter Stürmer ist. Eigentlich ist es egal, wer da vorne spielt. Jhon ist ein Arbeitstier, Simon und Tony sind die Vollstrecker. Eigentlich ist es unfair, dass man da einen bevorzugen muss. Aber wir brauchen alle drei, gar keine Frage. Högi und ich haben uns heute ein bisschen abgewechselt auf der Sechs. Wir hatten zeitweise eine Raute im Mittelfeld. So war es schwierig für den Gegner, sich darauf einzustellen. Das hat heute super geklappt.“

Uwe Neuhaus: „Ein bisschen kam es mir so vor wie das Kaninchen vor der Schlange. Bei so viel Passivität war es nur eine Frage der Zeit, bis die Tore fallen. Ich glaube, das ist alles, was ich dazu sagen möchte.“

Darauf können wir stolz sein

Markus Anfang: „Ich möchte ein großes Kompliment an meine Mannschaft aussprechen, nicht nur an die, die gespielt haben, sondern an jeden Einzelnen. Es war heute ein richtig gutes Spiel. Darauf können wir stolz sein. Wir haben mit Geis und Höger zusammen im Zentrum gespielt, weil wir wussten, dass wir an den Leuten dranbleiben müssen. Wir haben sehr mutig verteidigt, waren aggressiv in den Zweikämpfen und fußballerisch ist uns auch vieles gelungen. Wir haben zum richtigen Zeitpunkt unsere Tore geschossen. Es ist schön, dass wir auch auf diese Weise unsere Spiele gewinnen. Das können wir nicht immer beeinflussen. Jhon hat schon vier Gelbe Karten, deswegen müssen wir alle Stürmer auf ein Level bringen. Tony braucht dafür Spielzeit, das habe ich Jhon kurz vor seiner Auswechslung erklärt. Er ist es auch gefühlt selbst schuld, wenn er beim Torjubel immer das Trikot auszieht. Das sollte er vielleicht mal einstellen (lacht). Das habe ich ihm auch in diesem Moment gesagt.“

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