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Gegen Dynamo Dresden: Wer ersetzt Christian Clemens?

Aufgrund der Ergebnisse der Konkurrenz kann der 1. FC Köln heute gegen Dynamo Dresden den Aufstieg noch nicht perfekt machen. Allerdings können sich die Geißböcke mit einem Sieg eigenständig einen Matchball gegen Darmstadt 98 sichern. Markus Anfang kann dabei personell fast aus dem Vollen schöpfen und muss einzig auf Christian Clemens verzichten. 

Köln – In den letzten Wochen hat Markus Anfang trotz straffem Spielplan auf großartige Änderungen in seiner Startelf verzichtet. Auch im 18-Mann-Kader gab es einzig Veränderungen, wenn ein Spieler verletzt zum pausieren gezwungen war. „Ich habe gesagt, dass wir aufpassen müssen, nicht zu viel zu rotieren, um die Automatismen nicht zu verlieren“, erklärte der Trainer seinen Verzicht auf Veränderungen in der Startelf. Zwar fügte er noch hinzu: „Trotzdem setzen wir auf alle Spieler“, gab den Ersatzspielern aber dennoch einen kleinen Seitenhieb mit: „Jeder Spieler im Kader hat seine Spielzeit bekommen. Wie viel Spielzeit, das liegt auch an jedem Spieler selbst.“

Eine Veränderung im Kader

Angesprochen fühlen dürften sich unter anderem Janns Horn, Matthias Bader, Frederik Sörensen und Salih Özcan. Das Quartett hatte es zuletzt nicht einmal mehr in der Kader der Kölner geschafft. Auch Vincent Koziello und Benno Schmitz kommen derzeit unter Anfang nicht zum Zug. Drum ist es auch wenig verwunderlich, dass Anfang nur einen Wechsel im Vergleich zum HSV-Spiel vorgenommen hat. Für den verletzten Christian Clemens durfte Niklas Hauptmann mit an seine alte Wirkungsstätte reisen. Der 22-jährige hatte die letzten Wochen aufgrund einer Meniskus-Operation passen müssen. Nun hat der ehemalige Dresdener den Vorzug vor Salih Özcan erhalten.

In der Startelf wird Markus Anfang wohl auch seiner eingespielten Elf der vergangenen Wochen vertrauen. Einzig Marcel Risse dürfte Christian Clemens in der Startformation ersetzen. Auch, wenn sich dieser gegen den MSV Duisburg und den Hamburger SV auch aufgrund mangelnder Spielpraxis nicht zwingend empfehlen konnte. Alternativ könnte auch Benno Schmitz diese Position besetzen, im bisherigen Saisonverlauf fehlte es dem ehemaligen Leipziger allerdings an Zug zum Tor.

So könnte der Effzeh spielen: Horn – Meré, Höger, Czichos – Risse, Geis, Kainz – Hector, Drexler – Cordoba, Terodde

25 Kommentare
    • Heinz Bull says:

      Ja Holger , limitiert ist der richtige Ausdruck. DOKTOR Anfang : Ich habe gesagt, dass wir aufpassen müssen, nicht zu viel zu rotieren, um die Automatismen nicht zu verlieren“, erklärte der Trainer seinen Verzicht auf Veränderungen in der Startelf. Zwar fügte er noch hinzu: „Trotzdem setzen wir auf alle Spieler“, gab den Ersatzspielern aber dennoch einen kleinen Seitenhieb mit: „Jeder Spieler im Kader hat seine Spielzeit bekommen. Wie viel Spielzeit, das liegt auch an an mir ? So zwischen 30 Sekunden und einer halben Minute:)) Der merkt es einfach nicht wie blöde er ist. Anfang und Veh müssen weg.

  1. BM says:

    „…nicht zwingend empfehlen konnte“ – eine wahrlich angehübschte Umschreibung für unterirdische Leistungen von Risse bei fast allen Einsätzen in dieser Saison, insbesondere zuletzt, dazu noch die vorgeschobene Entschuldigung der mangelnden Spielpraxis. Gilt so etwas im „Geissblog“ dann auch für andere Kicker, Öczan, Koziello, Bader usw. usw.? Ich habe immer viel von Risse gehalten, aber wenn das Leistungsprinzip zählen soll, dann hat er im Moment keinen Kaderplatz verdient, aber für ihn gelten – auch hier offensichtlich – andere Vorgaben als für die weiteren Kicker außerhalb der Stamm-12.

  2. Jhen says:

    Sowohl von Anfang als auch von Euch, von vorne bis hinten, widersprüchliches Geschwätz. Dem Anfang geht’s kurzfristig nur um sein hinteres Ende um es vorsichtig zu umschreiben. Aber man sieht, er ist weder ein Klopp noch ein Streich, auch nichts dazwischen, eher so etwas wie Kaurzinsky.

    • Boom77 says:

      Das mit dem Hintern stimmt schon. Mag man ihm ja auch irgendwie zugestehen. Angetreten mit dem klaren Ziel, den Wideraufstieg (am besten schnellstmöglich) zu schaffen, würde ich mich persönlich auch nicht in die Nesseln setzen und in die Analen eingehen wollen, als der Trainer, der in den letzten 5 – 6 Spielen einen 11 Punkte Vorsprung verspielt hat und nicht aufgestiegen ist. Da ist es verständlich, dass er auf Spieler setzt, mit denen es die letzten Spiele irgendwie – zumindest erfolgreich – geklappt hat. Experimente würde ich da jetzt auch noch keine durchziehen…

      Aber das mit Risse ist schon irgendwie bedenklich. Ich mag ihn sehr. Er ist ein feiner Charakter, hat in der Vergangenheit gezeitg, dass er ein toller Fußballer (leider muss man sagen) war und ist durch und durch Kölner. Aber im Kader hat er (ebenso leider) nichts mehr zu suchen. Und das Gerede von den „Automatismen“ ist in dem Sinne doch auch Humbug. Schaub hat gezeigt, dass er die „Austomatismen“ inne hat. Wenn einer gezeigt hat, dass er mit den „Automatismen“ Schwierigkeiten hat, dann ja wohl Risse. Anfang ist da schon (sagen wir es nett) sehr undurchsichtig bei dem, was er denkt und welchen Plan er verfolgt. Da kann schon durchaus der Eindruck der Planlosigkeit manchmal entstehen.

    • Flizzy says:

      Anfang hält nichts von der Jugend, alleine den Nartey kurz vor bzw. zum Abpfiff einzuwechseln ist eher ne Schelle. Warum nicht in der 80. oder 85. Minute, dass der Junge wenigstens 5 Minuten spielen kann? Koziello hockt auch nur auf der Bank.

      Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir mit Anfang in Liga 1 bestehen…

      • major says:

        Ja, so wie den Hauptmann heute gegen Dresden. Was immer das auch sollte, torgefährlich war das nicht mal gemeint. Das lief auch nicht unter „Spielpraxis“ oder „Teilnahmeprämie“.

        Das war wirklich das Signal vom Anfang: „Ich mache was ich will“.

  3. Matthias says:

    Meine Lösung für den Clemens Ersatz sehr so aus:
    Schaub zentral und Drexsler auf der rechten Seite, da dieser extremlauf stark ist und so auch gut mit nach hinten arbeiten würde, wenn man ihm diese Aufgabe stellt!
    denk von mir sehr geschätzten Risse auf keinen Fall bringen, dann noch eher Schmitz!

  4. Ulrich Treimer says:

    Die Leistungen von Risse habe ich schon im Herbst kritisiert (wilde Bolzerei). Damals war ich allein auf weiter Flur. Euer Cello hatte es Euch doch so angetan, nur die Leistungen hat keiner gesehen. Jetzt halten alle die Fahne in den Wind.

    Zu den A-Jugendspielern: Die A-Jugend spielt um den Titel. Was sollen die jetzt in Dresden? Aber anonym kann man ja viel Polemik rausblasen.

    • Flizzy says:

      Allein? A-Jugend? Seit wann spielen Nartey und Koziello in der A-Jugend? Und Risse nervt mich ebenfalls schon die ganze Saison. Und ja, ich schaue mir JEDES Spiel an.

      Tu mal nicht so als wärst du der Einzige der diese Meinung vertreten hat oder vertritt Ulli :-D

    • Boom77 says:

      Ich gehe sogar so weit, dass man das „derzeitigen“ streichen kann. Risse kommt aufgrund seiner Verletzungen leider nie mehr in Tritt. Der Körper macht es leider einfach nicht mehr mit und ich glaube, der Kopf auch nicht mehr. Ich kann mir vorstellen – und auch gut nachvollziehen -, dass da bei Risse immer eine gehörige Portion Angst vor einer neuen schlimmen Verletzung mitspielt.

    • Boom77 says:

      Ja, finde die Idee von Matthias aus sehr gut. Und ich will ihn da jetzt nicht „doof dastehen“ lassen oder so. Ganz und gar nicht… Wie gesagt, eine sehr gute Idee… Aber ich denke, man muss nicht der größte Fußballfachmann sein, um auf diese Idee zu kommen. Umso unerklärlicher, warum Markus Anfang sie nicht hat, wenn er tatsächlich mit der prognostizierten Aufstellung spielt.

  5. major says:

    Wenn Anfangs „System“ weiter auf Risse baut, dann wird nicht nur der Aufstieg noch mal spannend, sondern schon die ersten paar Wochen in der BL1. Risse ist im Moment Rasengift. Solche Phasen gibt es, aber andere konnten die auch schon überwinden.

    Aber auch wenn Risse und Schaub auf verschiedenen Seiten des Rasens spielen: Ein System, das einen Louis Schaub nicht berücksichtigt drückt jetzt schon wieder auf „K“ im Bundesligafahrstuhl.

    • Boom77 says:

      Ja, Risse ist ein viel zu großes Risiko. Eigentlich weiß man, was kommt. Man könnte somit also auch von „kalkuliertem Risiko“ sprechen ;) Und irre ich mich? Aber ich meine mal gelesen zu haben, dass Schaub beide Seiten spielen kann. Sicherlich ist rechts jetzt nicht seine stärkere Position und die Variante, die Matthias angesprochen hat, erstmal vorzugswürdig. Aber lieber einen fitten Schaub auf dem Platz (jetzt mal egal ob rechts, links oder Zentrum) als einen derzeit leider total desolaten Risse. Und mit Schaub hätte man sogar die Möglichkeit während des Spiels etwas variabler zu spielen (wenn er den wirklich beide Seiten passabel spielen kann, wie ich glaube, wirklich mal gelesen zu haben). Man könnte ihn im Zentrum beginnen lassen und Drexler auf rechts stellen. Während des Spiels könnte man das dann tauschen (Drexler Zentrum und Schaub rechts). Muss ja nicht ständig sein. Aber so ab der 60. Minute oder so. Je nachdem wie der Spielverlauf ist. Man kann es auch umgekehrt machen und mit Drexler in der Mitte und Schaub dann rechts beginnen. Man wäre nicht nur sicherer sondern auch wesentlich variabler als mit Risse.

      • Holger Dierks says:

        Ganz genau, Boom77!
        Und all diese Gedankenspiele wären gar nicht nötig, wenn wenigstens einmal etwas Klares von MA käme. Vielleicht mal mitteilen, warum genau er Cello aufstellt. Oder, im Gegenzug, warum Schaub eben nicht! Da würde es schon langen, einfach den Trainingseinsatz und Leistung zu benennen, dann kann jeder diese Mystery-Aufstellungen eher verstehen.
        Klare Worte, und wenn das einzelne Spieler nicht verstehen, sollten sie über ihr Profi-Dasein nachdenken. Aber klare Worte sind nicht das Ding von liebenswerten, aber sentimentalen Rheinländern. Mir graut schon vor den Äußerungen der kommenden Saison, wie z.B. „Wir haben einen Trainer gefunden, der zu uns passt…“

        • major says:

          Nein. keine Einzelspieler-Diskussionen in der Öffentlichkeit. Das ist ein völlig falscher Weg. Wenn man sich darauf einlässt, dann kann keine sinnvolle Kommunikation stattfinden, von einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Spielern und Trainerteam völlig abgesehen. In einem Verein dieser Größe würden sich immer Gruppen finden, die diesen oder jenen zerfleischen würden, das ist ja jetzt schon so. Wenn sich aber noch ein Trainer oder GF Sport daran beteiligt, dann entsteht nichts Gutes, sondern nur Schaden.

      • major says:

        Ich weiß nicht, was ich nach dem Dresden-Bombardement noch sagen soll. Weder Schaub noch Mere waren besser als „mangelhaft“ und selbst mit Risse hätte es nicht sehr viel schlechter laufen können.

        Ich bin ratlos. Da muss man auch nicht über Terodde oder Modeste diskutieren, nicht über Cordoba, über taktische Aufstellungen, das war alles einfach nur Hobbyfußball des „besten Kaders der 2. Liga“.

        Da spare ich mir Diskussionen über Risse, der ist nicht das Kernproblem dieser Mannschaft und gerade mal ein Symptom der mangelhaften Einstellung der Mannschaftsmehrheit. Die sollte man behandeln und nicht einzelne Spieler zum „identifizierten Patienten“ machen, der alles Schuld ist.

  6. Karl Heinz Lenz says:

    Ich erinnere mich daran, dass Marcel Risse vor seinen letzten beiden schweren Verletzungen ein langes Interview – ich glaube im Sportteil der FAZ gab – und darin über seine Arbeit mit seinem neuen Coach und seine Ernährungsumstellung sprach. Er war damals sehr optimistisch und es hörte sich für mich so an, als ob er sich für seine sportliche Zukunft fast als unverletzlich empfand. Nur eine Woche später erlitt er dann eine sehr schwere Verletzung, die ihm für lange Monate aus der Bahn warf. Man kann sich vorstellen, dass ihn das geschockt haben muss: von einem vollem Optimismus binnen ein paar Tagen hinein ins genaue Gegenteil von dem, an das er fest geglaubt hat.

    Marcel scheint generell ein sensibler Typ zu sein. Nach dem Abstieg in der letzten BL-Saison gab er dem Stadtanzeiger ein Interview, in dem der Journalist in seiner ersten Frage meinte, dass die verkorkste Saison doch ein furchtbarer Stress gewesen sein muss. Marcel stieg darauf voll ein wiederholte dann mehrfach: Ja, ja, das war ganz furchtbar! Er gehört wohl nicht zu den Spielern, die eine schwierige Situation eher als Motivation empfinden und dann erst recht leistungsfähig werden.

    Auf einem anderen Blatt steht natürlich, dass er von seinem Potential her ein toller Fußballer ist. Aber er ist wohl jemand, der die absolute Rückendeckung des Trainers und des sonstigen Umfelds braucht. Vielleicht wäre es eine Lösung gewesen, wenn Markus Anfang ihn fest eingeplant hätte und Marcel so die Chance gehabt hätte, sich Woche für Woche in Wettkampfspielen wieder an seine alte Stärke heranzukämpfen. Ich vermute, dass ein Spieler wir er nichts davon hat, ihn nur ab zu mal zu bringen, mitsamt Auswechselungen oder späten Einwechslungen, und ansonsten die Bank.

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