,

Zwei Tore fehlen noch: Holt Anfang den Lienen-Rekord?

Ewald Lienen wird in der Historie des 1. FC Köln immer einen besonderen Platz einnehmen. Er wird immer der erste Trainer bleiben, der die Geissböcke aus der Zweiten Liga wieder zurück in die Bundesliga führte. In der Saison 1999/2000 gelang ihm dies mit so vielen Heimtoren wie anschließend keinem anderen FC-Trainer. Dieser Rekord könnte am Montagabend fallen.

Köln – Mit 65 Punkten und damit zehn Zählern Vorsprung auf Rang vier stieg der 1. FC Köln im Mai 2000 unter Ewald Lienen souverän in die Bundesliga auf. Der Mann mit den Zetteln und dem blauen Hemd, das Kult wurde beim FC, hatte geschafft, woran zuvor Bernd Schuster kläglich gescheitert war. Er hatte den FC wieder in die Bundesliga geführt.

Und das vor allem daheim auf überzeugende Weise: Zwölf Siege, vier Unentschieden und nur eine Niederlage in Müngersdorf bedeuteten den Grundstein für den Aufstieg. Dabei erzielten die Geissböcke vor heimischem Publikum unter Lienen in 17 Heimspielen 46 Tore. So viele, wie unter keinem anderen FC-Trainer in der Zweiten Liga in einer Saison. Bis Markus Anfang beim FC das Ruder übernahm.

Drei Siege fehlen zum Heimrekord

Dieser hat mit seiner Mannschaft die Zweite Liga inzwischen längst im Griff. Vor heimischem Publikum erzielten die Geissböcke in bislang 14 Heimspielen schon 44 Treffer. Zwei Tore fehlen also noch zum alten Lienen-Rekord. Ob es schon am Montagabend gegen den Hamburger SV soweit sein wird? In jedem Fall wäre ein Sieg über den HSV bereits der 19. Erfolg der Saison, Anfang würde damit schon nach 29 Spielen genauso viele Siege verbucht haben wie Lienen in der gesamten Saison 99/00.  Und inklusive der Tore auf fremden Plätzen hat Anfangs Offensive schon längst die Lienen-Elf von einst übertrumpft (74 Tore heute nach 28 Spieltagen, 68 Tore damals nach 34 Spielen).

Für die beste Punktebilanz in Müngersdorf bräuchte Anfang jedoch noch deutlich mehr. Zwölf Siege (Anfang hat bislang neun) vor heimischem Publikum holten in der Vergangenheit neben Lienen nur Friedhelm Funkel und Huub Stevens. Der bisherige Rekord liegt bei 40 Punkten, erreicht von Lienen und Stevens. Sollte der Effzeh unter Anfang die verbliebenen drei Heimspiele allesamt gewinnen, stünden am Ende der Saison 41 Heimpunkte – und ein souveräner Aufstieg in die Bundesliga.

0 Kommentare

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar