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„Bin ein selbstbestimmender Mensch“: Deutet Veh seinen Abschied an?

Armin Veh plant dieser Tage die neue Saison mit dem 1. FC Köln. Der Geschäftsführer Sport hat sich mit dem künftigen Trainer Achim Beierlorzer darüber verständigt, auf welchen Positionen der Kader nachgebessert werden muss. Doch der 58-Jährige denkt über die anstehende Transferperiode hinaus. Denn sein Vertrag läuft nur noch bis 2020.

Köln – Aktuell ist Armin Veh der starke Mann beim 1. FC Köln. Der Interimsvorstand um Stefan Müller-Römer und die beiden scheidenden Vizepräsidenten Toni Schumacher und Markus Ritterbach würde es zwar nie zugeben, ist praktisch aber handlungsunfähig, weil in sich gespalten. Der Gemeinsame Ausschuss scheut die Konfrontation mit der Geschäftsführung, um neben dem Vorstand kein noch größeres Vakuum an der Führungsspitze zu riskieren. Und so können Armin Veh und Alexander Wehrle gerade praktisch schalten und walten, wie es ihnen beliebt. Große Gegenwehr aus den Kontrollgremien haben sie nicht zu erwarten.

Zumindest nicht bis zum 8. September, wenn ein neuer Vorstand gewählt werden wird. Dann dürften Werner Wolf, Jürgen Sieger und Eckhard Sauren das Zepter bei den Geissböcken übernehmen. Bekanntlich sind dann schon die Weichen für die neue Bundesliga-Saison gestellt, der Transfermarkt geschlossen, der Kader zusammengestellt, die Saison drei Spieltage alt, die erste DFB-Pokal-Runde gespielt und der Blick auf einen heißen Herbst gerichtet. Erst dann wird sich das mutmaßlich künftige Präsidium mit strategischen Entscheidungen befassen müssen und können, die eigentlich jetzt anstünden. Eine davon ist die Vertragssituation von Armin Veh.

Vielleicht habe ich die Klarheit schon…

Der Kontrakt mit dem Geschäftsführer Sport läuft bis 2020. Branchenüblich wäre es gewesen, über eine Verlängerung nun nach dem erfolgten Aufstieg zu sprechen, um nicht mit einem Sportchef in die Saison zu gehen, von dem nicht klar ist, ob er über die Saison 2019/20 hinaus überhaupt in Köln bleiben will und wird. Aktuell ist gänzlich offen, ob der künftige Vorstand einen Veh-Verbleib wünscht und anstreben wird oder ob Veh unter dem neuen Vorstand überhaupt bleiben wollen würde.

Für Aufsehen dürften nun Vehs Ausagen im Interview mit dem Express sorgen. Zu seiner persönlichen Zukunft gefragt, antwortete Veh: „Vielleicht habe ich die [Klarheit über die Zukunft] schon, ich bin ein selbstbestimmender Mensch. In der jetzigen Situation, wo feststeht, dass wir einen neuen Vorstand kriegen, ist auch klar, dass wir erst ab September über meine Zukunft sprechen“, sagte der Geschäftsführer. Als Trainer war Veh dafür bekannt, stets nur Ein-Jahres-Verträge abzuschließen und, wie in Stuttgart und Frankfurt geschehen, aus eigenem Antrieb heraus den Klub zu verlassen, wenn er das Gefühl hatte, sich verändern zu wollen. In seiner Rolle als Geschäftsführer betonte er zwar zuletzt, er habe eine andere Verantwortung. Den Wesenszug, sich von nichts abhängig machen zu wollen – und sich damit auch nicht langfristig binden zu wollen -, hat Veh aber behalten.

Zum vom Mitgliederrat nominierten Vorstand hat Veh noch keine Beziehung aufgebaut. Es hat erst ein Gespräch gegeben. „Ich glaube, dass die drei ein gutes Team sind“, sagte Veh diplomatisch. Längst ist aber bekannt, dass sich die Geschäftsführung eigentlich ein Präsidium mit Toni Schumacher und Markus Ritterbach gewünscht hätte. Alexander Wehrle hatte sich in den vergangenen Monaten offen für das Duo eingesetzt und hätte eine Gegenkandidatur begrüßt. Veh hatte sich zurückgehalten. Es ist jedoch ein offenes Geheimnis, dass der Sportchef zumindest stark bezweifelt, mit dem mutmaßlich künftigen Vorstand konstruktiv zusammenarbeiten zu können.

Erklären kann ich gerne alles – diskutieren geht mir aber zu weit

Auch, weil das Vorstandstrio um Werner Wolf mit dem Vorsatz antritt, die Geschäftsführung künftig wieder stärker kontrollieren zu wollen. Veh sagte zwar, er habe „kein Problem damit, transparent zu sein und die Dinge, die ich vorhabe, zu erklären“. Über dieses Erklären hinaus werde er aber nicht gesprächsbereit sein. „Erklären kann ich gerne alles – diskutieren geht mir aber zu weit.“ Ob sich der künftige Vorstand damit zufrieden geben wird, darf bezweifelt werden. Auch deshalb dürfte sich Veh vorsorglich bereits mit dem Gedanken befassen, „selbstbestimmend“ entscheiden zu wollen, ob er überhaupt an Vertragsgesprächen über 2020 hinaus interessiert sein wird.

51 Kommentare
  1. Matthias says:

    Sehr geehrter Herr Merten!
    Was soll das denn schon wieder, müssen Sie die relativ fußballarmezeit überbrücken? nicht anderes kann ich mir den hanebüchenen Unsinn erklären, den sie wieder einmal von sich geben?
    Der Interimsvorstand soll handlungsunfähig sein? Um das zu widerlegen, genügt ein einziger Blick in die Satzung! Glauben Sie denn wirklich, dass müller-römer diese ihm zustehende satzungsgemäße Aufgabe vernachlässigt?
    Und das Armin Veh sagt, er würde gerne erklären, aber nicht diskutieren ist die völlig richtige Auslegung der Aufgaben und Kompetenzen, die einem Geschäftsführer zu stehen! Also weitestgehend business as usual und nicht die herbei geschriebene katastrophale Situation, wie Sie sie anscheinend gerne sehen möchten!
    haben Sie schon mal daran gedacht, dass sie mit manchen ihrer Äußerungen dem Verein Schaden zufügen können?

    • major says:

      Müller-Römer hat schon die eine oder andere Sitzung verpasst, unter anderem die vor der Anfang-Entlassung.

      Und solche Sätze wie „haben Sie schon mal daran gedacht, dass sie mit manchen ihrer Äußerungen dem Verein Schaden zufügen können?“ – was sollen die? Den Journalisten auf Linie bringen? Soll das gar bedrohlich klingen?
      Diese „Schaden“-Keule wird ja zur Zeit bei jeder Gelegenheit geschwungen. Gegenkandidaten schaden, Demokratie schadet, Kritik schadet. Nur die Römer-Truppe, die am 8.9 seinen Vorstand absegnet, schadet niemandem, das sind „lupenreine Demokraten“ und überhaupt sehr nette Typen, die sich nur wehren, wenn der Hertha-Bus vorbei fährt.

  2. mapema says:

    Ganz ruhig, das ist nur eine Zusammenfassung von Vehs Interview aus dem Express. Darin hat er gesagt, dass er nicht mit dem Vorstand diskutieren will, da er sein eigenes Kompetenzteam hat. Was natürlich sein gutes Recht ist. Trotzdem habe ich auch das Gefühl, dass es mit ihm und dem neuen Vorstand nicht passen wird. Der alte hat die beiden Geschäftsführer an der langen Leine gelassen und der neue wird zumindest am Anfang seine Kontrollfunktion ernster nehmen.

    Es ist richtig, dass der jetzige Vorstand momentan keine weitreichende Entscheidungen treffen sollte, z.B. die Vertragsverlängerung mit Veh.

    • major says:

      Müller-Römer hat doch in der ersten „Amtswoche“ der Dumont-Presse erzählt, daß er jetzt den Liga1-Kader plant. Den Link hatte ich hier mal gepostet, kein Bocj, den jedes Mal rauszusuchen. War das eigentlich Jornalismus ? ;)

      Aber die Alternative, bis zur Neuwahl nichts zu machen, hat man ja auch nicht. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung wollten wir..nee…die…ja, wer eigentlich ? nicht. Nee, war wieder der Mitgliederrat, der da nicht wollte, damals noch unter Müller-Römer. Klar, so rückte ER auf. Für die Kohle wäre ich auch dagegen gewesen…

      • mapema says:

        Naja, er „plant“ den Kader in dem er als Mitglied des Vorstandes das Budget freigibt. Er hat auch gesagt, dass die Geschäftsführung die sportlichen Entscheidungen in diesem Rahmen trifft.
        Und eine außerordentliche MV wäre zeitlich zu knapp geworden. Der MR konnte ja nicht ahnen, was der Vorstand für eine Schmierenkomödie abliefert. Auch wenn Sie SMR nicht leiden können, muss man nicht irgendwelche Legenden stricken.

        • major says:

          Von einem Anwalt sollten bessere Formulierungen kommen, es sei denn, er will sich nicht festlegen. In der Rechtssprechung herrscht nämlich eine sehr präzise Sprache. Leider ist das inzwischen ein „Bezahl-Artikel“, deshalb kann ich da nichts mehr rauskopieren.

          Nee, ich mag den Müller-Römer nicht.
          Nicht wegen den Haaren ;), sondern weil der den VerEIN nicht eint, sondern einfach alle Kritiker kaltstellt. Weil der nur eine Minderheit vertritt. Weil der von seiner eigenen Satzung profitiert. Weil der nicht mal für die paar Monate auf die Vorstandsvergütung verzichtet wie sein geschasster Vorgänger Spinner, obwohl er doch „alles für den Verein tut“. Weil er die Revolution angezettelt hat und uns einen Räteverein, in dem jeder mitreden will, ausser der Mitgliedermehrheit, konstruiert hat. Weil seine 50+1-Regel, die er „stark“ nennt, schon bei so vielen Vereinen gescheitert ist. Weil er sich nicht wirklich der Verantwortung stellt, sondern wieder als Heckenschütze im MR verschwindet. Weil er eben diesem „Mitgliederrat“ Sonderrechte in die Satzung geschrieben hat, die das Maß der Mitbestimmung übersteigen und auch nicht mehr durch ein einfaches Mandat der Mitglieder gedeckt sind. Weil auch er, nachdem er gut mit dem Zug der Demokratie gefahren ist, jetzt demokratische Grundregeln, nämlich die Auswahl bei einer Wahl, als „Unruhe“ abtut.

          Das sind Fakten, keine Legenden. Legenden kann man nur durch offene Kommunikation entgegen wirken und sowohl Mitgliederrat als auch Müller-Römer sind Klüngler, keine transparent arbeitenden Mandatsträger. Ein Beispiel für eine Legende ist die Email-Affäre von Müller-Römer, der aufgeklärt wurde. Die Fakten sind bekannt. Dann die Spinner-Affäre, die merkwürdige Abgang von Max Vollmar und Nils Schmadtke, die Spitzel-Affäre von Veh und Anfang…bei allem nur Schweigen „unserer Gremien“ und Mandatsträger.
          Wir wollen nur Erklärungen und Meinungen. Die Legenden werden von denen gefördert, weil sie uns keine geben. Das kann man auch „Ruhe“ nennen. Dass das nicht funktioniert, haben wir ja gesehen.

          • major says:

            Zur Email-Affäre ein Verschreiber: „die NIE aufgeklärt wurde“.

            Die wäre übrigens durchaus aufklärbar gewesen..die Systeme protokollieren so ziemlich alles. Aber der Wille fehlte. Warum wohl ? Naja..Legende :)

          • mapema says:

            Früher war es der Verwaltungsrat, heute der Mitgliederrat. Der Verwaltungsrat wurde vom Vorstand vorgeschlagen und von den Mitgliedern abgenickt. Für den MR kann sich jedes Mitglied aufstellen lassen (Sie übrigens auch) und diese werden dann von den Mitgliedern gewählt. Beide haben das Vorschlagsrecht (!) für den neuen Vorstand. Der Vorschlag vom MR muss aber noch von den anderen Gremien abgesegnet werden. Und sie dürfen nur 1 (!) Team vorschlagen. Dafür wurde der Passus mit in die Satzung aufgenommen, dass andere Teams sich selber aufstellen dürfen. Und die Hürde hat der damalige Vorstand, d.h. auch Schumacher und Ritterbach, festgelegt. (nicht der MR)
            Also welches System ist jetzt besser? Das frühere oder jetzige? Wenn Sie eine Änderung haben wollen, dann können Sie diese einreichen. Und dafür hat auch der MR im Vorfeld gekämpft, dass dieses einfacher für ein einzelnes Mitglied möglich ist.

            Die Mitgliedermehrheit hat für die neue Satzung gestimmt, ansonsten wäre diese nicht geändert worden. Wenn aber ein Großteil lieber Zuhause bleibt und nicht wählen wollten, kann der MR doch nichts dafür.

            Die Legenden, die Sie am Ende aufgezählt haben, spricht nicht gerade für einen integer Vorstand und Geschäftsführung. Aber Sie haben Recht, ich wünsche mir das besonders der Aufsichtsrat sich mehr und strenger einschreitet. Hoffentlich wird es ab September besser.

  3. Ulrich Treimer says:

    Für die schreibende Zunft beginnt eine schwierige Zeit. Also müssen Krisen und Brandherde her, zur Not werden sie erfunden.
    Es ist doch für den Zeitraum bis zum 31. August scheißegal, ob Armin Veh seinen Vertag im Sommer 2020 verlängert oder nicht. Alle Beteiligten arbeiten doch am Kader für die nächste Saison.
    Der Verein ist doch zur Zeit voll ha

  4. Jose Mourinho says:

    Ich glaube Herr Merten sieht vieles ganz richtig. Der alte Vorstand hat Veh geholt. Die GF stärkte im Gegenzug diesem den Rücken. Ein neuer Vorstand wird die GF sicher anders kontrollieren und Veh hat sich in seiner Vergangenheit auch des Öfteren die Biege gemacht. Wenn er selbst sagt, vielleicht habe er schon Klarheit über seine Zukunft gleichzeitig aber der neue Vorstand nicht mit ihm gesprochen haben kann (da ja auch niemand sicher sein kann abgeni… äh gewählt zu werden – muhaha) kann diese Klarheit ja nur der fehlende Verlängerungswille sein. Ich wünsche es mir aber zugegeben auch…

    • Boom77 says:

      Könnte gut sein, dass er schon entschieden hat, nicht länger als 2020 zu bleiben… Wäre jetzt auch kein Weltuntergang. Befristete Verträge haben es nunmal an sich, dass sie irgendwann auslaufen, selbst wenn sie von beiden Seiten komplett erfüllt werden… Wichtig wäre in diesem Fall, dass die Geschäfte geordnet und professionell an einen Nachfolger übergeben werden. Wenn dem so wäre, wäre alles in Ordnung… nur eins darf icht passieren, dass er sich unangekündigt auf einmal aus dem Staub macht. Nicht, weil ich ihn als Geschäftsführer so toll finde, sondern weil sonst ein guter und geordneter Übergang nicht gewährleistet ist. Sprich, selbst wenn Veh vorzeitig aufhören will, muss dies geordnet laufen, ein Nachfolger schon bereit stehen und der Übergang reibungslos erfolgen und die Geschäfte ordentlich übergeben werden.

  5. Bockerer says:

    Vielleicht hat der Herr Merten recht, vielleicht aber auch nicht. Das sind mir zu viele Mutmaßungen, wie oft mit einem tendenziell negativen Unterton und viel Skepsis. Herr Veh, der Unberechenbare, huuh….
    Der Verein ist im Umbruch, so viel ist klar, aber jetzt geht es zuallererst darum, eine bundesligataugliche Truppe aufzustellen und das ist die verdammte Pflicht von AV. Und ich gehe davon aus, dass er mit seinen Helfern und dem Trainer die nötige Kompetenz dafür hat!
    Stimmungsmache ist dagegen nur kontraproduktiv und hilft nur dem Journalisten, sein täglich Süppchen zu kochen.

  6. Matthias says:

    Die Kontrolle der Geschäftsführung durch den Vorstand besteht darin, sich von der Geschäftsführung berichten zu lassen. Eingriffe in das Tagesgeschehen gehören nicht dazu. Der Vorstand gibt einen Finanz- und handlungsrahmen vor und kontrolliert eben, ob die Geschäftsführung sich in diesem Rahmen bewegt. Das ist das, was Armin Veh meint, wenn er sagt, er wolle erklären, aber nicht diskutieren! Ist der Vorstand oft genug nicht mit den Erklärungen zufrieden, kann er sich vom Geschäftsführer trennen, aber auf keinen Fall sagen, verpflichte diesen oder jenen Spieler, oder verpflichte ihn eben nicht!
    so ist nun einmal die Aufgabenteilung im deutschen Unternehmensrecht. Mit diesem über mir schwebenden Beil habe ich 25 Jahre als Geschäftsführer leben müssen.
    abschließend will ich noch einmal darauf hinweisen, dass der jetzt amtierende Vorstand mit Sicherheit alle notwendigen Entscheidungen treffen wird. ich will aber auch nicht verhehlen, dass ich froh bin, wenn die Müller-Römer-Zeit wieder vorüber ist, da ich in Sachen FC vor einigen Jahren einen äußerst unerquicklichen Schriftwechsel mit ihm hatte, wo ich kurz davor stand, ihn wegen persönlicher Beleidigungen zu belangen.

  7. Karl Heinz Lenz says:

    Zur Arbeit von Armin Veh möchte ich mir kein wirkliches Urteil erlauben, weil ich die Dinge – wie wohl die meisten hier in unserem Forum – nur als Beobacher wahrnehme und selbst wenn ich mehr wüsste, auch nicht wirklich bewerten könnte, da mir als einfacher Fan in vielen Dingen auch die Sachkenntnis fehlt.

    Was ich allerdings wahrnehme ist, dass Armin Veh von seinem ersten Tag in Köln auf wenig Gegenliebe stieß. Das mag zum Teil daran liegen, dass er von seiner Art her nicht der typische Rheinländer ist. Viele von uns scheinen ihn einfach nicht leiden zu können – zo drüsch, de Mann. Es kann aber sein, dass die Personalie Armin Veh nur ein Spielball in dem Machtkampf ist, der zwischen den Gruppen tobte oder tobt, die sich im FC gegenseitig bekämpfen. Es ist doch ziemlich deutlich, dass die Herren, die im Mitgliederrat das Sagen haben, es von Anfang an darauf anlegten, zusammen mit dem alten Vorstand eben auch Armin Veh loszuwerden. Dass der Mitgliederrat und Wolf & Co. ein „Kompetenzteam Sport“ installieren wollen, unterstützt doch diese Vermutung. Das kann Armin Veh nur als Misstrauensvotum gegen sich und gegen seine Mitarbeiter verstehen. Und ein solches Misstrauensvotum soll es ja wohl auch sein.

    Dass Veh das begriffen hat, zeigt ja auch die Art und Weise, wie er sich auf der Pressekonferenz präsentierte, auf der unser neuer Trainer Beierlorzer vorgestellt wurde. So zurückgenommen und entrückt, wie Veh dort dasaß, machte er auf mich den Eindruck wie jemand, der weiß, dass er nicht mehr lange da sein wird, weil die neue Bosse den Daumen schon gesenkt haben.

    Ich könnte mir gut vorstellen, dass solch ein Artikel von Marc Merten nicht zufällig im Geissblog steht, sozusagen zur Füllung des Sommerlochs. Wer ähnliche Artikel des Geissblog in den letzten Wochen aufmerksam liest, kann erkennen, dass Marc Merten und seine Mitarbeiter die heranbrechende „neue Zeit“ unter dem Mitgliederrat und unter Wolf & Co. journalistisch freundlich unterstützen. Im aktuellen Artikel hebt Marc Merten offenbar auf das Thema „Kontrolle des Geschäftsführers Sport“ durch den neuen Vorstand ab. Kann man sich denn wirklich vorstellen, dass diese drei Männer, die mit dem Fußball gar nichts zu tun haben, Fragen des Sport beurteilen können? „Ja, die haben dann ja noch das Kompetenzteam Sport!“. Meine Sorge: Viele Köche verderben den Brei. Siehe den ehemals stolzen Klub an der Elbe.

    Natürlich hoffe ich sehr, dass ich mich irre und der neue Vorstand den FC kompetent und sachlich führen wird. Und den Leuten, die etwas von Fußball verstehen, den Rücken stärkt, anstatt sie vom Acker zu jagen.

    • Gerd Mrosk says:

      Hast doch gehört Karl-Heinz.Sie massen sich an alleine dadurch,das man die richtigen Fragen auf Augenhöhe stellt,auf eine Stufe mit denen stehen zu können ,die in der Fussball Praxis UND in der Theorie das grosse Einmaleins gelernt haben.

    • major says:

      Ja, Karl-Heinz, Du fasst die zukünftigen Grundprobleme des nächsten Vorstands gut zusammen. Bei Fragen zur sportlichen Wirksamkeit dieser und jeder Maßnahme müssen sie immer jemand anderes fragen. Da kann dann auch „jemand anderes“ Vorstand werden.

      Ganz schwaches Setting, wird uns aber als der „große Wurf“ verkauft.

  8. Matthias says:

    Ich habe gerade gelesen, dass Veh ein Kompetenzteam beim Vorstand für nicht erforderlich hält, weil es mit ihm und dem gesamten Team der sportlich Verantwortlichen genug Kompetenz gebe. Dem stimme ich zu 100% zu. wenn die im kompetenzteam mir vom fußballgeschäft verstehen, als die sportlich Verantwortlichen, dann sollen sie doch den Job machen! warum dann noch viel Geld rauswerfen für Leute die angeblich nicht genug vom Fußball verstehen. Nebulös bleibt doch auch, wobei denn das Kompetenzteam beraten soll? das würde doch nur Sinn machen, wenn der Vorstand sich in das tagesgeschäft einmischen würde, wobei genau das im deutschen Gesellschaftsrecht ausgeschlossen ist!
    und außerdem gibt es den uralten Spruch „viele Köche verderben den Brei“! Ich kenne keinen großen und dazu auch noch erfolgreichen Club, der so geführt wird, wie sich das einige Herren im Verein vorstellen. Das Problem heißt für mich nicht Armin Veh!!!

    • Gerd Mrosk says:

      Das Kompetenzteam soll ja 1. für ne nicht bezifferte Aufwandsentschädigung stehen und zudem nur mit 1 bis 1,5 Spionen.Die checkt der Armin locker weg.Aber im Ernst,ich weiss nicht was der Aufmacher soll.Einerseits kann ich Karl-Heinz bis zu einem gewissen Punkt folgen,andererseits muss ich aber der Realität ins Auge sehen ,wie es boom 77 macht.Der Veh weiss natürlich schon ,warum er in seinem Tun und Handeln nur kurze Verträge abschliesst.Dieses wiederum finde ich eher beachtenswert,denn ein Abzocker ist er somit gewiss nicht.

    • Ali Perez says:

      Der alte Vorstand hat sich doch auch ins Tagesgeschäft eingemischt und z. B. die Entlassung PS durch JS verhindert. Und das Kompetenzteam bestand beim alten Vorstand aus TS, der ja wohl auch bei Neuverpflichtungen seinen Senf dazugeben durfte. Also eigentlich nichts neues.

      Dieses Verhalten ist nur nicht das, was man uns vor der Wahl versprochen hatte; nämlich sich nicht in das Tagesgeschehen einzumischen. Natürlich kann man einem GF-Sport einen Rahmen stecken, in dem er sich bewegen kann. Aber das war es dann auch; sonst kann man es ja gleich selber machen.

      Ich kann mir übrigens sehr gut vorstellen, dass AV nicht vor hat, seinen Vertrag zu verlängern. Und zwar ganz unabhängig vor der Tatsache, dass im September ein neues Präsidium abgenickt wird. Die Ablehnung seiner Person durch die Medien war vom ersten Tag spürbar. Ich würde mir den S c h e i s s nicht weiter antun. Ihr müsst euch mal die Mühe machen und euch die Heimmedien von anderen Vereinen mal reinziehen. Dieses unloyale Bildzeitungsniveau wird nicht überall kopiert. Ich habe nichts gegen kritischen Journalismus, aber diese Gier nach Zwietracht in Köln ist schon einzigartig. Da kommt der HSV nicht dran. Und leider sind viele Effzeh-Fans nicht bereit, ihr Gehirn zu benutzen.

      Und jetzt mal was zum Text vom Merten: Ich zitiere: “ Es ist jedoch ein offenes Geheimnis, dass der Sportchef zumindest stark bezweifelt, mit dem mutmaßlich künftigen Vorstand konstruktiv zusammenarbeiten zu können.“ Aha… Ist das jetzt ein Fakt? Oder doch nur Spekulation des Herrn Merten? Wir können das nicht kontrollieren!!! Das ist kein Journalismus!!! Das ist Kacke!!!

      • major says:

        Journalisten wissen viel mehr als sie schreiben dürfen, Ali.

        Würde Herr Merten mal alles raushauen, was er so mitkriegt, dann wäre das ein Skandal, aber eben auch sein letzter.

        Ausserdem stellt Herr Merten einige Sachen in den Konjunktiv und mischt es mit Spekulationen und Fragen.

        Man muss schon lesen können, NIRGENDWO kriegt man heute noch „amtliche Meldungen“, die faktenbasiert sind. Überall mischt Meinung mit, bei Stil, Formulierung und sogar bei der Themenauswahl.Das „Geissbockecho“ hat sich nicht einmal wirklich mit den Problemen im Verein beschäftigt – gibt es sie deswegen nicht?
        Wir sind vielleicht in einer Zeit aufgewachsen, als die „Tagesschau“ die relativ trockene Wahrheit berichtete, aber auch da muss man drei Mal hinschauen. Ich nehme jedenfalls inzwischen jede Meldung als Meinung, nicht als Fakt und das gilt auch für das Geissblog.

      • Gerd Mrosk says:

        Doch Ali,Journalismus ist auch Kacke.Entweder tut man sich das zu eigen ,oder man lässt es nicht an sich ran .Ich lasse die Meinungen zu den Themen hier weit mehr an mich ran ,als den Artikel.Mal Hand aufs Herz,nach dem 8. Kommi hats meist nichts mehr mit dem Artikel gemein,was hier geschrieben wird.Das was rundum meinen/unseren Verein passiert les ich auch im Kicker oder im Exzess,aber ich hör mir halt gerne andere Meinungen an,auch wenn sie genauso von Laien,was das Tagesgeschäft betrifft kommen,wie ich eben auch nur einer mehr oder weniger von bin.

  9. Gerd Mrosk says:

    Und mal was für die,(leider auch für dich Karl-Heinz),die dem Geissblog,vornehmlich Marc L.Merten,(ist das L. eigentlich wichtig) Stimmungsmache oder parteiergreifende Berichtersterstattung oder das Verfassen dahingehender Artikel vorwerfen und vorhalten…..ist das nicht Journalismus? Uns kann doch keiner hier zwingen sich anzumelden und unsererseits abzuledern ,je nach Gusto.Also sollten wir auch den Sinn für die Realität im Fokus behalten.

    • major says:

      Die Kritikerjagd im Verein hat doch längst begonnen, denn wenn man die Leute nicht überzeugen kann, sollen die wenigstens die Fresse halten ;)

      Vielleicht winkt demnächst jemand mit der Akkreditierung und der Herr Merten muss seine Meinung „anpassen“ ;)

  10. major says:

    Nicht, daß ich Amir Veh eine Träne nachweine, aber in diesem Laden will doch niemand mehr arbeiten, von Leuten mit Format kann man nur träumen. Beim Vereinsgefühl ist man längst im Schrebergartensegment angekommen, während die vereinskontrollierte KGaA mal wieder eher zufällig aufgestiegen ist.
    Diese „Ruhe“, die einem jetzt versprochen wird, ist lediglich das Ausschalten der Kritik, die geballte Faust in der Tasche wird es nicht verhindern. „Eure“ Kandidaten mit dem Charisma von Eurkirchener Sparkassendirektoren BEGEISTERN nämlich niemanden, nicht mal ihre Wähler. Die wählen die als geringstes Übel, während der Verein eigentlich Zuversicht braucht.

    Veh ist auch kein Mann der Zuversicht, eher ein Sachwalter des Stillstands, vor allem ganz von seiner Meinung überzeugt.Auch der bringt den Verein mittelfristig nicht voran, deshalb: Tschüss, Armin !

    • Gerd Mrosk says:

      Naja,was sicher ist ist,das Veh mit seiner Art und Weise weder Aufbruchsstimmung schaffen will noch Interesse daran hat.Um es moderat auszudrücken würde ich sagen ,das er sich ausprobiert.Weder wird er bestreiten ein Teamplayer zu sein ,noch kompromissbereit im Sinne des Vereins.Ja,es wäre schön wenn gänzlich alle Geschicke fliessend in andere Hände mit anders denkenden Köpfen weitergereicht würden…nur welcher Illusionist kann daran wirklich glauben?Alles geht nur Schritt für Schritt,das ist die Wahrheit.Aber die Wahrheit ist auch ,das ein falscher Schritt mindestens zwei in die richtige Richtung nach sich ziehen würde

      • major says:

        Ich weiß nicht, Gerd. Als der Karren unter Overath so richtig im Dreck steckte, da wurden uns schon mal DIE Lösungen verkauft, an denen wir jetzt wieder laborieren.
        Dieser Mitgliederrat war eine tolle Idee, aber auf kölsche Art wurde sie wieder maximal verklüngelt und so zum Bumerang.
        Die Nachrücklösung von Müller-Römer – erschreckend. Das hätte jemand aus dem gemeinsamen Ausschuß machen müssen, nicht aus dem einseitigen MR.

        Überhaupt – die Anzahl der Gremien, weil niemand als Macher genug Eier hat, den Laden zu begeistern und mitzureissen. So kann man alles von einer Ecke in die andere schieben, Schuld war man es nie selbst und überhaupt, alles „Amateure“. Womit Veh ja auch noch Recht hat, aber niemand ändert es, sondern schickt drei neue Amateure in den Ring, deren wichtigste Kernkompetenz vor allem im Rückhalt des Mitgliederrates liegt. Das kann sich aber schnell ändern, wie der Lußem vom „Kicker“ so richtig schreibt und ob die drei dann noch sechs stahlharte Cojones haben oder eher so Rentnernüsse, das werden wir sehen – also ich dann nur noch von außen, weil ich mit dem e.V. dann nichts mehr zu tun habe. Diese Vereinsmeierei des eV geht mir nämlich mächtig auf die Nerven. Ich will erstklassigen Fußball, kein Klein-Klein eines Schrebergartenvereins und an Karten komme ich auch ohne Mitgliedschaft.

        • Gerd Mrosk says:

          Ich weiss auch das das mehr Wunschdenken ist,aber es geht nur mal so.Vllt wollte ich auch einigen hier nur mal noch mal aufzeigen wie weit wir davon weg sind das es Jahr für Jahr aufwärts geht…ohne das andere Klubs uns unter die Arme greifen mit ner Nichtleistung.Ist doch klar das der Fisch am Kopf stinkt,aber wenn nur ein Fisch da ist wirds kompliziert

          • major says:

            Man hat wieder eine Chance vertan und nur halbgare Lösungen und Zaudern gezeigt. Man greift bei Spielerverpflichtungen, bei Trainern (auch, wenn ich da mal optimistisch bin), bei Sportdirektoren (GFS ist eine furchtbare Bezeichnung) und bei Vorstandskandidaten weit nach unten ins Regal. Dieser Verein verliert seinen Charakter, er hat kein Selbstvertrauen und kein tiefe Zuversicht mehr, nur noch Durchhalteparolen und den Wunsch nach „Ruhe“.
            Wer Ruhe will, ist beim Fußball im falschen Geschäft.

            Das geht nicht nur so, Gerd. Wenn es Zuversicht gäbe, würde man eine Mehrheit mitreissen und nicht so einen merkwürdigen Aufstieg ohne Stimmung hinlegen. Ich war auf dem Rasen. Die „Freude“ war ein Mob, der alles klaute, was nicht niet- und nagelfest war. Die orange Leine wurde nicht zur Sicherheit der Spieler gezogen, sondern damit die „Radkappe“ nicht auch noch weg kommt. Auch da war wieder ein Abstand zwischen Fans und Mannschaft/Funktionären. Ihr da, wir hier.

            Die Gräben im Verein werden tiefer werden, denn weder Müller-Römer, noch der Mitgliederrat vereinen den Verein. Die „Wahlmehrheiten“ sind nicht mal 10% der Mitglieder des Vereins, wenn es Hoodies gibt – wenn es nichts abzugreifen gibt, sogar nur 5%. Die restlichen 95% haben doch längst ihre „Ruhe“ im Verein, weil nichts damit zu tun. Die haben ein SKY-Abo, sitzen mit pervers großen Fernsehern irgendwo in Sinnersdorf auf dem ehemaligen Rübenacker und freuen sich über den Surround-Sound.

            Deshalb glaube ich nicht, daß „es nur so geht“. Es geht nur so weiter bergab.

  11. Lexi says:

    Der Geschäftsführer Sport soll die Verantwortung für den sportlichen Erfolg oder Misserfolg tragen aber muss sich gleichzeitig von verschiedenen Seiten rein reden lassen. Er hatte doch recht, als der den Mitgliederrat als Amateure bezeichnete! Das muss man nicht mal als bösen Kommentar werten.

    Der Mitgliederrat ist es aber der nun der die gesamte Zukunft des Vereins entscheidet.
    Einen Vorstand schlägt er vor, einen sportliches Kompetenzteam wird ins leben gerufen um den sportlichen Geschäftsführer zu kontrollieren. Das nimmt allmählich Strukturen an, wie sie der HSV hat!

    Ich erwarte vom Vorstand vor allem Wirtschaftskompetenz und gute Personalpolitik bei den Geschäftsführern. Vernünftige Vertragsstrukturen die den Verein am Ende nicht finanziell benachteiligen. Zur Not müssen diese bei den Geschäftsführern eingreifen. Der Vorstand stellt die Rahmenbedingungen.

    Die Geschäftsführer müssen Ihre Ressorts eigenständig leiten dürfen. benötigen diese zusätzliche Expertise, auch gut. Aber ich würde mir auch nicht reinreden lassen wollen. Veh hat doch recht, das er gerne erklärt aber eben nicht diskutiert. Wenn andere es besser wissen, bräuchte man ihn nicht.

    Der Mitgliederrat ist sicherlich grundsätzliche eine gute Idee gewesen. Nur wird der Mitgliederrat von einigen als Kontrollorgan für den Vorstand verstanden. Beratende Funktion wäre sicher sinnvoller.
    Man kann kein Unternehmen dauerhaft erfolgreich mit Demokratie betreiben! Demokratie ist immer auch an Kompromissen gebunden.
    Für den Erfolg des Vereins dürfen aber eigentlich keine Kompromisse eingegangen werden!

    Wir brauchen einen starken Vorstand, der das handeln selbst in die Hand nimmt, richtige Personalentscheidungen trifft, die Rahmenbedingungen schafft und auch gegen Wiederstände nicht sofort einknickt! Wenn der Vorstand es alles recht machen will, kann das nicht zum Erfolg des Vereins führen!

  12. J B says:

    Ich finde das der Artikel zuviel ins Blaue spekuliert um das Prädikat „guter Journalismus“ zu tragen.
    Angefangen von der Überschrift bis zur unsäglichen Zeile „Es ist jedoch ein offenes Geheimnis, dass der Sportchef zumindest stark bezweifelt, mit dem mutmaßlich künftigen Vorstand konstruktiv zusammenarbeiten zu können.“ Wo doch zwei Absätze weiter oben noch „Aktuell ist gänzlich offen, ob der künftige Vorstand einen Veh-Verbleib wünscht und anstreben wird oder ob Veh unter dem neuen Vorstand überhaupt bleiben wollen würde.“ steht.

    Die Aussagen des voraussichtlich neuen Vorstandes sehe ich auch eher als politischen Wahlkampf:
    „Die GF wieder stärker kontrollieren“ = Soetwas wie das Ende von Schmadtke und Stöger soll sich nicht wiederholen.
    „Einsetzen eines Kompetenzteams Sport“ = Die im Vorstandsteam fehlende sportliche Kompetenz soll durch externe Berater aufgefangen werden. So als Wahlargument, sollte es zu einer „Kampf“-Kandidatur des alten Vorstandes kommen. (war ja zu Beginn nicht auszuschließen)

    „Es hat erst ein Gespräch gegeben“ Die wissen selber noch nicht mal ob sie miteinander klar kommen. Herr Merten scheint es aber schon zu wissen.

    • major says:

      Schon die Aussage, es hätte erst ein Gespräch gegeben – wenn jemand richtig für was brennt, es richtig machen will, Energie reinsteckt, dann sitzt man doch bis spät nachts beim Bier zusammen und plant, bespricht, diskutiert, hat Ideen…..LEIDENSCHAFT.

      Aber dazu ist hier keiner mehr in der Lage. Es gab nur ein Gespräch. Wow.

      Dieser künftige Vorstand hat nicht die nötige Kraft oder Energie, keine Ideen, keinen Drive. Das sind Verwalter des Status quo. Zwei Rentner und ein Sauren, der neben seinen Fondsgeschäften seinen Rennstall, die Rennbahn und den FC managen soll. Würde er als Fondsmanager diese Nachricht von einem anderen Finanzjongleuer lesen, würde er schnell dessen Fonds abstossen (der geneigte Leser mag sich zur Einstellung von Herrn Sauren mal selbst in der einschlägigen Finanzpresse schlau machen).

      Aber niemand fragt offensichtliche Fragen, auch Herr Merten nicht.

      „Herr Wolf, welche betriebswirtschaftliche Tätigkeit haben Sie und aufgrund welcher Qualifikation ausgeübt?“
      „Herr Sieger, sie reden von der Superleague – welche sportliche Vision haben Sie, damit das überhaupt ein Thema für den FC wird und wie wollen Sie das erreichen ?“
      „Herr Sauren, machen Sie den FC dann hauptberuflich oder nebenbei ?“

      Denn auch DAS ist Legendenbildung: die Wirtschaftskompetenz von Nicht-Betriebs- oder -Volkswirtschaftlern, die sportliche Kompetenz von Anwälten und der volle Einsatz von Nebenberuflern mit einem halben Dutzend anderer Jobs.

      • mapema says:

        Aber für mich soll der Vorstand eigentlich so sein. Ruhig im Hintergrund arbeiten. Das richtige Personal für die Geschäftsführung aussuchen und diese sollen sich mit den richtigen Mitarbeiter umgeben. Die Versionen, die Leidenschaft sollen von dort kommen. Schauen Sie sich Frankfurt an. Ja der Präsident hält flammende Reden, aber der Bobic hat sich ein gutes Team aufgebaut, mit Hübner und Manga. Oder in Gladbach. Der Königs ist jetzt auch ruhig, weil der Eberl es gut macht. Aber dem Veh traue ich es nicht mehr zu. Er ist schon 1,5 Jahre hier und hat nicht mal ein gutes scouting etabliert. Sein „Sportdirektor“ ist mehr sein Sekretär als ein Planer. Und ein Chefscout sucht man vergeblich. Hat auch zu lange gedauert, bis er den Schmid geholt hat. Mal schauen wer aus seinen ehemaligen Spielern, Co-Trainer oder RB Angestellten diesen Job bekommt…

        • J B says:

          „flammende Reden“ yo das passt :D
          Sehe die Rolle des Vorstandes genauso wie sie. Und die nicht allzu ferne Vergangenheit hat ja gezeigt wie gut es auch beim effzeh laufen kann wenn der Vorstand die richtigen Mitarbeiter arbeiten lässt (Schmöger). Er sollte halt nur nicht erfolgstrunken seine Aufsichtspflicht vernachlässigen.
          Armin Veh hat nächste Saison noch Zeit seine Kritiker zu überzeugen. Soviel Zeit sollte man ihm noch geben, jetzt wo der Trainer zu 100% seine Wahl gewesen ist.

        • major says:

          Sie bringen da ein gutes Beispiel mit Aehlig. Der wurde wegen seines angeblichen Fachverstandes aus Leipzig geholt und nun biegt er dem Veh die Büroklammern.

          Mir wird einfach zu viel delegiert, weil man selbst keine Verantwortung übernehmen will oder keine Ahnung hat. Für jeden Aspekt muss man Arbeitskreise gründen oder Sachverstand „zukaufen“.

          Der Veh hat keinen Bock auf Papierkram, also wird ein Sportfachmann zum Briefmarkenlecken abgestellt.

          Der zukünftige Vorstand hat keine Ahnung von Fußball, also wird ein Beratergremium besetzt, daß nur zufällig durch das GBK entdeckt wurde.
          Dafür rühmt man die als „Wirtschaftsbosse“ – hat aber den Wehrle schon auf dem Posten und die Buchprüfung ist auch ausgelagert.

          Die „Prominenz“ will auch mitspielen, also gibt es zum Bauchpinseln einen Beirat mit „Machern“ wie Martin Schulz oder dem Bosbach, der nie ein Amt mit Verantwortung inne hatte.

          Die Mitglieder nerven, also wird ein Mitgliederrat installiert ;)

          In der Politiktheorie ist das die Strategie einer schwachen Führung, die zur Vermeidung von Zentrifugalkräften jede Menge Leute mit unnötigen Pöstchen und Ehrenämtern versieht, damit diese „ruhig“ und dem „Herrscher“ verbunden sind.

      • J B says:

        Leidenschaft will ich unserem voraussichtlich neuen Vorstand garnicht absprechen. Denke schon dass die drei häufiger die Köpfe zusammengesteckt haben, auf einer Wellenlänge liegen und dieselben, hoffentlich gesunden, Visionen haben (nicht so krank wie ein Herr Kind oder ein Herr Dietrich).

        • major says:

          Kind, Mateschitz, Hoeneß, Kühne… die wollen alle nur irgendwann ihre Investitionen mit Gewinn zurück und man soll sie verehren. Gibt es beides nicht, sind sie beleidigt und spielen nicht mehr mit. Die normale Reaktion des Narzissten. Das hat auch nichts mit Leidenschaft zu tun, sondern mit Ego-Problemen.

          Von Visionen sehe ich bei den Kandidaten nichts. Kein Stadion (das am selben Platz sowieso nur die Stadt Köln über die Sportstätten GmbH hätte bauen können), ein zweifelhafter Ausbau des GBH (wird ohne kölschen Klüngel gegen die Grüngürtel-Bürger ein ambitioniertes Projekt) und Spekulationen über eine „Superleague“, in der der FC sicher keine Rolle spielen wird. Wie man den FC auf Dauer in der 1. Liga halten will, welche Strukturen optimiert werden müssen, wie die zu vielen mitbreienden Köche begrenzt werden sollen – nur Wischi-Waschi.

          Leidenschaft sieht für mich jedenfalls um einiges ..ähm…leidenschaftlicher aus. Es klingt fast alles seriös, ja, aber zwischen „seriös“ und „leidenschaftlich“ liegen für mich mehrere Sonnensysteme. Die drei alten Herren BEGEISTERN mich nicht, sie verbreiten nicht die Kraft eines Aufbruchs, eines Neuanfangs.
          Das ist alles Modell „Finanzamt Euskirchen“, aber kein Bundesligaverein. Aber nachdem wir jetzt genug untragbare Sportler hatten, versuchen wir es mal mit dem Modell Bausparkasse? Kann man machen. Ich bin da aber eben der Meinung von Frank Lußem aus dem „Kicker“. In Köln meint man ja immer, etwas besser zu können – bis man wieder auf die Fresse fällt.

          • mapema says:

            Und das ist schlecht? Seriöses arbeiten? oder lieber Visionen wie der Stuttgarter „kurzfristig Jahren die Nummer 3 in Deutschland sein“. Visionen wie unter Meier und Daum und Overath? Oder als vor der Abstiegssaison mehr über ein neues Stadion, Trainingsgelände und China diskutiert worden ist als sich auf die momentane sportliche Entwicklung zu konzentrieren?

            Nicht falsch verstehen. Ich bin ganz bei Ihnen mit Ambitionen. Aber diese bitte in einem vernünftigen Rahmen. Und dieser ist halt ein seriöser Vorstand, der alle unter Kontrolle hat. Der GF Sport soll die realistischen Visionen entwickeln und leidenschaftlich zusammen mit dem Trainerteam umsetzen.

            Da Sie sich immer noch wegen des Hintergrunds der drei Herren beklagen. Der MR wollte gerne sportliche Kompetenz haben, aber aus verschiedene Gründen nicht bekommen. Entweder überzogene Vergütungsansprüche, fehlendes Wissen/Kompetenz oder nicht kurzfristig verfügbar.

          • major says:

            „der alle unter Kontrolle hat.“

            Ich denke mal, Sie meinen „alles unter Kontrolle hat“, oder ?
            Ob dieser Vorstand alles unter Kontrolle hat, wird sich zeigen. Die Heckenschützen sind ja nicht weg, die Baustellen nicht abgearbeitet, die Maulwürfe nicht gefunden.

            Die Aussage „Der MR wollte gerne sportliche Kompetenz haben, aber aus verschiedenen Gründen nicht bekommen“ ist eine starke Aussage, wenn sie denn stimmt.
            Das würde ja zwei Dinge bedeuten: erstens war die Aussage der PK, daß man gar keinen Fußballsachverstand wollte, weil ja 80% der Tätigkeit nichts mit Fußball zu tun habe (woher auch immer diese Zahl so plötzlich kommt…) und zweitens hat der MR damit nur zweite oder dritte Wahl präsentiert, weil alle anderen zu teuer, zu ungeeignet oder zu beschäftigt waren. Das ist dann allerdings eher ein Trauerspiel, würde aber erklären, warum selbst die zwei Ahnungslosen keinen Dritten finden konnten und hingeschmissen haben.

            Mächtig traurig, weil man dann als „Arbeitgeber“ keinen guten Ruf hat, keine Strahlkraftt, und der „Koloss“ eher bedrohlich ist. Da liegt man wohl ganz unten im Regal. Logisch, wenn man damit nicht hausieren geht, so als MR…

          • major says:

            Aber, ich vergass:

            Ich bin nicht grundsätzlich gegen die Kandidaten, ich halte sie für einen schmerzhaften Kompromiss, im Vergleich zum ebenfalls gehandelten Bosbach. Vor allem einer stößt mir sauren auf, weil der einfach nur ein gewissenloser Banker ist, der seine Oma verkaufen und dann nicht liefern würde :D
            Diese Verbindungen innerhalb des Vereins sind mir zu Klüngel.

            Ich lehne sie aber vor allem als Gesamtheit ab, weil die Mitglieder bei einer Wahl keine Wahl haben, was auch noch als „Demokratie“ und „Ruhe“ verkauft werden soll. Das geht gar nicht. Kandidaten steht es nicht zu, Gegenkandidaturen als störend zu bezeichnen und einer unbekannten Gegenseite von vornherein zu unterstellen, sie würden Schlammschlachten ausfechten, die dem Verein schaden.
            Ich wäre als Kandidat nicht mal auf das Thema Gegenkandidatur eingegangen – wäre doch nicht mein Problem. Stattdessen die Aussage „Eine Gegenkandidatur wäre für den Verein nicht gut“. Da stelle ich mir von einem Psychologen eine selbstbewusstere Kommunikation vor, wie ein „Mögen die besseren Argumente die meisten Mitglieder überzeugen“.

            Meinungsbildung ist ein Recht der Vereinsmitglieder. Ob die das in Anspruch nehmen oder nicht liegt an jedem einzelnen, aber ich denke, daß die meisten Schlammschlachten nicht honorieren würden. Ein selbstbewusster Verein muss das aushalten können, aber ich glaube, da sind schon einige Egos zerbrochen.

            Ich hätte mir bis zu einem bestimmten Zeitpunkt auch Ritterbach in einem neuen Vorstand gewünscht. Was der sich allerdings dann beim Spinner-Rücktritt geleistet hat, war wahrscheinlich vom bauernschlauen Tünn geschickt eingefädelt.

  13. mapema says:

    Ja ich meinte alles

    Wie das Auswahlverfahren ablief wissen wir nicht. Ich schätze mal wie ein normaler Bewerbungsprozess. Die Kandidaten wurden eingeladen und dann im Gespräch erörtert ob es passt. Anscheinend waren die drei Personen nicht geeignet. Daher finde ich auch nicht, dass man sagen kann, dass die drei finalen Kandidaten nur dritte Wahl sind oder dass keiner sich den FC antun wollte.

    Das mit der Wahl ist so eine Sache. Laut Satzung darf der MR nur ein Team vorschlagen und dieser Vorschlag muss dann durch den Aufsichtsrat abgesegnet werden. Daher der Passus mit den Stimmen sammeln für ein anderes Team., damit es eine Auswahl geben soll, falls jemand nicht mit dem Vorschlag einverstanden ist. Schlimm finde ich das jetzt nicht. Und die Aussagen wegen der nicht gewünschten Kampfabstimmung ist Richtung des alten Vorstandes gerichtet, da diese die Satzung mit ausgearbeitet haben und das es auch deren Meinung war. Wie oben schon beschrieben (28. Mai 2019, 13:50 Uhr um 13:50) war es früher viel schlimmer mit dem Verwaltungsrat. da hatten die Mitglieder wirklich keinerlei Rechte.

    Ich gebe den wahrscheinlichen neuen Vorstand eine Chance und beurteile diese nicht mit ihrem beruflichen Hintergrund. Hauptsache sie führen den FC später gut und solide.

    • major says:

      „Wie das Auswahlverfahren ablief wissen wir nicht.“

      Eben :)

      Mitglieder, die diesen MR gewählt haben, sollten mehr wissen.
      Ich schätze mal, man saß zusammen und irgendwer hat Namen genannt und wer nicht schnell genug auf einem Baum war, war dran :D

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