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„Fatal“: FC kritisiert Magdeburg und eigene Fans


Die Vorkommnisse während des Spiels des 1. FC Köln beim 1. FC Magdeburg werden nicht ohne Folgen bleiben. Beide Teams müssen eine empfindliche Geldstrafe durch den Deutschen Fußball-Bund fürchten. Nun hat sich der FC zu den Geschehnissen am 34. Spieltag geäußert und den FCM genauso kritisiert wie die verantwortlichen Kölner Anhänger. 

Köln/Magdeburg – Es war gerade das 1:1 gefallen, als es auf den Rängen hoch herging. Ein Leuchtkörper aus dem Magdeburger Fanblock war zwischen den FC-Fans in der Gästekurve gelandet. Es begann eine mehrminütige Auseinandersetzung, die von Ordnern sowie Polizei beendet werden musste. Das Spiel war für sechs Minuten unterbrochen worden. Doch es blieb nicht der einzige Vorfall am Sonntag in Magdeburg.

Schon am Abend vor dem Spiel waren Kölner Anhänger in der Innenstadt von Magdeburger Fans bedrängt und beleidigt worden. Während der Partie, berichteten mehrere Fans später via soziale Netzwerke, seien Fans der Heimmannschaft verbal ausfällig geworden und hätten Kölner Zuschauer mit gefüllten Bierbecher beworfen. Teilweise wurden die FC-Fans von Ordnern gebeten, ihre Fan-Devotionalien wie Schals und Trikots abzulegen, um entsprechende Vorfälle zu minimieren.

Es wurden massiv Grenzen überschritten

Der 1. FC Köln nahm am Dienstag zu den Vorfällen Stellung und kritisierte den 1. FC Magdeburg und die Ordner im Stadion. „Insbesondere muss der Magdeburger Ordnerdienst im und vor dem Gästeblock kritisch hinterfragt werden“, hieß es. „Wir haben eine Reihe von Beschwerden und Augenzeugenberichten über das Verhalten einzelner Magdeburger Ordner erhalten, die uns fassungslos machen. So wurden FC-Fans offenbar von Ordnern grundlos brutal angegriffen und in einem Fall auch erheblich verletzt.“ Der FC hat den 1. FC Magdeburg aufgefordert, Stellung zu beziehen und die Vorfälle aufzuarbeiten. Darüber hinaus sei es „fatal“, wenn es im deutschen Fußball nicht möglich sei, „in der Stadt des gastgebenden Vereins in ihren Farben herumzulaufen“.

Im Fokus standen am Sonntag jedoch die Ausschreitungen auf den Rängen. „Unabhängig davon, wer angefangen hat“, kritisierte der FC seine eigenen Fans. Denn bereits vor den Geschehnissen in der zweiten Halbzeit war zum Anpfiff der Partie eine Leuchtrakete aus dem Gästeblock in Richtung Spielfeld abgefeuert worden. „Der 1. FC Köln verurteilt die Vorkommnisse aufs Schärfste“, hieß es in der Mitteilung. „Im Fanblock des 1. FC Köln wurden von einigen FC-Fans massiv Grenzen überschritten. Dass Pyrotechnik niemals die Hand verlassen soll, ist eine Selbstverpflichtung der Ultra-Szenen. Sie wurde am vergangenen Sonntag mehrfach gebrochen. Dies ist inakzeptabel.“ Ob es neben der DFB-Strafe auch weitere Konsequenzen durch den Klub gegen einzelne Fans geben wird, wurde zunächst nicht bekannt.

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