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Pawlak über Schmid: „Manni ist ein patenter Kerl“


Seit sechs Tagen betreuen André Pawlak und Manfred Schmid beim 1. FC Köln gemeinsam die Profimannschaft. Dabei hat Armin Veh nach der Entlassung von Markus Anfang der Mannschaft kein eingespieltes Trainer-Duo an die Seitenlinie gestellt. Trotzdem klappt die Zusammenarbeit zwischen dem ehemaligen U21-Coach und dem Chefscout sehr gut. Unterschiede zur U21 gibt es für den Trainer dennoch. 

Köln – Am Montag um 10 Uhr begann die erste Trainingseinheit nach der kurzen Ära unter Markus Anfang. Dabei leitete erstmals das neu zusammengestellte Interims-Duo André Pawlak und Manfred Schmid die Einheit der Profis am Geißbockheim. Während Pawlak zuvor die U21 gemeinsam mit Kevin McKenna betreute, kehrte Schmid erst im Februar nach Köln zurück. Nach viereinhalb Jahren als Co-Trainer unter Peter Stöger und dem Ende im Dezember 2017, übernahm Schmid beim 1. FC Köln den Posten des Chefscout.

Keine klare Aufteilung zwischen den Trainern

Keine drei Monate nach seiner Rückkehr ans Geißbockheim steht Schmid nun wieder auf dem Trainingsplatz. Gemeinsam mit Pawlak soll der Österreicher die Rückkehr in die Bundesliga in den verbleibenden drei Spielen perfekt machen. Viel Zeit, sich als Trainer-Duo zu finden, bleibt den beiden Fußballlehrern allerdings nicht. Verstanden haben sich der gebürtige Gelsenkirchener und der Österreicher aber auf Anhieb: „Die Zusammenarbeit ist sehr lustig. Manni ist ein patenter Kerl, mit ihm kann man sehr gut zusammenarbeiten“, beschrieb der neue Cheftrainer seinen Kollegen. Schon am Montag geht es für beide mit der Mannschaft gegen Greuther Fürth um den entscheidenden Schritt in Richtung Aufstieg. Daher waren die Abläufe im Training schnell klar: „Manfred ist für den ersten Teil zuständig, der viele Übungen im Bereich des Passspiels beinhaltet. Er hat da sehr viel Erfahrung und kann mir da viel zeigen.“ Die taktischen Aufgaben übernimmt schließlich der frisch gebackene Fußballlehrer. Dennoch gibt es zwischen den beiden keine klare Aufteilung: „Wir arbeiten im Team zusammen und jeder kann immer eingreifen. Wir sprechen wirklich alles ab.“

Die Jungs wollen nicht nur bespaßt werden

André Pawlak kam 2017 als U17-Trainer zum 1. FC Köln. Nach nur sieben Spielen wurde der heute 48-jährige allerdings zur U21 befördert. Nachdem er die Mannschaft zum Klassenerhalt geführt hatte, wollte sich Pawlak eine Auszeit nehmen, um sich in Ruhe auf seine Ausbildung zum Fußballlehrer konzentrieren zu können. Doch nach dem miserablen Saisonstart der Regionalliga-Mannschaft kehrte Pawlak im November 2018 bereits wieder zurück. Mit einem Schnitt von 2,07 Punkten pro Spiel führte er die U21 aus dem Tabellenkeller und empfahl sich somit als erste Wahl nach der Entlassung von Markus Anfang für die Profis.

Doch egal ob Profi- oder Nachwuchsmannschaft, auf dem Trainingsplatz bleibt Pawlak der gleiche. „Man sollte schon einen Unterschied merken zu einer U17 oder U21. Die jungen Spieler sind ja noch in der Ausbildung. Auf dem Platz selbst verstelle ich mich aber nicht. Ich rede genauso mit den Profis wie mit der U21.“ Dennoch kann man laut Pawlak bei den Profis bereits Dinge voraussetzen, die in einer Nachwuchsmannschaft noch nicht so gegeben sind. „Die Jungs wollen Inhalte haben, wollen nicht nur bespaßt werden, sind wissbegierig und wollen eine klare Struktur haben.“ Klar ist für den Trainer aber auch: „Wir arbeiten genauso akribisch wie bei der U21 oder U17.“

Trainer müssen zum Einstand einen ausgeben

So ganz ohne Gegenleistung durften Pawlak und Schmid die Mannschaft dann aber doch nicht ohne Weiteres übernehmen. Zwischen den beiden Einheiten am Donnerstag machte sich der gesammelte FC-Tross geschlossen nach Junkersdorf auf. Beim Italiener traf sich die Mannschaft samt Trainerteam zum gemeinsamen Mittagessen. Statt einer geplanten Teambuilding-Maßnahme hatte das Treffen aber einen ganz simplen Grund: „Die Jungs erwarten, dass der Trainer zu seinem Einstand einen ausgibt. Das haben Manni und ich gemacht.“

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