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Deutscher Meister! Die U17 triumphiert im Finale über Dortmund

Die U17 hat es tatsächlich geschafft: Nach 2011 ist der Nachwuchs des 1. FC Köln wieder Deutscher Meister. Im Finale gegen Borussia Dortmund setzten sich die Geißböcke mit 3:2 (2:1) durch und konnten nach umkämpften 80 Minuten jubeln. Dabei verspielten die Kölner zunächst eine Zwei-Tore-Führung, ehe Meiko Sponsel in der 47. Minute das entscheidende Tor zur Kölner Meisterschaft schoss. 

Aus Dortmund berichtet Sonja Eich

Gegen den schier übermächtigen Nachwuchs von Borussia Dortmund war die Kölner U17 als krasser Außenseiter in die Partie gegangen. Mit neun Punkten Vorsprung hatte der BVB in der B-Jugend-Bundesliga Staffel West am Ende vor dem FC auf Platz eins gelegen. Im regulären Ligabetrieb war die Mannschaft von Trainer Martin Heck den Dortmundern in Köln mit 0:3 unterlegen gewesen. Beim BVB hatten sich die Nachwuchs-Geißböcke immerhin einen Punkt gesichert.

Keine einzige Niederlage hatte die U17 des BVB in dieser Saison kassiert, hätte ungeschlagen Deutscher Meister werden können. Dafür sorgen sollte vor allem Dortmunds „Wunderkind“ Youssoufa Moukoko. Der 14-Jährige stellte bekanntlich mit 46 Saisontoren einen neuen Rekord auf und traf auch in den Halbfinal-Spielen gegen Wolfsburg drei Mal. Gegen den FC im Finale sollte er sein 50. Saisontor erzielen – doch feiern durften die Geissböcke.

Jansen vor dem Tor eiskalt, Adamczyk starker Rückhalt

Vor 10.000 Zuschauern im Stadion Rote Erde in Dortmund gib der BVB entsprechend selbstbewusst in die Partie. Die erste Chance des Spiels hatte allerdings der FC: Joshua Schwirten sah, dass BVB-Keeper Leon Klußmann zu weit vor seinem Tor stand. Der Kölner zog aus 40 Metern ab und verfehlte das Tor nur knapp. Rund zehn Minuten später folgte die erste hochkarätige Chance für die Dortmunder, doch Ware Pakia traf mit einem strammen Schuss nur die Latte. Da wäre der am Sonntag bärenstarke Daniel Adamczyk im Kasten des FC machtlos gewesen. Nur eine Minute später jubelten dann die Kölner: Nach Vorarbeit von Schwirten tauchte Jacob Jansen frei vor Klußmann auf und schob den Ball überlegt am Keeper vorbei. Sieben Minuten später sah Klußmann erneut nicht gut aus, als er unnötigerweise aus seinem Kasten kam und den Ball an Jansen verlor, der aus 20 Metern keine Mühe hatte, ins leere Tor zum 2:0 zu schieben.

Nach 25 Minuten kam auch Moukoko zu seiner ersten Gelegenheit, scheiterte aber an der starken Fußabwehr von Adamczyk. Auf der anderen Seite hatte Thielmann das 3:0 auf dem Fuß, doch Jansen stand seinem eigenen Mitspieler beim Abschluss im Weg. Fünf Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit schickte Pakia Moukoko steil. Diesmal hatte Adamczyk keine Chance und der 14-Jährige Dortmunder verkürzte zum 1:2. Keine 90 Sekunden später zeigte Schiedsrichter Patrick Alt auf den Punkt, als Kölns Örnek Moukoko im Strafraum zu Fall brachte. Zum fälligen Elfmeter trat BVB-Kapitän Rilind Hetemi an, doch Adamczyk ahnte die richtige Ecke und verhinderte den Ausgleich. Somit ging es für die Kölner mit einer knappen Führung in die Pause.

Sponsel kontert auf Knauffs Ausgleich

Nach dem Seitenwechsel hatte der FC gleich die erste Gelegenheit, seine Führung weiter auszubauen: Auf der linken Seite schickte Jansen Florian Wirtz, der den Ball aus spitzem Winkel nicht an Klußmann vorbei bringen konnte. Ansgar Knauff machte es für den BVB auf der Gegenseite besser: In der 43. Minute setzte sich der Dortmunder gegen zwei Kölner durch und traf mit links unhaltbar zum Ausgleich. Doch die Kölner ließen sich davon nicht verunsichern. Nach einem Eckball konnte der BVB nicht klären, aus dem Rückraum kam Meiko Sponsel angelaufen und traf aus elf Metern zur erneuten Führung der Gäste (47.).

Würde der FC die Führung dieses Mal über die Zeit bringen? Es folgte ein Sturmlauf der Dortmunder, doch der BVB traf auf eine gut organisierte Kölner Abwehr mit einem unüberwindbaren Torhüter. In der 59. Minute musste Adamczyk zwar hinter sich greifen, nachdem Moukoko mit einem Sprint allen Kölnern davon gelaufen war. Doch das Schiedsrichtergespann hatte eine Abseitsstellung erkannt. In der 69. Minute parierte Adamczyk einen Schuss aus nächster Nähe mit dem Kopf, nachdem ein Freistoß der Dortmunder an den Pfosten geklatscht war. Auf der Gegenseite verpasste Obuz das 4:2, als er frei auf Klußmann zulief und am Dortmunder Keeper scheiterte. In der Schlussphase spielte der FC die Partie dann sicher runter, Dortmund kam zu keiner nennenswerten Chance mehr und in der Nachspielzeit überhaupt nicht mehr vor das Kölner Tor. Nach 80 plus drei Minuten stand schließlich fest: Die U17 des 1. FC Köln ist wieder Deutscher Meister.

9 Kommentare
  1. Klio says:

    FC-Trainer Martin Heck: „Wenn der Gegner einen Fehler macht, dann muss man da sein. Sonst geht es vor allem darum, sich nicht beeindrucken zu lassen und alles aus sich herauszuholen.“
    Die Aussage wurde vor dem Spiel abgegeben und fasst das folgende Spiel absolut zutreffend zusammen. Herzlichen Glückwunsch! Das war eine tolle Leistung – spielerisch und kämpferisch.

  2. Ostfriesenhennes says:

    Ganz große Klasse, Glückwunsch! Ich hoffe sehr, dass man einige von Euch bei den Profis sieht! P.s. Sport1 verabschiedet sich mitten in der Siegerehrung, etwas schade und unnötig, die drei Minuten hätte man auch noch drauf bleiben können!!!

  3. Ulrich Treimer says:

    Herzlichen Glückwunsch Jungs. Mit Willen und Leidenschaft hat man immer eine Chance. Ihr habt tolle Tugenden auf den Platz gebracht.
    Man sollte dieses Spiel auch mal häufiger unseren Profis zeigen. Der Funke kann ja auch mal von der Jugend auf die Profis überspringen…

  4. Geisbock514 says:

    Super Leistung, Bayern geschlagen, bvb geschlagen…herzlichen Glückwunsch.
    Nur Schade das der FC (u.a. in Person von A. Veh) zu doof is, Ein oder zwei der Jungs später mal bzw. Jungs aus der u19 mit einzubauen.
    Stattdessen werden die Jungs verhökert oder ausgeliehen („Erfahrung sammeln“) damit u. a. das Jahresgehalt (1,2 mios) von jandriss Horn bezahlt werden kann. Vor 2 Wintern hätte man ihn für ca. 12 Mios. An rb abgeben können, H. Veh war leidet zu blöde und hat ihn lieber weiter auf die Tribüne gesetzt.
    Heute interessiert sich keine Sau für die Gewürzgurke und bis 2021 oder 2022 kassiert et ordentlich ab.
    Spürbar anders….hoffe das der Halbgott AV im Herbst weg is, kostet zwar wieder einiges, aber lieber ein Schrecken mit Ende als so ne scheiße.

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