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Kölner Nationalspielern bleibt nur die Zuschauerrolle

Jonas Hector hat auch im zweiten Spiel der EM-Qualifikation die deutsche Nationalmannschaft nur von der Bank aus erleben dürfen. Damit erging es dem Kapitän des 1. FC Köln nicht anders als seinen FC-Kollegen in den anderen Nationalteams.

Mainz – Das 8:0 (5:0) der DFB-Elf gegen Estland war ein nett anzuschauendes Torfestival Deutschlands gegen einen völlig überforderten Gegner. Jonas Hector dürfte es als Zuschauer durchaus gefallen haben, wenn man mal von dem Umstand absieht, dass der Linksverteidiger wie schon gegen Weißrussland über 90 Minuten auf der Ersatzbank schmoren musste.

Hatte in Weißrussland Nico Schulz noch die volle Spielzeit auf der linken Außenbahn in einem 3-4-3 bekommen, spielte der künftige Dortmunder nun eine Halbzeit lang in einem 4-3-3, ehe er für Marcel Halstenberg von RB Leipzig Platz machte. Während Hectors Konkurrenten also ran durften, blieb für den Kölner Linksfuß nur die Rolle des Zuschauers.

Gleiches Schicksal für Schaub, Kainz und Churlinov

Damit stand Hector in dieser Länderspielphase aber nicht allein. Im Gegenteil: Florian Kainz und Louis Schaub waren zwar für Österreich nominiert worden. Doch erst hatte Schaub am vergangenen Freitag gegen Slowenien (1:0) über die volle Distanz auf der Bank gesessen, während Kainz erst in der Nachspielzeit eingewechselt worden war. Am Montag dann war es umgekehrt. Österreich siegte mit 4:1 gegen Nordmazedonien, Schaub kam erst in der Nachspielzeit aufs Feld, während Kainz komplett draußen blieb. Das galt übrigens auch für Darko Churlinov, Kölns U19-Talent, das für die mazedonische A-Nationalmannschaft berufen worden war, aber gegen Österreich ebenso nur Zuschauer blieb wie zuvor schon gegen Polen.

Nur Meré und Scott im Einsatz

Und so wird Jorge Meré der einzige von insgesamt zwei Kölner Nationalspielern sein, die für ihr Land auch wirklich eingreifen dürfen. Der Kapitän der spanischen U21 startet am kommenden Sonntag mit der EM und trifft im ersten Gruppenspiel am Sonntagabend auf Italien. Die weiteren Gegner heißen Belgien und Polen. Meré und Spanien wollen dieses Jahr den Titel holen, nachdem sie vor zwei Jahren das Finale gegen Deutschland noch verloren hatten.

Derweil ist der Titel-Traum für Torhüter Brady Scott bereits unerfüllt geblieben. Der FC-Keeper hatte mit den USA an der U20-WM teilgenommen. Nach einer erfolgreichen Gruppenphase und einem siegreichen Achtelfinale war dann aber im Viertelfinale Endstation. Der 19-jährige Scott stand in zwei der drei Gruppenspiele für die USA zwischen den Pfosten sowie im Achtelfinale – nicht jedoch im Viertelfinale gegen Ecuador (1:2).

4 Kommentare
  1. Gerd Mrosk says:

    An Jonas Stelle wäre ich mir ein wenig viel verascht vorgekommen……meine Meinung.Der Jung ist einfach zu gut für diese Welt .Die Termine ansich sind schon das Allerletzte nach der Saison,teilweise nach 2 Wochen ohne Training.UEFA halt,eine Vollidiotenvereinigung sondergleichen

  2. CK says:

    Mag ja sein das der Schulz offensiv stärker sein könnte als Jonas, allerdings wird das mal wieder mit maximal durchschnittlicher defensiv Leistung erkauft, spätestens gegen echte Gegner funktioniert das dann wieder nicht… dann muss Jonas ran ohne mit der Mannschaft in spielen gespielt zu haben dann macht er einen angeblichen Fehler und wird wieder mies bewertet von all den Experten…

  3. Karl Heinz Lenz says:

    Jonas hat den Vorteil, dass er ein ruhiger und geerdeter Spieler ist, der sich nicht leicht nervös machen lässt und dessen Selbstbewusstsein nicht leidet, wenn er mal auf der Bank sitzt. Ich vermute mal, dass er einen langen Atem hat und irgendwann wieder in der Startelf stehen wird. Defensiv ist er besser als seine Konkurrenten.

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