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Rücktritt und Abschied: McKenna wirft beim FC hin

Paukenschlag eine Woche vor dem Regionalliga-Start für die U21 des 1. FC Köln: Kevin McKenna hat nach Informationen des GEISSBLOG.KOELN seinen Rücktritt als Co-Trainer der U21 erklärt und den Klub mit sofortiger Wirkung verlassen. Der 39-Jährige soll mit seiner Rolle im Nachwuchs unzufrieden gewesen sein.

Köln – Kevin McKenna hielt 155 Pflichtspiele die Knochen für den 1. FC Köln hin. Im Sommer 2007 war der einstige Innenverteidiger vom FC Energie Cottbus zu den Geissböcken gewechselt und dem Effzeh seitdem treu geblieben. Erst als Spieler, dann nach dem Karriereende als Trainer im Nachwuchsbereich. Als Peter Stöger im Winter 2017 gehen musste, gehörte der Kanadier dem Trainerteam von Stefan Ruthenbeck an. Seit der letzten Saison war er Assistenztrainer der U21.

Das ist nun vorbei. Nach GBK-Informationen gab McKenna persönliche Gründe für seinen Rücktritt an, zwischen dem einstigen FC-Profi und der Führung des Nachwuchsleistungszentrums gab aber letztlich unterschiedliche Auffassungen über die Rolle des Kanadiers im Kölner Nachwuchs, sodass der Kanadier am Freitag seinen sofortigen Rücktritt erklärte. Nach zwölf Jahren beim FC der fluchtartige Abschied vom Geißbockheim: Wie konnte es zu der überraschenden Trennung kommen?

McKenna wollte U21-Cheftrainer werden

In der vergangenen Saison hatte McKenna zunächst unter Markus Daun die U21 betreut, die nach 17 Spieltagen abgeschlagen am Ende der Tabelle stand. In der Rückrunde gehörte er aber ebenso zu jenem Trainerteam unter André Pawlak, das schließlich die Rettung schaffte. Kurz vor dem Saisonende übernahm McKenna gar als Interimscoach für die drei letzten Spiele, weil Pawlak zu den Profis aufgerückt war. Als klar war, dass Pawlak als Assistent unter Achim Beierlorzer bei den Profis bleiben würde, machte sich McKenna Hoffnungen, zum Cheftrainer der U21 befördert zu werden.

Intern jedoch bewertete man McKennas Rolle offenbar anders und wollte nicht außer Acht lassen, dass McKenna an der katastrophalen Hinrunde der Vorsaison beteiligt gewesen war. Schließlich holten die NLZ-Bosse Matthias Heidrich und Carsten Schiel mit Mark Zimmermann einen erfahrenen Cheftrainer aus Jena. Zwar hätte das Duo den beliebten Co-Trainer gerne weiterhin im Klub behalten, doch am Ende zog McKenna die Konsequenzen und fand sich vom Klub nicht mehr genügend gewürdigt. So kam es nur eine Woche vor dem Saisonstart der Regionalliga zum Bruch und McKenna schmiss hin. Wer seinen Posten übernimmt, ist noch nicht klar.

Unruhe eine Woche vor dem Saisonstart

Damit verläuft auch in diesem Jahr die Vorbereitung der U21 auf die neue Regionalliga-Saison nicht rund. Zuletzt musste die U21 ihren besten Stürmer Adrian Szöke in die Niederlande ziehen lassen, weil dem Talent die Perspektive im Klub in Richtung Profis gefehlt hatte. Ein Nachfolger wird händeringend gesucht. Nun kommt die Unruhe durch den Abschied McKennas nach zwölf Jahren in Köln hinzu. Das Derby am 27. Juli bei Fortuna Köln zum Saisonauftakt wird für die Zimmermann-Elf damit gleich zu einem echten Stimmungstest.

7 Kommentare
    • Jose Mourinho says:

      Und das machen Sie jetzt an diesem Artikel fest? Was da passiert ist, kann man wohl wenig bis garnicht beurteilen. Aber er wurde nicht gefeuert, sondern man hatte offenbar gegenteilige Auffassungen von seinen Kompetenzen – so ist das gelegentlich im Berufsleben. Einen erfahrenen Cheftrainer als Nachfolger von AP zu holen, finde ich jedenfalls nicht verkehrt.

    • Boom77 says:

      McKenna gehört nicht zu den „eigenen Leuten“. Er kam aus Cottbus und hatte als gebürtiger Kanadier davor auch sicher noch andere Stationen. Wer sich als Trainer nicht gewertschätzt fühlt, obwohl er als Trainer noch nichts geleistet hat, mag gerne unzufrieden sein und gehen. Er kann ja jetzt wo anders beweisen, was für ein toller Nachwuchstrainer er ist. Ich wünsche ihm dabei alles Gute!

  1. Ulrich Treimer says:

    Reisende bitte nicht aufhalten. Soll er da hingehen wo der Pfeffer wächst. Und bitte nicht immer das Gejammer vom Kölner Herz (hat viele Jahre die Knochen hingehalten usw.). Er hat auch viele Jahre sehr gut vom Verein gelebt.
    Auch im Erstligakader haben wir einige mit einem großen Kölner Herz, gut dotierten Verträgen und wenig Leistung.

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