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Schindler: „Vielleicht war ich damals noch nicht reif genug“

Die Schnelligkeit kann eine Waffe werden

Kingsley Schindler gehört beim 1. FC Köln zu einem der bislang vier Neuzugänge. Auf der rechten Seite soll der Flügelspieler in der kommenden Saison für Tempo sorgen. Dabei musste der gebürtige Hamburger einige Umwege in Kauf nehmen, um es am Ende ins Profi-Geschäft zu schaffen. Mit dem GEISSBLOG.KOELN sprach der 25-Jährige über seine ersten Eindrücke beim FC, seinen Werdegang und seine besondere Stärke. 

Das Interview führte Sonja Eich 

GBK: Herr Schindler, Sie sind jetzt etwas mehr als eine Woche mit dem 1. FC Köln in der Vorbereitung. Wie ist Ihr erster Eindruck?

Kingsley Schindler: „Ich habe bisher einen sehr positiven Eindruck. Die Jungs haben mich super aufgenommen, was mich sehr freut. Ich bin aber auch kein Typ, mit dem man ein Problem bekommt.“ (lacht)

Wie sind die Bedingungen hier in Donaueschingen?

„Überragend. Das Hotel und der Platz sind super. Die Betten sind super, das Essen ist super. Es gibt kein Grund zur Beschwerde.“

Achten Sie beim Essen auf eine bestimmte Ernährungsform?

„Glücklicherweise kann ich essen, was ich will und nehme nicht zu. Aber ich achte schon darauf, dass ich mich gut ernähre.“

Wie nehmen Sie die Stimmung innerhalb der Mannschaft wahr? Vor dem Trainingsstart hieß es, die Euphorie auf die kommende Bundesliga-Saison habe trotz des Aufstieges gefehlt.

„Das habe ich so nicht wahrgenommen. Alle haben sich gefreut, dass es jetzt losgeht – genauso groß ist die Vorfreude auf die neue Saison. Das war auch bei den Fans zu spüren, die beim ersten Training dabei waren. Das habe ich so auch nicht erlebt.“

Mit wem teilen Sie sich hier im Trainingslager ein Zimmer?

„Mit Drex (Dominick Drexler, Anm. d. Red.). Das war purer Zufall. Das wurde zugelost, ich habe keinen Wunsch abgegeben. Aber es freut mich, dass ich mit jemandem auf dem Zimmer bin, den ich schon länger kenne.“

Für mich geht ein Traum in Erfüllung

Sie haben sich schon im Winter für den Wechsel aus Kiel nach Köln entschieden, sollen aber auch andere Angebote gehabt haben. Warum Köln?

„Ich glaube, wenn man weiß, was hier für eine Euphorie drinsteckt, mit so viel Tradition und Strahlkraft, fällt es nicht schwer, sich für diesen Verein zu entscheiden. Als ich unterschrieben habe, war es ja noch so, dass der FC in der Zweiten Liga gespielt hat. Ich war mir aber relativ sicher, dass sie es packen und in die Bundesliga aufsteigen. Für mich geht damit ein Traum in Erfüllung.“

Der erste Eindruck ist, dass das Spiel des 1. FC Köln in der neuen Saison vor allem auf schnelles Umschaltspiel ausgelegt sein wird. Das dürfte Ihnen bei Ihrer Schnelligkeit doch entgegenkommen.

„Ja, das auf jeden Fall. Während meiner Zeit in Hoffenheim vor drei Jahren war das Spiel auch auf Umschaltspiel und schnelle Läufe in die Tiefe ausgelegt. Das kommt meiner Spielweise sehr entgegen.“

Woher kommt diese Schnelligkeit bei Ihnen? Haben Sie das gesondert trainiert oder liegt Ihnen das in den Genen?

„Das kann ich nicht sagen (lacht). Als kleiner Junge war ich immer der schnellste. Heute ist das vielleicht ein bisschen anders, aber mein Tempo ist immer noch richtig gut, würde ich sagen.

Mit ihrem Namensvetter Kingsley Ehizibue hat der 1. FC Köln ebenfalls einen Spieler mit enormem Tempo für die rechte Seite verpflichtet. Haben Sie sich im Training schon ein Sprint-Duell geliefert und den schnelleren auserkoren?

„Das noch nicht. Aber ich denke, die Schnelligkeit auf der rechten Seite könnte eine Waffe werden. Wie gesagt, wir wollen über das schnelle Umschaltspiel direkt in die Tiefe kommen. Wenn wir schnelle Spieler haben und die richtig einsetzen, ist das mit Sicherheit gut für unser Spiel.“

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