,

Stadionausbau: FC bald mit dem drittgrößten Stadion Deutschlands?

Dem 1. FC Köln liegen die ersten Ergebnisse der zweiten Machbarkeitsstudie zu einem potentiellen Ausbau des RheinEnergieStadions vor. Demnach wäre ein Ausbau auf bis zu 75.000 Zuschauer möglich. Ungeklärt ist allerdings bislang die Frage nach der Finanzierung.

Köln – Während die erste Machbarkeitsstudie zu einem Stadionausbau in Müngersdorf am Geißbockheim noch Ernüchterung hervorrief, gibt die Zweitstudie den Verantwortlichen nun Grund zur Hoffnung. Auf Grundlage der ersten Ergebnisse wäre ein Ausbau auf 70.000 bis 75.000 Plätze möglich. Dies bestätigte FC-Finanzchef Alexander Wehrle der Kölnischen Rundschau. Damit wäre das RheinEnergieStadion das drittgrößte Stadion in Deutschland. Gleichzeitig könnte es dabei auch zu einer Vergrößerung der Stehplatztribüne im Süden kommen. Mit bis zu 28.000 Stehplätzen würde diese Tribüne sogar dem Signal-Iduna-Park in Dortmund Konkurrenz machen.

Frage der Finanzierung noch offen

Zum Abschluss der Studie fehle es laut Wehrle noch an „planungsrechtlichen Fragestellungen, wie Denkmalschutz, Naturschutz, Lärmemission.“ Beim FC rechnet man mit den Ergebnissen bis zum Ende des Monats. Wer dieses Projekt am Ende finanzieren würde, steht allerdings noch nicht fest. Der Pachtvertrag mit der Stadt Köln läuft noch bis zum 30. Juni 2024. Ob der FC der Stadt das Stadion dann möglicherweise abkauft, „hängt davon ab, wie beide Seiten mit den offenen Fragestellungen umgehen“, erklärte Wehrle der Rundschau. Dabei sei völlig offen, ob „wir als FC, die Stadt oder beide gemeinsam für die Finanzierung verantwortlich sein werden.“ Sollte sich der Verein für einen Stadionausbau entscheiden, könnte mit dem Bau nach der EM 2024 begonnen werden.

Möglich ist, dass der FC seine Pläne zum Ausbau bereits auf der Mitgliederversammlung am 8. September vorlegt. Allerdings lehnt das designierte Vorstandstrio um Werner Wolf einen solchen Ausbau ab, hält ihn ebenso wie einen Neubau für nicht finanzierbar.

11 Kommentare
  1. Ostfriesenhennes says:

    wäre schön, diese Stehtribüne, aber auch da werden Klagen über Klagen erwartet! Wichtiger ist, dass das Trainingsgelände ausgebaut wird und da muß msn jetzt auch mal raus aus Köln, an die Stadzgrenzen! Aber viel wichtiger ist momentan eh, die Mannschaft auf BL zu verstärken, dass ist noch nicht der Fall

  2. NICK says:

    Kaum aufgestiegen, schon setzt er wieder ein, der FC-Größenwahn…Was soll ein Fahrstuhlverein mit einem 70.000er Stadion? Erstmal gilt es den Verein sicher in der Liga zu etablieren, dann kann man sowas in Angriff nehmen – wenn es denn überhaupt finanzierbar ist.

    Wenn der letzte Abstieg nicht gewesen wäre, ok, dann kann man mit sowas jetzt wieder groß an die Öffentlichkeit gehen, aber jetzt??? Ist ja gut zu wissen, dass es evt. möglich wäre, aber es wäre momentan besser, dass intern zu halten und erstmal die Klasse zwei , drei Jahre zu halten…

    Das Stadion ist damals 10.000 Plätze zu klein gebaut worden – das ist der Fehler. Jetzt 200 Millionen für einen Umbau zu investieren – wann rentiert sich das? In 8-10 Jahren, wenn das Stadion immer ausverkauft wäre und der FC nicht mehr absteigt – aber was wenn der nächste Abstieg kommt und es mal paar Jahre mit dem Wiederaufstieg nicht klappt? Die Stimmung dieses Jahr war schon scheiße, das Stadion wird auch irgendwann in der zweiten Liga nicht immer voll sein.

    Ich möchte auch keine 28.000-Stehplatz-Tribüne – so toll sich das ja anhört. Was wird passieren? Alle kaufen die billigen Plätze und stehen dann emotionslos da rum. Das ist ja jetzt schon auf mehr als der Hälfte der Stehplätze der Fall…

    • LOCUTUS says:

      Völlig richtig, bei der Hälfte der Süd herrscht jetzt schon Schweigen im Walde und höchste Vorsicht, bloß nicht das Bier über die PizzaSchnitte zu verschütteten.
      Eine Vergrößerung der Stehplatztribüne würde dieses Phänomen nur noch verstärken.

    • Boom77 says:

      Also ich finde unbedingt, dass wir ein stadion mit 75.000 Plätzen und davon 28.000 Stehplätzen brauchen. Eigentlich ist das noch viel zu klein für Spieler wie Modeste, Cordoba und ja… insbesondere den Höger. Unsere Jungs müssen mindestens 100.000 Leute live sehen können… wie sie Hacke, spitze eins, zwei, drei spielen… Den Gegner an den Rand der Verzweiflung spielen und am Ende die Meisterschale mit stolzer Brust und Tränen in den Augen in den Himmel recken… und das alles in der 2. Liga! So ein Erlebnis muss man möglichst vielen Menschen ermöglichen. Warum nehmen wir nicht einfach die Pläne vom alten Maracana? Die braucht doch sicher niemand mehr. Und der Urheberschutz dürfte auch schon ausgelaufen sein…

      • major says:

        Wenn man ein Heilmittel gegen Krebs oder HIV patentieren würde, wäre man sein Patent schon nach 20 Jahre nach der Anmeldung los. Bei der „Kunst“ ist es anders: Dieter Bohlen und Micky Krause dürfen sich hingegen noch 70 Jahre nach ihrem Tod mit den Schutz des Urheberrechts beruhigt rumdrehen.
        Ich glaube also nicht, daß sich Raphael Galvao Sorgen machen muss, daß man seine Pläne in Köln nachbaut. Schön ist das ohnehin nicht, würde aber in die Architekturwüste Köln – die Stadt mit der untrüglichen Entscheidung für das Hässliche- gut passen. Jahrelang um den Schlumpfturm und das Weltkulturerbe streiten und dann unwidersprochen mit drei unfassbar abscheulichen Hakenhäusern das Rheinufer verschandeln. Oder einen grauen Hundehaufen als „Schokoladenmuseum“ verkaufen.

        Außerdem hat man mit dem angeblichen „Schmuckkästchen“ schon so ziemlich eines der architektonisch hässlichsten Stadiengerippe Deutschlands, da muss Bauwens und Co sich schon ziemlich ins Zeug legen, um das noch schlimmer zu machen.
        Der Pferdemann im Vorstand kann ja das riesige Rennbahngelände für einen Neubau zur Verfügung stellen. Da passt ein 200.000 Zuschauer-Sichtbetongerippe-Albtraum prima hin.

        Aber ich bin voll bei Dir. Hoffentlich bekommt der Vorstand auch nur Stehplatzkarten, statt sich in der Fürstensuite mit Hummerhappen zu trösten, weil „man mit den anderen Ehrenmännern heute nur clevere Finanzprodukte für weniger als 2 Millionen abschließen konnte“.

  3. Karl Heinz Lenz says:

    Meine Güte! Wie vernünftig Ihr seid! Ich dachte Köln sei die schönste Stadt Deutschlands. Un dat hätz vun de Welt, dat ess in Kölle. Ich war wohl zu lange weg von Kölle. Backen die Kölner nur noch kleine Brötchen und zählen sonst nur noch die Gröschelchen? Trauen wir uns nicht mehr zu, was das notleidende Ruhrgebiet in Schalke und Dortmund ohne weiteres hinkriegt. Oder ist Euch das Bild von einem FC als Fahrstuhlverein in Fleisch und Blut übergegangen? Jungs, reißt Euch mal zusammen! Kopf hoch! Was sollen später unsere Kinder und Enkelkinder, wenn die mal FC-Fans sind, von uns denken? Eine Generation ohne … Ihr wisst schon, wie ich das meine.

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar