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Beierlorzer in Southampton: „Müssen effektiver werden“


Der 1. FC Köln muss erstmals in der Vorbereitung auf die kommende Bundesliga-Saison eine kleine Delle hinnehmen. Drei der letzten vier Testspiele haben die Geissböcke verloren. Trainer Achim Beierlorzer haderte neben dem unglücklichen Spielverlauf vor allem mit der Chancenverwertung. Dennoch blickt er optimistisch auf den Pflichtspiel-Auftakt.

Aus Southampton berichtet Marc L. Merten

Seit es in den Testspielen ernst wurde, gehen dem FC die guten Ergebnisse aus. Das 3:0 gegen Osnabrück in Lohne war positiv, das 3:1 gegen den FC Bologna ein Ausrufezeichen, zumal der FC zuvor trotz des 0:1 gegen Bremen die deutlich bessere Mannschaft gewesen war. Gegen den FC Villarreal und den FC Southampton kassierte der FC aber zwei verdiente Niederlagen. Der GEISSBLOG.KOELN sprach nach der Partie im St Mary’s Stadium exklusiv mit dem Trainer des 1. FC Köln. Das sagte Beierlorzer über…

…den Gegner aus Southampton: „Es war ein schwerer Test. Wir wussten, dass Southampton mit Tempo in die Tiefe gehen würde, dazu mit einer Doppelspitze vorne und mit einer Dreierkette hinten agieren würde. Das war für uns nicht einfach anzulaufen, zumal Southampton häufig den langen Ball im Aufbau gewählt hat. Es war ein Test auf absolut höchstem Niveau. Ich bin mir sicher, dass fast jede Bundesliga-Mannschaft mit diesem Gegner seine liebe Mühe gehabt hätte.“

Dann darf man den Ball auch einfach mal ins Tor schießen

…den Spielverlauf: „Der frühe Elfmeter hat uns aus dem Tritt gebracht. Das war von uns nicht clever gemacht. Mit einem weiten Einwurf lassen wir uns ins Laufduell bringen. Ich bin der Meinung, dass das kein Elfmeter war. Aber dass wir dem Schiedsrichter überhaupt die Möglichkeit gegeben haben zu pfeifen, ist unglücklich, weil wir es hätten vorher regeln können. Danach hatten wir in beiden Halbzeiten richtig große Torchancen. Leider haben wir kein einziges Tor gemacht. Das ist bitter. Jhon geht alleine aufs Tor zu, Tony hat eine Doppelchance, von denen er eigentlich beide blind reinmacht. Heute sind die Bälle nicht reingegangen. Natürlich müssen wir uns auch Situationen anschauen wie jene ganz zum Schluss, als wir zentral aufs Tor zulaufen, den Ball aber noch mal nach außen spielen anstatt den Abschluss zu suchen. Das war eigentlich wunderbar gemacht, wir hatten den Ball in der Mitte, die Außen machen es breit – und dann darf man den Ball auch einfach mal aus 18 Metern ins Tor schießen. Solche Dinge zeigen uns: Wir müssen noch effektiver werden. Das brauchen wir.“

…die Probleme mit der Dreierkette des Gegners: „Unsere beiden Zehner hinter unseren Stürmern standen gegen die Dreierkette zu hoch, weshalb wir Problem hatten die Räume dahinter zu schließen. Wir haben sie dann ein bisschen tiefer gezogen und die Dreierkette mit unseren zwei Stürmern angelaufen. Das ist ein probates Mittel. Danach hatten wir mehr Kompaktheit im Zentrum, mehr Ballbesitz und haben in der zweiten Hälfte mit Kingsley Schindler noch mal mehr Tiefgang ins eigene Spiel gebracht. So war das dann okay. Die Balance zwischen Attackieren und dem Sichern der Tiefe ist aber noch eine unserer Hauptaufgaben.“

Ich habe ein richtig gutes Gefühl

…den Stand der Vorbereitung: „Die Vorbereitung ist noch nicht abgeschlossen. Die nächste Woche gehört noch dazu. Heute haben wir nur zwei Spielern 90 Minuten gegeben. Alle anderen haben 70 Minuten gespielt. Die nächste Woche und die Woche danach werden wir noch darauf verwenden. Ich habe ein richtig gutes Gefühl. Wir haben eine richtig gute, eine total willige Mannschaft. Wir haben vieles gut gemacht, haben jetzt aber mal zwei Spiele verloren. Siege helfen sicher mehr, um eine breite Brust zu bekommen. Aber wir wissen, was wir können, und müssen das jetzt auf dem Platz bringen.“

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