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Beierlorzer war auch in Wolfsburg ein Trainer-Kandidat


Als der 1. FC Köln am Ende der vergangenen Zweitliga-Saison Achim Beierlorzer als künftigen Trainer für die Bundesliga präsentierte, nahm die Branche die Entscheidung anerkennend zur Kenntnis. Auch der erste Gegner der neuen Saison, der VfL Wolfsburg, denn nach GBK-Informationen hatte man Beierlorzer ebenfalls für das Traineramt in der Autostadt ins Auge gefasst.

Köln/Wolfsburg – Armin Veh war sofort überzeugt. „Er war der erste Trainer, mit dem ich gesprochen habe, und der letzte.“ Die Trainersuche der Geissböcke nach dem Aus von Markus Anfang beim FC dauerte nicht allzu lange an. Erstens, weil Veh in den Monaten zuvor mehrere Trainer – darunter Beierlorzer – hatte beobachten lassen, für den Fall, dass eine Trennung von Anfang mal nötig sein würde. Zweitens, weil sich der FC nicht erst im April mit Beierlorzer ernsthaft auseinandergesetzt hatte, sondern schon Monate zuvor, als Anfang schon einmal auf der Kippe gestanden hatte. So waren die Geissböcke bei Beierlorzer früh dran und holten schließlich ihren Wunschtrainer.

Nun trifft der 51-Jährige am Samstag am ersten Spieltag beim VfL Wolfsburg auf Oliver Glasner, einen anderen Bundesliga-Neuling an der Seitenlinie. Der Österreicher folgte in der Autostadt auf Bruno Labbadia und war am 23. April als dessen Nachfolger bekannt gegeben worden. Warum dieses Datum eine Relevanz hat? Weil der 1. FC Köln vier Tage später, am 27. April, Markus Anfang entließ und fortan offiziell auf Trainersuche für die nächste Saison ging. Und auch, weil sich der VfL Wolfsburg vor der Verpflichtung Glasners nach GBK-Informationen auch mit Beierlorzer auseinandersetzte und diesen als ernsthafte Alternative in Erwägung wog, hätte der Transfer Glasners vom LASK nicht geklappt.

Es ist also keinesfalls so, dass der FC dem VfL Beierlorzer wegschnappte. Jedoch bewertete man in Wolfsburg, namentlich Jörg Schmadtke und dessen rechte Hand Marcel Schäfer, die Arbeit des ehemaligen Trainers von Jahn Regensburg ähnlich hoch wie bei den Geissböcken. So überrascht es nicht, dass Beierlorzer auf GBK-Nachfrage deutlich machte: „Ich hatte keinen einzigen Kontakt zu Wolfsburg. Ich habe ein Jahr vorher mal irgendwas über ein Gerücht in einer Zeitung gelesen, aber es gab nie einen direkten noch indirekten Kontakt.“ Tatsächlich hatte der Name Beierlorzer schon 2018 in Wolfsburg kursiert als möglicher Nachfolger für Bruno Labbadia. Am Ende aber wurde es Glasner, während Beierlorzer in Köln zusagte. Nun treffen beide am ersten Spieltag aufeinander.

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