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Ohne Cordoba fehlt dem FC ein wichtiger Baustein


Der 1. FC Köln wird im Spiel gegen Borussia Dortmund wieder auf Jhon Cordoba zählen können. Das ist eine gute Nachricht für die Geissböcke. Denn der Stürmer, in der Bundesliga-Saison 2017/18 noch einer der Buhmänner beim FC, gehört nun zu den großen Hoffnungsträgern. Das Spiel beim VfL Wolfsburg zeigte, warum.

Köln – Am Dienstag beginnt für den 1. FC Köln die kurze Vorbereitung auf das Duell gegen Borussia Dortmund. Drei Trainingseinheiten am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag um 15 Uhr, dann ein Anschwitzen am Freitag um elf Uhr, später am Abend geht es los: das erste Heimspiel der Saison, Flutlicht, Anpfiff um 20.30 Uhr, der Vizemeister und bärenstark in die Saison gestartete BVB als Gegner. Für den FC wird es eine große Aufgabe.

Gut, dass Jhon Cordoba wieder mit dabei sein wird. Der Kolumbianer, mit 20 Toren in der vergangenen Saison neben Simon Terodde unzweifelhaft der Spieler der Saison, kehrt nach seiner Rotsperre zurück. Mit ihm wollen die Geissböcke nicht nur gegen Dortmund, sondern generell wieder gefährlicher werden. Nach den starken Auftritten in der Vorbereitung gegen Bremen und Bologna hatte sich gegen Villarreal und vor allem Southampton angedeutet, was dann gegen Wolfsburg eintrat: Der FC war offensiv zu harmlos, solange kein zweiter Stoßstürmer neben Anthony Modeste agierte, fand Köln im Strafraum praktisch nicht statt.

Eine enorme Wucht und hohe Explosivität

Mit Cordoba soll dies nun wieder anders werden. Der 26-Jährige hat sich den Status des uneingeschränkten Stammspielers erarbeitet. Die Frage lautet nur noch: Wer stürmt neben Cordoba? Modeste und Terodde müssen um den Platz neben dem Kolumbianer buhlen. Denn beide haben nicht, was Cordoba hat. „Jhon schirmt den Ball perfekt ab, hat eine enorme Wucht und hohe Explosivität“, beschrieb Achim Beierlorzer den Stürmer während der Vorbereitung und beschrieb damit, warum sich einstige 17-Millionen-Mann beim FC längst zu einem der Publikumslieblinge empor geschwungen hat.

Im Vergleich zu Modeste und Terodde ist Cordoba schneller und explosiver, kann mehr aus der Tiefe kommen und ist, einmal ins Rollen gekommen, kaum zu stoppen. Jedoch kann er fast genauso wuchtig im Strafraum agieren wie seine beiden Sturmkollegen, wenngleich die beiden Knipser dem Kolumbianer unmittelbar vor dem Tor noch etwas voraus waren. Selbst das schien in der Vorbereitung aber vorbei, keiner schoss so zuverlässig die Tore wie Cordoba, und auch gegen Wiesbaden im Pokal war der Kolumbianer der Türöffner für den FC.

Der perfekte Stürmer für Beierlorzers System

Auch zu Beierlorzers System passt Cordoba bestens. Als Arbeiter gegen den Ball, vor allem aber als Wandspieler im Aufbauspiel und als Konterstürmer durch seine Schnelligkeit bringt der 26-Jährige die Qualitäten mit, auf die Beierlorzer auch schon in Regensburg bei seinen Angreifern setzte. Gegen Borussia Dortmund könnte Cordoba für Dominick Drexler ins Spiel kommen, der hinter Modeste zu selten in Erscheinung treten konnte. Ob Modeste eine weitere Chance im Angriff bekommen wird oder der gegen Wiesbaden und Wolfsburg nach seiner Einwechslung spritzigere Terodde, ist noch offen. Cordoba hingegen dürfte sich seines Stammplatzes sicher fühlen. Der FC braucht ihn.

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