,

„Schmadtke, du Betrüger!“ Wehrle entschuldigt sich für Fan-Gesänge

Es war das erste Wiedersehen zwischen dem 1. FC Köln und Jörg Schmadtke nach der Trennung im Herbst 2017. Dass die Fans der Geissböcke den ehemaligen Manager und heutigen Boss des VfL Wolfsburg nicht mit offenen Armen begrüßen würden, war zu erwarten. Die Gesänge von den Rängen am Samstag haben den FC jedoch dazu bewogen, sich bei Schmadtke zu entschuldigen.

Aus Wolfsburg berichtet Marc L. Merten

Die Zahl 3,3 Millionen wird wohl noch länger im Vereinsgedächtnis des 1. FC Köln verankert bleiben. Für viele Fans ist es nach der Trennung von Jörg Schmadtke im Herbst 2017 bis heute ein Rätsel, wie es zu der Abfindung in der besagten Höhe hatte kommen können. Am Samstag beim Auswärtsspiel der Geissböcke in der Volkswagen Arena (1:2) griffen die mitgereisten Fans diese Summe auf, um sie in einem Song zu benutzen.

„Schmadtke, du Betrüger, (…), nimmst dir drei Millionen und haust ab“, ertönte es von den Rängen noch vor dem Spiel, aber auch wiederholt während der 90 Minuten. Schmäh-Gesänge gegen den ehemaligen Sport-Geschäftsführer, die man beim FC hinterher nicht unkommentiert hinnehmen wollte. Während sich Interimsvorstand Stefan Müller-Römer nicht zu den Fan-Gesängen äußern wollte, sagte Geschäftsführer Alexander Wehrle auf GBK-Nachfrage: „Der FC hat eine Charta mit einem klaren Wertesystem. Verleumdungen und Beleidigungen passen dazu nicht.“

Wehrle hatte sich noch am Vorabend mit Schmadtke zu einem Abendessen in Wolfsburg getroffen. Das Duo hatte den FC vier Jahre lang geführt. Nach dem Spiel sah sich Kölns Finanzboss dazu gezwungen, auf die Ruhe der Fans zu reagieren, die ebenfalls gerufen hatten: „Wir wollen unser Geld zurück!“ Schmadtke selbst äußerte sich nach der Partie zunächst nicht zu den Schmäh-Gesängen. Das Rückspiel im RheinEnergieStadion und damit Schmadtkes erste Rückkehr nach Müngersdorf seit der Trennung wird am 18. Spieltag rund um den 18. Januar 2020 stattfinden.

32 Kommentare
  1. Geisbock Renner says:

    Habe gerade den Kommentar von Schmadtke zu den Gesängen in Wolfsburg gehört. Erbärmlich. Haut auf die Gästefans drauf, obwohl er zur Wahrheit nichts beiträgt.
    Selbst den nicht gegebenen Elfmeter beurteilt er als richtig. Bin ich froh, dass dieser Affe in Wolfsburg ist.

    • major says:

      Wer hätte Ulrike denn nicht … wenn er die Gelegenheit gehabt hätte. Wird alles seine Gründe haben, bei allen Beteiligten, jedenfalls ist nichts von Belästigung bekannt und damit kein Thema für Dritte.

      Es passt übrigens nicht, wenn Köln einen auf tolerant macht, so mit CSD und Gay Pride, aber dann bei sowas den Moralapostel rauskehrt. Das ist Pharisäertum ;)

      • Ali Perez says:

        CSD und Gay Pride sind das eine; die Frau vom Kollegen zu Bumsen etwas anderes. Mal ganz abgesehen davon, dass niemand weiß, was da wirklich passiert ist.
        Außerdem ging es doch nur darum, JS persönlich zu treffen; Mit Moralapsteln hatte das nichts zu tun. Diese Art der Pöbelei ist nicht mein Stil, aber der Drecksack JS hat es sich redlich verdient.

        • Boom77 says:

          Er hat sie doch gar nicht gebu…, oder? Mir geht es dabei auch weniger um Schmadtke. Das ist das doch eher Verleumdung im Hinblick auf Frau Stöger. Hat die das verdient, so dargestellt zu werden, als wäre es passiert? Sicher nicht!

          • Ali Perez says:

            Sehr guter Aspekt; die ganze Geschichte mal von der Warte der Frau Stöger zu betrachten! Sie wird indirekt mit durchs Dorf getrieben. Hatte sie, glaube ich, nicht drum gebeten.

    • Gerd Mrosk says:

      Ich nehm an,das unser altes Präsidium auch keinen Handlungsbedarf hat.Reicht übrigens auch,wenn sich einer,wie geschehen in Form von Wehrle,distanziert.Damit muss es aber auch mal gut sein.Sich da jetzt öffentlich hinzustellen und den FC anzuprangern ist schon dreist fast.

    • major says:

      Die Vergangenheit holt einen nur wieder ein, wenn man sie nicht selbstbewusst verarbeitet hat und Selbstbewusstsein, das hat dieser Verein nicht. Das sollte man übrigens auch nicht mit der großen Fresse und Agressivität verwechseln, beides Attribute geborener Verlierer.

      Schmadtke war nur so viel Schuld, wie man ihm Raum gelassen hat und der Verein ist keinen Millimeter weiter seit ihm, weil man immer noch dem Schuldgespenst Schmadtke hinterher hängt. Insofern ein nicht aufgearbeiteter Vaterkomplex.

      Für die Chöre unterbelichteter Hooligans aus der Südkurve kann man sich nur fremdschämen. Souveränes Verhalten sieht anders aus.

      • Ali Perez says:

        JS hatte keine Vaterrolle inne! Wie kommst du denn darauf???
        Und Größe und Souveränität bei Hools einzufordern finde ich auch irgendwie witzig.

        Ich kenne übrigens keinen Verein, wo JS nach seiner Wirkungszeit noch gerne gesehen ist. Und das hat nichts mit einem Vaterkomplex zu tun, sondern viel mehr, dass JS ein Arschloch ist. ASCHE AUF MEIN HAUPT; so deutlich werde ich selten. Es geht da nicht nur um sportliche Belange und Macht. Der Mann ist ein Unsympath. Er macht da auch gar keinen Hehl daraus. Guck mal, mit wie vielen Leuten er nicht oder nicht mehr kann. Slomka, Labbadia, Jacobs, Stöger,… Ich kenne keinen Manager, der so oft wegen persönlicher Dinge und nicht wegen sportlicher Belange Probleme hat.

        Du kannst dich als Effzeh-Fan natürlich gerne weiter selber zerfleischen, aber JS ist es nicht wert.

        • Boom77 says:

          Ja, er ist nicht wirklich ein „Teamplayer“. Sehr seltsam (um es mal nett auszudrücken) fand ich auch seine Aussage im DoPa, dass der Labbadia ja nicht mehr weitermachen wollte, weil es intern nicht homogen lief. Als ob er damit nix zu tun hatte….

          • major says:

            Bei Narzissten sind immer andere Schuld.

            Wenn ihm die Frau Kriegler wirklich einen Korb gegeben hat, dann war das ein Tritt in die Jörgjuwelen, denn sowas trifft Narzissten wirklich tief in der Kinderseele, aber wahrscheinlich ist ihm das ohnehin egal, denn an ihm lag es ja nicht ;)

            Kurz, nach Freud: wahrscheinlich hat ihn seine Mama nicht richtig lieb gehabt.

        • major says:

          „Vaterkomplex“ hat nicht immer mit Vätern zu tun ;)
          Eher so mit einer Überfigur, von der man sich nicht genug emanzipiert, also Selbstbewusstsein aufgebaut hat (was viele präpubertäre Hools mit „große Fresse“ verwechseln). Eigentlich ist man von Schmadtke und seinem dreisten Abgang immer noch nicht geheilt.

          Ja, er mag ja durchaus ein Arschloch sein aber erstens sollte man sich langsam mal die Zeit mit ihm und die Dummheit, ihm einen Vertrag zu geben, verzeihen und zweitens Schwamm drüber, wir wünschen ihm für seine berufliche Zukunft alles Gute. Du warst in unserer Brieftasche, aber niemals in unseren Herzen. Wer so jemanden hasst hat wohl keine anderen Probleme.

  2. Tobi Flocke says:

    man hätte ihn beim dopa weiter in die enge drängen müssen. etwas weiter daraufhin befragen sollen. sein gesicht hat widergespiegelt das ihm er blutruck runter ging und gehofft hat keine weitere frage dazu zu bekommen. jeder in der runde wusste bescheid. interessant funkel dabei zu beobachten. schade das nicht weiter gebohrt wurde

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar