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„Sensationelle Präsenz“: Beierlorzer schwärmt von Skhiri


Auch, wenn Ellyes Skhiri erst am 12. August wieder in Köln erwartet wird und dann das Training beim 1. FC Köln aufnehmen soll, ist er jüngste Neuzugang der Geissböcke bei seinem neuen Klub in aller Munde. Die Fans freuen sich auf den Tunesier, obwohl sie noch nicht wissen, was genau sie vom vermeintlichen Königstransfer erwarten können. Trainer Achim Beierlorzer ahnt es dagegen und hofft, dass dem FC ein Transfer-Coup gelungen ist.

Köln – Sind die Marktwerte auf transfermarkt.de tatsächlich mehr als nur virtuelle Richtwerte, dann hat der FC schon jetzt ein gutes Geschäft gemacht. Zwölf Millionen Euro soll Ellyes Skhiri wert sein, doch weil sein Vertrag beim HSC Montpellier nur noch ein Jahr bis 2020 lief, zahlte Köln nur rund die Hälfte, also knapp sechs Millionen Euro, an die Franzosen.

Skhiri galt in der vergangenen Saison in der Ligue 1 als einer der stärksten Sechser der ersten französischen Spielklasse. Im Afrika-Cup absolvierte er für Tunesien alle Partien von Beginn an und führte sein Team auf Rang vier der Kontinentalmeisterschaften. Und nun überraschte er einige Experten mit seinem Wechsel nach Köln, obwohl ihm angeblich auch die Türen zu zuletzt erfolgreicheren Klubs in Europa offen gestanden hätten. Doch der FC muss sich dem Vernehmen nach sehr lange und intensiv um Skhiri bemüht haben, sodass der Transfer am Ende glückte.

Mit ihm bekommen wir einen absoluten Top-Spieler

Achim Beierlorzer zeigte sich jedenfalls von dem Transfer begeistert. „Wir erwarten von ihm diese sensationelle Präsenz in der Defensive, die er in Montpellier oder im Afrika-Cup gezeigt hat“, sagte der FC-Coach. „Sowohl im Zweikampf als auch in der Organisation und im Ballbesitz – mit ihm bekommen wir einen absoluten Top-Spieler.“ Der 51-Jährige hofft, mit Skhiri neben Marco Höger, Birger Verstraete und Vincent Koziello das fehlende Puzzlestück im defensiven Mittelfeld bekommen zu haben, um in der Bundesliga bestehen zu können.

Bereits Armin Veh hatte zuvor erklärt, dass die Verpflichtung von Skhiri und Verstraete notwendig gewesen sei und einen „Umbruch für die nächsten Jahre einleiten“ solle. „Zuletzt war es ja so: Wenn uns Marco Höger weggebrochen ist, hatten wir auf der Position ein Problem“, sagte der Sportchef der Bild. Man erwarte keine Überdinge, aber das Problem soll jetzt behoben sein.

Auch, wenn Skhiri nicht sofort wird weiterhelfen können. „Wir werden Geduld mit ihm haben müssen, um ihn ganz seriös aufzubauen und ihn als stabilen Spieler bei uns zu haben“, sagte Beierlorzer, der den 24-Jährigen erst nach dem Pokal-Spiel in Wiesbaden im Training erwartet. Bis dahin soll sich der Tunesier von den Afrika-Cup-Strapazen erholen. Das Spiel in Wolfsburg dürfte dann noch zu früh kommen. Im Heimspiel gegen Borussia Dortmund könnte Skhiri dann aber sein Debüt im FC-Trikot geben.

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