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Skhiri stellt sich vor: „Wir sollten uns keine Limits setzen“


Ellyes Skhiri ist mit seiner Freundin Joanna, einem Hund und einer Katze nach Köln gekommen. Der Hobby-Angler startete in den ersten zwei Wochen beim 1. FC Köln durch, wurde in Wolfsburg eingewechselt und stand gegen Dortmund in der Startelf. Der laufstarke Tunesier hat bereits mit einer App angefangen Deutsch zu lernen. Am Dienstag sprach er noch auf Französisch erstmals mit den Medienvertretern.

Köln – Der 24-Jährige kam im Sommer für rund sechs Millionen Euro von seinem Heimatklub Montpellier nach Köln. Skhiri soll zusammen mit Birger Verstraete das neue Mittelfeld-Zentrum des Effzeh bilden und lief gegen den BVB bereits die meisten Kilometer aller Spieler. Am Dienstag sprach Skhiri über…

…das Einleben in Köln: „Ich bin hier schon gut aufgenommen worden. Es ist für mich von Vorteil, dass viele Spieler Französisch sprechen. Das macht es einfach für mich. Man merkt, dass der Zusammenhalt im Team gut ist. Die Atmosphäre ist heiter, positiv, und ich erlebe hier viel Leidenschaft. Das gefällt mir sehr gut.“

…den Wechsel aus Montpellier: „Das ist eine enorme Veränderung für mich. Ich habe immer in der Nähe meines Geburtsortes gespielt, aber ich wollte den nächsten Schritt machen, als Mensch, als Fußballer. Köln ist zwar kein Klub, der in meiner Heimat medial sehr präsent ist. Dennoch haben mir die, mit denen ich gesprochen habe, viel Gutes über den FC berichtet. Das hat sich sofort bestätigt. Es gefällt mir.“

Das hat mich sehr berührt

…sein Startelf-Debüt im Heimspiel: „Es hat mich natürlich überrascht, so schnell in der Startelf zu stehen. Ich glaube, es ist für mich persönlich recht gut gelaufen. Die Atmosphäre war besonders für mich, die 50.000 Zuschauer und diese Lautstärke, das Herzblut, mit dem die Fans uns angefeuert haben. Das macht es hier noch leidenschaftlicher und hat mich sehr berührt.“

…seine Laufstärke: „Eine meiner Qualitäten ist, dass ich enorm viel laufen kann. Ich bin noch nicht bei 100 Prozent und hoffe, das regelmäßig auf den Platz bringen zu können.“

…seine weiteren Qualitäten: „Ich glaube, dass ich neben meinen läuferischen Fähigkeiten ein leidenschaftlicher Spieler bin, gut in den Zweikämpfen, in der Balleroberung. Ich mag das einfache Spiel und versuche, meine Mitspieler gut in Position zu bringen. In den letzten Jahren habe ich vor allem auf der Sechs gespielt, möchte mit meiner Laufstärke aber gerne auch in der Offensive dazu beitragen, das Spiel zu öffnen.“

Wir sollten nie die Handbremse anziehen

…die Chancen des FC in der Saison: „Wir haben jetzt zwei negative Resultate erzielt, aber man hat gegen Dortmund, eine der besten Mannschaften der Liga, gesehen, dass wir mithalten können. Das macht Hoffnung. Die meisten Spiele in der Bundesliga werden sehr eng verlaufen, aber ich finde, dass wir gute Karten haben. Auf jeden Fall sollten wir uns keine Limits setzen, nie die Handbremse anziehen, wir sollten einfach die bestmögliche Saison spielen.“

…seine WM-Teilnahme: „Das war für ein Traum für mich, wie für jeden Fußballer. Das ist der großartigste Wettbewerb, den man sich vorstellen kann. Wir haben gegen großartige Gegner gespielt: England, Belgien und Panama. Das war sehr bereichernd für mich als Fußballer und Mensch.“

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