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Beierlorzer: „Nach zehn Spielen machen wir einen Schnitt“


Achim Beierlorzer und der 1. FC Köln haben das wuchtige Auftaktprogramm mit drei Punkten hinter sich gebracht. Der Trainer der Geissböcke will den Start in die Bundesliga-Saison 2019/20 erst nach zehn Spielen bewerten. Seine Ansage ist klar: Jetzt müssen Punkte her, am besten schon am Sonntag gegen Hertha BSC.

Köln – Am Dienstag nach dem ersten Training der Woche sprach der FC-Trainer darüber, warum er in München bewusst auf eine Fünferkette verzichtete, dass der Druck nun steigt und dass seine Stürmer am Samstag Verständnis für die taktischen Überlegungen haben mussten. Das sagte Beierlorzer über…

…die Aufarbeitung von München: „Wir haben das Spiel so seriös wie jedes andere Spiel aufgearbeitet. Wir hätten gegen die Bayern ja in einem ganz anderen Konzept spielen und mit Fünferkette Zement anrühren können. Aber was hätte uns das auch mit Blick auf die nächsten Spiele gebracht? Wir hätten was probiert, aber wir hätten es komplett aus unserer Entwicklung herausnehmen müssen. Ich finde, dass wir am Samstag in unserem System richtig gute Ballbesitz-Phasen gesehen haben. Und das haben wir der Mannschaft jetzt auch noch mal im Video gezeigt. Gleichzeitig wissen wir, dass wir defensiv noch stabiler stehen müssen. Deswegen besprechen wir die Situationen wie beim ersten Gegentor, als wir gleich zweimal zu gierig rausgerückt sind, individuell mit den Spielern.“

In ruhige Gewässer kommt man nur, wenn man punktet

…das Auftaktprogramm: „Ich sehe jetzt noch keinen Schnitt. Ich habe gesagt: Nach zehn Spielen machen wir einen Schnitt und schauen, wie wir stehen. Um dann gut dazustehen, brauchen wir ab jetzt ordentlich Punkte. Wir wollen das nächste Heimspiel unbedingt gewinnen. Wir wollen in ruhige Gewässer kommen, und in ruhige Gewässer kommt man nur, wenn man punktet.“

…die nächsten Gegner: „Wir spielen weiter gegen Bundesligisten. Hertha BSC ist keine Laufkundschaft, die der FC locker aus dem Stadion schießen kann. Auch bei Hertha läuft mit bislang vier Punkten nicht alles so, wie man sich das wünscht. Aber wir müssen auf uns schauen, müssen die Aspekte, die wir schon gut gemacht haben, über 90 Minuten auf den Platz bringen. Wir wollen auf gar keinen Fall noch einmal eine Halbzeit wie gegen Gladbach. Das wollen wir nicht mehr, das muss raus aus unserem Spiel, das müssen wir eliminieren. Aber man hat gegen die Bayern schon gesehen, dass wir an unserem Ballbesitz gearbeitet haben, dass wir mutiger auftreten.“

…das Sturm-Trio: „Wir müssen noch mehr Torchancen herausspielen, müssen noch effektiver werden. Ich habe Tony Modeste kurz und knapp erklärt, warum er nicht gespielt hat. Simon Terodde ist derjenige, der diese Laufarbeit noch besser macht. Deswegen war es besser, ihn in München zu bringen. Dieses Verständnis für die Mannschaft haben unsere Spieler aber. Wenn wir ihnen erklären, warum wir welche Entscheidungen treffen und wenn wir sie auf diesem Wege mitnehmen, dann verstehen die Spieler das auch. Auch mit Simon habe ich gesprochen, weil wir nur mit einer Spitze gespielt haben und warum wir mit drei zentralen Mittelfeldspielern gegen die Bayern spielen wollten.“

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