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Der große Trainer-Vergleich: Wie siegt der FC in der Liga?


Der 1. FC Köln hat unter Steffen Baumgart einen furiosen Saisonstart gefeiert. Sechs Punkte aus drei Spielen versprechen zwar noch keinen Frühling im Spätsommer, doch die Geißböcke zeigen unter ihrem neuen Trainer einen gänzlich anderen Fußball als in den Vorjahren. Das zeigt ein Vergleich aller Siege, die die Geißböcke seit dem Aufstieg 2019 gefeiert haben.

Köln – Seit dem Aufstieg 2019 hat der 1. FC Köln insgesamt 71 Bundesliga-Spiel bestritten. Die Siege gegen Hertha BSC und den VfL Bochum waren die Siege Nummer 20 und 21 in diesem Zeitraum. Der GEISSBLOG.KOELN hat diese 21 Erfolge unter die Lupe genommen und die Kernwerte dieser Partien miteinander verglichen. Wie waren Achim Beierlorzer, Markus Gisdol und Friedhelm Funkel erfolgreich? Und wie ist es heute Steffen Baumgart?

Der FC unter Achim Beierlorzer

Bilanz
Bundesliga-Spiele: 11
Bundesliga-Siege: 2

Den ersten Sieg feierte Beierlorzer in Freiburg. Das 2:1 durch den Last-Minute-Treffer von Ellyes Skhiri war, zumindest den Statistiken zufolge, unverdient. Die Geißböcke hatten weniger Ballbesitz (47 Prozent), schossen seltener aufs Tor (10 zu 15 Torschüsse), hatten eine schlechtere Passquote (75 Prozent) und legten zwei Kilometer weniger zurück. Am Ende waren es womöglich die mehr gewonnenen Zweikämpfe (52 zu 48 Prozent), die den Unterschied ausmachten. Es war der einzige Kernwert, in dem der FC besser war als Freiburg.

Den zweiten Sieg gab es gegen Paderborn (und damit gegen Baumgart). Ein 3:0 zuhause, das der FC jedoch nur in zwei Bereichen dominierte: im Zweikampf (60:40 Prozent) und über die Anzahl Torschüsse (17:9). Obwohl der FC zuhause spielte, gaben die Geißböcke den Ball nur allzu gerne ab, 42 zu 58 Prozent für den SCP. Auch die Passquote war deutlich schlechter als die des Gastes (76 zu 86 Prozent). Beide Mannschaften liefen gleich viel (rund 120 Kilometer), doch am Ende waren es zwei Kölner Standardtore, die den Unterschied ausmachten. Es sollte Beierlorzers letzter Sieg bleiben.

Der FC unter Markus Gisdol

Bilanz
Bundesliga-Spiele: 51
Bundesliga-Siege: 13

Markus Gisdol setzte als FC-Trainer auf eine starke Zweikampfquote. Bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie gelangen achte Siege in zehn Spielen dank durchweg starker Zweikampfwerte von bis zu 57 Prozent sowie in der Hälfte der Partien auch mehr Ballbesitz und einer besseren Passquote als der Gegner bei mindestens ebenbürtiger, wenn nicht gar stärkerer Laufleistung, woraus auch mehr Torschüsse resultierten. Kurzum: Der FC versuchte zumindest zeitweise, das Spiel an sich zu reißen. Nicht immer (wie in Berlin beim 5:0 oder gegen Freiburg beim 4:0), jedoch selbst gegen Wolfsburg oder in den so wichtigen Spielen in Frankfurt und daheim gegen Bremen.

Das änderte sich schlagartig mit Corona. Erst gewann der FC gar nicht mehr, und als es dann wieder gelang, waren es Siege basierend auf dem Zufallsprinzip. In der vergangenen Saison gewann der FC unter Gisdol fünfmal. In allen Spielen hatte Köln kein Interesse am Ballbesitz. Selbst auf Schalke beim Tabellenletzten hatte der FC nur 37 Ballbesitz. Trotz einer teils verheerenden Passquote von unter 70 Prozent, trotz weniger Torschüsse, weniger gewonnener Zweikämpfe und einer maximal ebenbürtigen Laufleistung gelang es Gisdol, sich mit dem FC in die Rückrunde zu retten. Mit einer kompletten Abkehr des Fußballs, mit dem Gisdol den FC ein Jahr zuvor noch erfolgreich gemacht hatte. Der Tiefpunkt: Selbst zuhause gegen Bielefeld kam Köln nur auf 44 Prozent Ballbesitz, brachte nur erschütternde 2 von 3 Pässen an den Mann (67 Prozent Passquote) und verlor überdies mehr Zweikämpfe als der Gegner (49 zu 51 Prozent). Dass es am Ende 3:1 für den FC stand, war wichtig für die Geißböcke, herausgespielt war es nicht.

Der FC unter Friedhelm Funkel

Bilanz
Bundesliga-Spiele: 8 (inkl. Relegation)
Bundesliga-Siege: 4

Hatten unter Gisdol über die Zeit alle Werte im Vergleich zum Vorgänger Beierlorzer sogar noch abgenommen, versuchte Funkel in der Kürze der Zeit nur an wenigen Stellschrauben zu drehen, um die Klasse zu halten. Heraus sprangen vier Siege in acht Spielen. Einzig am 34. Spieltag gegen Schalke, als es um alles ging, ging der FC in die volle Offensive mit 66 Prozent Ballbesitz, einer besseren Passquote und deutlich mehr Torschüssen (21:6). Doch darüber hinaus überließ Funkel das Feld weiterhin dem Gegner, wenngleich er die Kölner Abwehrreihe etwas nach vorne schob, um besseren Zugriff in den Zweikämpfen zu haben. Läuferisch und in den direkten Duellen war der FC wieder obenauf, dazu gelangen punktuell spielerisch dominante Phasen wie in den ersten Halbzeiten in Augsburg und in Kiel. Der Rest war solides Verteidigen – mit dem nötigen Erfolg.

Der FC unter Steffen Baumgart

Bilanz
Bundesliga-Spiele: 3
Bundesliga-Siege: 2

Unter Steffen Baumgart hat sich das komplette Spiel des 1. FC Köln verändert. In den beiden Heimsiegen gegen Bochum erreichte der FC im Schnitt 18,5 Torschüsse und damit fast fünf Torschüsse pro Spiel mehr als im Schnitt in den zwei Jahren zuvor unter allen drei Trainern. Der Ballbesitz lag bei 59 Prozent gegen die Hertha und gar bei 71 Prozent gegen Bochum. Die Passquote stieg um acht Prozentpunkte im Vergleich mit dem Durchschnitt der Spielzeiten 19/20 und 20/21, liegt nun bei 82,5 Prozent. Selbst in der Niederlage beim FC Bayern kamen die Geißböcke auf 77 Prozent, ein Wert, den der FC in den zwei Jahren zuvor selbst in siegreichen Spielen nur zweimal (!) übertraf. Dazu gewannen die Geißböcke über 56 Prozent ihrer Zweikämpfe und sind bislang die laufstärkste Mannschaft der Liga.

Fazit

Es ist noch sehr früh in der Saison, drei Spieltage sind gespielt, doch aus dem Geißbockheim hört man: Solche Leistungen hätte man sich zur Mitte der Hinrunde gewünscht und nicht bereits zum Saisonbeginn erwartet. Die Daten zeigen, dass der FC seinen kompletten Spielstil verändert hat. Auch wenn der Sieg gegen Bochum in dieser Dominanz eine Ausnahme bleiben dürfte, zeigt schon das Spiel gegen die Hertha, dass der FC auf Ballbesitz-Fußball, saubere Pass-Stafetten und Dominanz im Zweikampf setzt. Baumgart fordert seine Spieler zudem zu häufigeren Abschlüssen auf. Das Motto: Wer nicht schießt, kann nicht treffen.

Dabei ist das Fundament die Fitness, die unter Beierlorzer komplett fehlte, unter Gisdol zunächst erfolgreich aufgebaut wurde und dann wieder verloren ging. Jetzt ist der FC fraglos in körperlicher Bestform, und so besteht die Hoffnung, dass die Geißböcke den Baumgart-Fußball auch in den kommenden Wochen auf den Rasen bringen werden.

34 Kommentare
  1. Gerd1948 sagte:

    Eigentlich verbietet sich Baumgartscher Fußball mit dem etwa von Gisdol ab März 2020 zu vergleichen. Das hat ja offenkundige Gründe, dass man gewisse Werte verbessert hat. In erster Linie ist es die Freude am Fußball spielen, die mit Baumgart eingekehrt ist. Ich will ja gar nicht von zurück gekehrt sprechen, denn ich weiß nicht wie lange das her ist, dass man mit der Vorgabe ins Spiel ging dominant auftreten zu wollen. Das war auch in KEINEM Jahr unter Stöger so , doch natürlich in der 2. Liga, aber Offensivfußball. War das nicht zuletzt in den 80ern in der 1.Liga? Die Gründe für die guten Werte liegen in der Präsenz der Spieler in der gegnerischen Hälfte, im Selbstvertrauen an die eigene Stärke und an einem Trainer, der sie implizieren kann. Dieser Sieg gegen Berlin war enorm wichtig und eine Art Initialzündung für die ganze Saison.

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  2. Steffen Weber sagte:

    Diese Analyse ist Hauswirtschaftsschule 3. Klasse!

    Wenn man den Ballbesitz be- und verurteilen will, dann muss man auch den Spielverlauf berücksichtigen. Wenn man am Gisdol „Tiefpunkt“ beim Heimsieg gegen Bielefeld die 44% Ballbesitz anprangert, dann sollte man auch berücksichtigen, daß man nach 9 Minuten bereits führte und nach 30 Minuten sogar schon mit 2:0. Daß man sich dann zurück zieht (gerade in der Phase, als fußballerisch nicht viel drin war), dem Gegner den Ball gibt und auf Konter lauert, ist ja nur logisch. Und daß dabei auch die Passquote in den Keller geht, weil der Gegner nichts mehr zu verlieren hat, natürlich ganz hoch presst und man viel lang und vertikal in die gegnerische Hälfte spielt, was nicht so oft ankommt, ist auch nur logisch. Man war übrigens mehr gelaufen als der Gegner, nur für die Vollständigkeit, weil es nicht erwähnt wurde..

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      • Steffen Weber sagte:

        Die „gänzlich anderen Werte“ sahen so aus, dass man von den 8 Spielen 6x weniger Ballbesitz als der Gegner hatte (3x sogar weniger als 40% Ballbesitz) und 2x mehr Ballbesitz. 1x davon in Frankfurt, wo man 2:0 zurück lag.
        Das belegt exakt meine Ausführung.
        Noch deutlicher wird es für Hauswirtschaftsschul-Absolventen, wenn du dir anschaust, daß man beim 5:0 gegen Hertha und 3:0 gegen Schalke 39% bzw. 38% Ballbesitz hatte. Getreu dem Motto: „wir führen, hier ist der Ball.“

        Passquote von 70% gab es zu der Zeit auch, es waren i. d. R. nicht mehr als 74%.

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          • Steffen Weber sagte:

            Keine der genannten Faktoren ist in dem Bericht genannt und wurde entsprechend nicht thematisiert. Ganz billiger Versuch, deine Falschbehauptungen zu verwässern.
            Die Kernkompetenz auf der Hauswirtschaftsschule ist nicht Fußball. Folglich die Nennung.
            Damit geht auch dieser billige Angriff von dir wieder mal ins Leere.. :)

          • Jose Mourinho sagte:

            Als Experte der Falschbehauptung – ich sage nur „Mere war Stammspieler unter Stöger“, was Du dann durch Bildung des Trainerduos Stöger/Ruthenbeck (das es nie gab) kaschieren wolltest, zitiere ich jetzt einfach mal beispielhaft zu den Faktoren, die laut Dir im Bericht nicht genannt sind, aus dem Bericht:

            „Die Geißböcke hatten weniger Ballbesitz (47 Prozent), schossen seltener aufs Tor (10 zu 15 Torschüsse), hatten eine schlechtere Passquote (75 Prozent) und legten zwei Kilometer weniger zurück.“ Tadaaaa – Torschüsse und Laufleistung.

            „Bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie gelangen achte Siege in zehn Spielen dank durchweg starker Zweikampfwerte von bis zu 57 Prozent sowie in der Hälfte der Partien auch mehr Ballbesitz und einer besseren Passquote als der Gegner bei mindestens ebenbürtiger, wenn nicht gar stärkerer Laufleistung, woraus auch mehr Torschüsse resultierten.“
            Tadaaa – Zweikampfquote und nochmal Laufleistung.

            Aber egal, in Deiner Welt hast Du sicher nichts davon im Artikel stehen… ;-)

          • Steffen Weber sagte:

            Nein, in dem Abschnitt zu Bielefeld, auf den ich mich bezog, stand NICHTS von Laufleistung, Toschüssen und Zweikampfquote, und ich hatte trotzdem erwähnt, daß man mehr gelaufen war. Weißt du ja auch, wolltest trotzdem stänkern und willst nun alternative Erklärungen für deine Falschbehauptung liefern. Aber ok, dann machen wir das mal mit und passen das Urpsrungsposting an:

            Wenn man den Ballbesitz be- und verurteilen will, dann muss man auch den Spielverlauf berücksichtigen. Wenn man am Gisdol „Tiefpunkt“ beim Heimsieg gegen Bielefeld die 44% Ballbesitz anprangert, dann sollte man auch berücksichtigen, daß man nach 9 Minuten bereits führte und nach 30 Minuten sogar schon mit 2:0. Daß man sich dann zurück zieht (gerade in der Phase, als fußballerisch nicht viel drin war), dem Gegner den Ball gibt und auf Konter lauert, ist ja nur logisch. Und daß dabei auch die Passquote in den Keller geht, weil der Gegner nichts mehr zu verlieren hat, natürlich ganz hoch presst und man viel lang und vertikal in die gegnerische Hälfte spielt, was nicht so oft ankommt, ist auch nur logisch. Man war übrigens mehr gelaufen als der Gegner, nur für die Vollständigkeit, weil es nicht erwähnt wurde..

            Ergänzend sei noch angeführt, daß man auch mehr Torschüsse hatte (14:9) und ein fast ausgeglichenes Zweikampfverhältnis: 49:51. Das untermauert noch zusätzlich die Erklärung, daß die angeprangerten Werte Ballbesitz und Passquote aus dem Spielverlauf resultierten und eben kein Beleg für einen „Tiefpunkt“ sind. (Danke an J.M. für diese untermauernden Hinweise)

          • Jose Mourinho sagte:

            Muss man erst mal drauf kommen, dass mit „Bericht“ nur ein Teil des Abschnitts über Bielefeld gemeint sein soll. Du bist einfach nicht ernst zu nehmen. Wieso sollte man nur ein Teil aus dem ganzen Picken? Die anhand von Statistiken nachzuvollziehenden Fakten zu – ganz ausdrücklich – allen Kernzahlen die Fußballstatistiker festhalten und die im Web zu finden sind, untermauern die Feststellungen des Blogartikels, dass alles in allem zu späteren Gisdolzeiten diese Kernzahlen selbst bei Siegen schlechter waren als zu früheren Zeiten (und zwar auch bei Siegen). Es ist also kein Zufall, dass man dann kaum noch siegreich war. Und jetzt erläutere mir doch noch mal, wie genau Mere unter Stöger (nicht Ruthenbeck und nicht gemischt) Stammspieler war. Da wird Dir sicher auch noch eine versuchte Täuschung einfallen. ;-)

          • Steffen Weber sagte:

            Nein, wie soll man auch darauf kommen, daß ich mich auf das angesprochene Bielefeldspiel beziehe, wenn vom zitierten „Tiefpunkt“ die Rede ist und ich explizit das Wort „Bielefeld“ nennen? :D
            Sorry, mein Fehler, hatte gedacht, wer hier liest, übersteigt zumindest die Mindestanforderungen der erforderlichen Grund-Auffassungsgabe..

            Ich kann dir aber gerne nochmal erklären, daß auch dein neuerlicher Erklärungsversuch scheitert, da die Zahlen am Tiefpunkt eben NICHT schlechter waren, als bei Siegen zur Hochphase. Ich hatte dir ja bereits die Zahlen der „guten“ Phase dargelegt:

            „Die „gänzlich anderen Werte“ sahen so aus, dass man von den 8 Spielen 6x weniger Ballbesitz als der Gegner hatte (3x sogar weniger als 40% Ballbesitz) und 2x mehr Ballbesitz. 1x davon in Frankfurt, wo man 2:0 zurück lag.
            Das belegt exakt meine Ausführung.
            Noch deutlicher wird es für Hauswirtschaftsschul-Absolventen, wenn du dir anschaust, daß man beim 5:0 gegen Hertha und 3:0 gegen Schalke 39% bzw. 38% Ballbesitz hatte. Getreu dem Motto: „wir führen, hier ist der Ball.“

            Passquote von 70% gab es zu der Zeit auch, es waren i. d. R. nicht mehr als 74%.“

            Und zum Vergleich das Bielefeld-Spiel auch schon 2 mal:

            „Wenn man den Ballbesitz be- und verurteilen will, dann muss man auch den Spielverlauf berücksichtigen. Wenn man am Gisdol „Tiefpunkt“ beim Heimsieg gegen Bielefeld die 44% Ballbesitz anprangert, dann sollte man auch berücksichtigen, daß man nach 9 Minuten bereits führte und nach 30 Minuten sogar schon mit 2:0. Daß man sich dann zurück zieht (gerade in der Phase, als fußballerisch nicht viel drin war), dem Gegner den Ball gibt und auf Konter lauert, ist ja nur logisch. Und daß dabei auch die Passquote in den Keller geht, weil der Gegner nichts mehr zu verlieren hat, natürlich ganz hoch presst und man viel lang und vertikal in die gegnerische Hälfte spielt, was nicht so oft ankommt, ist auch nur logisch. Man war übrigens mehr gelaufen als der Gegner, nur für die Vollständigkeit, weil es nicht erwähnt wurde..

            Ergänzend sei noch angeführt, daß man auch mehr Torschüsse hatte (14:9) und ein fast ausgeglichenes Zweikampfverhältnis: 49:51. Das untermauert noch zusätzlich die Erklärung, daß die angeprangerten Werte Ballbesitz und Passquote aus dem Spielverlauf resultierten und eben kein Beleg für einen „Tiefpunkt“ sind. “

            Und wieder mal zu Mere: Mere wechselt damals erst nach dem Trainingslager, war daher bei den ersten Spielen keine Option. Hat dann gespielt, war wieder raus, hatte mit Hüftproblemen zu kämpfen, weshalb er teilweise sogar pausieren musste und war anschließend, nachdem die gesundheitlichen Probleme überwunden waren, 2x Startelf. Dann war Stöger weg. Also wenn du behauptest, Mere hätte es unter Stöger nicht geschafft, dann ist das schlicht falsch! Aber auch da wirst du – als altes one trick pony – bestimmt wieder eine alternative Erklärung für haben :)

          • Jose Mourinho sagte:

            Stammspieler waren Sörensen und Heintz. Niemand anders. Wenn Sie einsatzbereit waren, dann waren sie seine Wahl. Zahlen lügen nicht. Jetzt kommst Du mit Erklärungsversuchen, warum er kein Stammspieler war.

            Und zu dem anderen Themenkomplex: Ich zitiere gerne nochmal den Artikel: „Markus Gisdol setzte als FC-Trainer auf eine starke Zweikampfquote. Bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie gelangen achte Siege in zehn Spielen dank durchweg starker Zweikampfwerte von bis zu 57 Prozent sowie IN DER HÄLFTE DER PARTIEN AUCH MEHR BALLBESITZ und einer besseren Passquote als der Gegner.“

            Abseits von Statistiken: Wenn Du der Meinung bist, dass die Spiele unter Gisdol seit der Pandemie, die uns weitgehend erbärmliche Ergebnisse und (natürlich nur aus meiner Sicht des Ahnungslosen) auch mehr als oft absolut unansehnliches Gekicke geliefert haben, keinen Tiefpunkt darstellen, ist das natürlich Dein gutes Recht. Und meins ist es, die Auffassung des Autors zu teilen, dass es eben dies war.

          • Steffen Weber sagte:

            „Markus Gisdol setzte als FC-Trainer auf eine starke Zweikampfquote. Bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie gelangen achte Siege in zehn Spielen dank durchweg starker Zweikampfwerte von bis zu 57 Prozent sowie IN DER HÄLFTE DER PARTIEN AUCH MEHR BALLBESITZ und einer besseren Passquote als der Gegner.““

            Das ist aber schlicht falsch! Man hatte nur 3x von diesen 8 Spielen mehr Ballbesitz, u.a. beim Sieg in Frankfurt, als man das 2:0 noch in ein 2:4 drehte, zudem hatte man NUR 2x von diesen 8 Spielen die besser Passquote als der Gegner!
            Die Zahlen sind schlicht falsch! FAKE NEWS!
            Zudem belegt der niedrige Ballbesitz meine Aussage, dass in den Spielen, wo eine Mannschaft der unteren Tabellenhälfte früh führt, der Ball häufig dem Gegner überlassen wird, um zu kontern. Deshalb auch die schwachen Pass- und Ballbesitzwerte beim thematisierten Spiel gegen Bielefeld.

  3. Struwwelpeter sagte:

    Finde es ist viel zu früh, irgendwelche Vergleiche anzustellen. Wenn wir die halbe Saison durchhaben, macht das eher Sinn. Ich befürchte, hier ging die Euphorie über den Baumgartschen Fußball ein bisschen mit dem Autor durch. Ich bin auch begeistert und stimme trotzdem Kurti zu: erstmal auf dem Teppich bleiben. Ich hoffe natürlich auch wie jeder, dass der Trend anhält. In diesem Sinne, Kölle Alaaf!

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  4. Boom77 sagte:

    Bei Gisdol bleibt ja vieles rätselhaft. Gut, vielleicht nicht alles, weil man manches darauf zurückführen kann, dass er es als Trainer nicht besser kann (z. B. Offensivfußball). Was ich aber nie verstehen kann, ist der in der Analyse zutreffend angesprochene Punkt, dass unter Gisdol die Fitness verloren gegangen ist. Wie das passieren konnte, ist für mich unerklärlich. Denn, dass er eine Mannschaft fit bekommt, so dass die auch im Spiel 120 km laufen kann, hat er ja damals im Trainingslager in Benidorm bewiesen. Warum ist er davon abgegangen? Was hat er da geändert und warum? Das werde ich – neben der Tatsache, dass er später dann ohne Sturm spielen lies – nie verstehen.

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  5. Gerd1948 sagte:

    Ist sie das wirklich? Oder ist nur bei einigen der Glaube an Gisdol verloren gegangen vllt auch mal Meter zu machen, die oftmals unnötig sind. Den inneren Schweinehund bemerkst du im Erfolg doch gar nicht. Wenn du die Basics hast bist du wie fremd gesteuert, du überlegst nicht dem Mann hinterher zu laufen, du tust es einfach. Solche Werte sind, wie Steffen richtig anmahnt, sehr schwer einzuordnen und in der Tat immer vom jeweiligen Spielstand und der damit verbundenen weiteren Vorgehensweise abhängig. Unter Baumgart ist die Bereitschaft viel größer geworden initiativ zu sein. Man muss es ja auch umsetzen etwa mit 7 Mann zu stürmen ,die Bälle zu fordern, die Positionen richtig zu besetzen. Dadurch ist die gesamte Ballsicherheit gestärkt worden. Ich sag ja immer oberflächlich, dass die alle kicken können in der Bundesliga, aber das A und O wird immer sein das Potential aus jedem Einzelnen raus zu holen und dies im Sinne der Mannschaft einzubringen.

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    • Steffen Weber sagte:

      Die Bereitschaft zu Laufen basiert auf dem Glauben, daß es die Kollegen auch tun. Nur wenn alle mitziehen, wird es auch jeder machen. Hast du einen „unrunden“ Haufen, bei dem auch noch der Erfolg fehlt, dann denkt sich jeder, bevor er auch noch den ziemlich aussichtslosen Sprint anzieht „ach, wozu, machen die anderen auch nicht.“ Und dann macht es auch der nächste nicht. Du brauchst einen Spirit, dass sich jeder opfert und jeder alles gibt. Wenn einer nicht mitzieht, musst du ihn rausnehmen. Das kann man sich aber nicht immer und bei jedem erlauben, da kann es dann schwierig werden.

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  6. FC Neukoelln sagte:

    Ich verstehe die Beschränkung auf ausschliesslich siegreiche Spiele nicht so recht. Sind glückliche Siege, gerechte Unentschieden oder unglückliche Niederlagen nicht ähnlich aussagekräftig?

    Ausserdem fehlt mir was. Der „große Trainer-Vergleich“ – dazu gehört meines Erachtens nach auch eine Bewertung der Soft Skills. Wir sind doch schliesslich in Kölle. Wie gut nimmt er die Spieler mit, wie gut die Medien? Vielleicht kommt das ja noch.
    Anfang (als gebürtiger Kölner ungewöhnlich blutleer – hier aber gar nicht thematisiert) und Beierlorzer (monothematischer Gute-Laune-Bär) haben das in beiden Fällen gar nicht geschafft, Gisdol nur entlang der kurzen Erfolgsphase (da war er dann aber angenehm unaufgeregt). Funkel kam in der Rolle des Rettungssanitäters und hat unter Blaulicht und Tatütata allerorts für stabile Seitenlage gesorgt – körperlich, mental und medial. Nicht mehr und nicht weniger.
    Baumgart gelingt das bislang überraschend gut. Die klare Ansprache und ehrliche Art kommen gut an. Er hält Spieler öffentlich und ausdrücklich bei der Stange, die gerade aussen vor sind – was Zusammenhalt schafft. Und dann macht er sich glaubwürdig, weil sein Plan überraschend früh in der Saison bereits aufzugehen scheint. Man muss einfach festhalten: er hat in der Kommentarspalte des Geissblog bis dato erstaunlich wenig Feinde! Er muss also irgendwas richtiger machen als seine Vorgänger.
    Worauf ich gespannt bin ist, wie er Krisen moderieren wird. Ich hatte da anfangs grosse Zweifel, mittlerweile gehts aber. Das beste wird also sein, erst gar keine Krise jemals aufkommen zu lassen – nie wieder!

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  7. Ali Perez sagte:

    Fitness ist auch Kopfsache. Es hat immer etwas mit Inneren-schweinehund-überwinden zu tun.
    Ist man ihm roten Bereich oder wähnt man sich im roten Bereich. Ich glaube nicht, dass die Mannschaft unter Gisdol nicht fit war. Es wirkte mehr wie eine zunehmende Blockade, die der Trainer nicht mehr lösen konnte. Mit Steffen Baumgart steht ein Trainer an der Linie, der von den Spielern in Udo-Bölts-Manier „Quäl dich du Sau“ fordert. Seine Reaktion auf Mark Uths Jammern sagt doch alles!

    Ein Fazit kann man zwischen ihm und Gisdol schon jetzt ziehen: Steffen Baumgart geht an den Start um zu gewinnen und nicht nur, um nicht zu verlieren. Der bückt sich nicht und das ist klasse.

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    • andi sagte:

      Zunächst sind diese Werte wertlos, wenn der Gegner mehr Tore schiesst. Hierfür überweise ich fünf Euro an die Aktion Sorgenkind. Klar sind im Moment die Spieler und Fans Feuer und Flamme für das was auf dem Platz passiert. Aber was ist wenn auf einmal trotz dieser Werte Spiele verloren werden? Wenn die Mannschaft eventuell den Glauben an die „Quälerei“ verliert? Ich denke für einen solchen Vergleich ist es noch viel zu früh. Ich wünsche mir sehr, dass der Baumgartsche Fussball noch lange lange anhält und sich dann auch in den Köpfen festsetzt, dass nur wer hart arbeitet Erfolg haben wird.

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  8. kalla lux sagte:

    Zuerst einmal finde ich eine Bewertung nach 3 Spieltagen irgendwie seltsam.
    Andererseits was sollte anders bei der Bewertung heraus kommen.
    Zur Wahl stand ein Lehrer, ein Fussballtrainer der noch nie lang anhaltend Erfolg hatte, ein Rentner der bei Corona merkte, das im langweilig ist und zu guter Letzt ein ehemaliger BL Spieler der nun akribisch seinem Trainer Beruf nachkommt.
    Irgendwie war der Ausgang voraus bestimmt.
    Trotzdem halte ich es für viel zu früh, eine reale Bewertung abzugeben.

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  9. Hans Wurst sagte:

    Es ist schön zu lesen, dass sich hier einige Fans konstruktiv äußern, weniger schön sind hingegen die blind den Medien folgenden Kommentare.

    Zum Thema: zum jetzigen Zeitpunkt den Trainer derart abzufeiern ist click bait.

    Gisdol, der böse Bube, wurde von Beginn an abgelehnt, selbst mit den Siegen nicht willkommen. Dann kam die Niederlagenserie und der FC hätte den Vertrag auslaufen lassen können. Aber die Weitsicht des Vorstandes war episch: im Wissen der zukünftigen Messias-Baumgart-Verpflichtung wurde verlängert um G. im Anschluss im Paket mit H.H. zu entsorgen – kostenpflichtig natürlich, man muss ja mal zeigen, wie prall gefüllt die Schatullen sind.

    Jetzt ist Baumgart da und die Medien befeuern erneut die Träume von Meisterschaft oder Champions League. Alles unter dem 12. Platz ist mittlerweile im Bereich eines Debakels anzusiedeln und das nach 2 guten, einem durchschnittlichen und einem nervösen Spiel (kann sich hier noch irgendjemand an das Pokalspiel erinnern oder wurde das dem kollektiven Siegestaumel geopfert?).

    Baumgart scheint seine Arbeit gut zu machen (auch Jakobs mistet in meinen Augen gut aus und die Mannschaft kann ihre – zweifellos vorhandenen – PS auf den Raden bringen.

    Nun folgen 4 Spiele, deren Ausbeute bei mindestens 9 Punkten liegen muss. Und dann wird nach der Schale gegriffen!

    Realistisch gesehen sollten wir froh sein, wenn nach Freiburg, Leipzig und Frankfurt weitere 2 Punkte hinzugekommen sind. Weniger wäre kein Beinbruch, mehr wäre ein Traum. Den nächsten Dreier sollten wir erst gegen Fürth fordern. Und was wir bei 6 Punkten nach 7 Spielen hier lesen würden, dürfte jetzt schon klar sein: Baumgart raus!
    Und das, obwohl er nichts falsch gemacht hätte.

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    • kalla lux sagte:

      Tja, so ist das in Köln. Ab dem 11.11 jubelt man einem wildfremden Mann und seinen Gefolgen zu. Und beim Fussball schreien Frauen am Geißbock Heim das sie ein Kind von einem wildfremden Mann wollen. Hier im Forum ist es fast genauso.
      Aus dem Frust der letzten Jahre entstandene kleine Gedanken, werden nach 3 Spieltagen Trainer zu Göttern empor gehoben. Werden im unglaubliche Fähigkeiten assistiert.
      Wie du schon sagtest da wird dann das erste Spiel schnell vergessen, den man will ja Glauben. Will weiter diesem Pfad folgen.
      Es erinnert an die Sekte, die damals neben dem Capitol ihre Diskothek hatten.
      So suchen auch hier Anhänger des neuen SB Clans hier weitere Anhänger.
      Das schöne ist, sie werden verstummen. Sobald die ersten Misserfolge eintreten.

      Um eins klar zu stellen, ich finde es absolut Top das wir hier in Köln wieder Fussball sehen, Fussball der „gespielt“ wird !!
      Aber diese gehypten Kommentare hier von einigen sind einfach nur ………
      Genau 11.11………….

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  10. Gerd1948 sagte:

    Hans, Gisdol hätte aber dieses Jahr noch Vertrag gehabt, auch ohne Verlängerung. Es stimmt, er hatte auch durch seine vorherigen Stationen keinen guten Ruf, dazu die längere Zeit ohne Job, aber man sieht jetzt, dass sich die große Fanschar nach attraktivem Fußball gesehnt hat lange lange Jahre. Wir sind alle gespannt wie mit allem umgegangen wird, wenn es erste Turbulenzen gibt.

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