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Das Münchener Oktoberfest als gutes Omen für den FC?


Wenn der 1. FC Köln in den letzten Jahren zur Oktoberfestzeit beim FC Bayern München antreten musste, ging dies in der Vergangenheit zumeist gut für die Geißböcke aus. Von den letzten vier Duellen in der bayrischen Landeshauptstadt während der Festzeit verlor der FC kein einziges. Ohnehin kann die Statistik in der Allianz-Arena dem FC für Samstag durchaus Mut machen. 

Köln – Der 1. FC Köln reist am Samstag als klarer Außenseiter in die Allianz-Arena zum Duell mit dem Rekordmeister aus München. Dass mit den Bayern nun der vierte Gegner im fünften Spiel aus dem europäischen Wettbewerb auf den FC wartet, ist für den Aufsteiger bekanntermaßen mehr als undankbar. „Wir müssen die Spiele nehmen wie sie kommen“, sagte Achim Beierlorzer am Dienstag diplomatisch. Wohlwissend, dass danach die ganz großen Kaliber der Liga erstmal hinter seiner Mannschaft liegen.

Bayern mit geringster Siegquote in Heimspielen gegen den FC

Schaut man sich die beiden unterschiedlichen Voraussetzungen an, sind die Rollen in einem vom Papier her ungleichen Duell klar verteilt. Doch ein Blick auf die Statistik dürfte den Kölnern durchaus Mut machen. Zwar gingen die Münchener in 96 Pflichtspielduellen 49 Mal als Sieger vom Platz (23 Unentschieden, 24 FC-Siege), von den aktuellen Bundesligisten hat der FCB aber nur gegen Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach eine schlechtere Siegesquote. Betrachtet man nur die Münchener Heimspiele, konnte außerdem keine Mannschaft häufiger in München gewinnen als der FC. Wie der BVB konnten die Geißböcke neunmal einen Dreier aus München entführen, 14 Mal teilten sich die Teams die Punkte (BVB zehn Unentschieden). Lange Zeit galten die Kölner sogar als Angstgegner der Bayern innerhalb der Allianz-Arena. Seit der Eröffnung blieb der FC in der WM-Spielstätte vier Mal in Folge ungeschlagen und musste erst am 16. Dezember 2011 seine erste Niederlage dort einstecken. Seither gingen die Rheinländer allerdings vier Mal als Verlierer vom Platz. Der letzte Sieg in München ist ebenfalls bereits zehn Jahre her. Am 21. Februar 2009 gewann der FC dank der Treffer von Fabrice Ehret und Daniel Brosinski mit 2:1 bei den Bayern.

FC ist der Oktoberfest-Schreck

Wenn am Samstag um 12 Uhr der Münchner Oberbürgermeister im Schottenhamel-Festzelt das erste Fass Bier ansticht und es wieder „O’zapft is!“ in München heißt, bereitet sich der 1. FC Köln wenige Kilometer weiter auf sein fünftes Saisonspiel vor. Dass der Spielplan die Kölner in dieser Saison ausgerechnet zum Oktoberfeststart in die Allianz-Arena schickt, könnte sich noch als glücklicher Zufall erweisen. Denn bereits einige Mal musste der FC während der Festzeit bei den Münchenern antreten und kam dabei in den meisten Fällen gut weg. Zuletzt entführte der FC während des Oktoberfests 2016 einen Punkt aus München, nachdem Anthony Modeste mit seinem legendären Kung-Fu-Tor den 1:1-Ausgleich besorgt hatte. Auch in den Jahren 2010 und 2009 vermieste der FC den Bayern die Wiesn und nahm jeweils einen Zähler mit zurück nach Köln, beide Spiele endeten torlos. Und selbst als der FC Bayern noch nicht in Allianz-Arena spielte, sicherten sich die Kölner während des Oktoberfests 1994 im Olympiastadion einen Zähler beim 2:2-Unentschieden.

Auch wenn diese Oktoberfest-Statistik den FC durchaus hoffnungsvoll auf das Duell am Samstag blicken lassen könnte, gehen die Bayern zweifelsfrei als haushoher Favorit in das Duell mit dem Aufsteiger. Dennoch sieht Trainer Achim Beierlorzer die Münchener nicht in allen Bereichen stärker als die Borussia aus Gladbach. „Vom Anlaufverhalten her glaube ich nicht, dass die Münchener besser sind als Gladbach. Von der individuellen Qualität her definitiv. Aber gegen Hertha haben sie es zum Beispiel auch nicht geschafft, den Sack zu zu machen.“ Doch egal, wie das Spiel am Samstag ausgeht, die Münchener Wiesn dürfen die FC-Profis in jedem Fall genießen. Nach der Partie geht es für die Verantwortlichen und die Mannschaft gemeinsam aufs Oktoberfest. „Ein bisschen was ist schon geplant“, ließ Beierlorzer bereits durchblicken.

 

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