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Cordoba-Berater in Köln: Darum sucht der FC die Gespräche


Jhon Cordoba will es nicht nur den Fans des 1. FC Köln zeigen. Nach der Bundesliga-Rückkehr der Geissböcke ist der Kolumbianer heiß auf die erste Liga, in der er für Mainz schon hatte überzeugen können, nicht aber für den FC. Am Geißbockheim suchte man daher nun die ersten Gespräche über eine Vertragsverlängerung. Denn klar ist auch: Der 26-Jährige soll unter keinen Umständen im Sommer 2021 ablösefrei wechseln.

Köln – „Vor seiner Zeit in Köln hat er in Mainz gute Leistungen in der Bundesliga gezeigt“, sagte Armin Veh kürzlich über Jhon Cordoba. Der Kölner Sturm-Bulle, der gegen Dortmund eine Muskelverletzung erlitten hatte und gegen Gladbach wieder auf dem Platz stand, ist hochmotiviert, will nach seiner überragenden Zweitliga-Saison mit 20 Toren beweisen, dass er zu diesen Leistungen auch in der Bundesliga im Stande ist. „Wir können ihn nicht bremsen, er legt immer sofort los“, sagte Trainer Achim Beierlorzer kürzlich, nachdem der 26-Jährige ins Mannschaftstraining zurückgekehrt war.

Cordoba wie entfesselt: So hatte man den Angreifer in der letzten Saison erlebt, als er in der Rückrunde selbst 29-Tore-Stürmer Simon Terodde die Show stahl. Jetzt will er sich die letzten Fesseln seiner 17-Millionen-Euro-Vergangenheit von den Fußballschuhen reißen, ist heiß auf sein erstes Bundesliga-Tor für die Geissböcke. Welche Kraft ein solches Tor in dem Kolumbianer freisetzen kann, hatte man fast auf den Tag genau vor einem Jahr erlebt, als Cordoba am 16. September 2018 gegen den SC Paderborn traf. Gelingt dem Stürmer dies auch eine Liga höher?

Spieler wie Cordoba kann der FC nicht ablösefrei ziehen lassen

Beim FC glaubt man fest daran. Und so tauchten am Dienstag die Berater des Angreifers in Köln auf und suchten nicht nur den Kontakt zu ihrem Spieler, sondern auch zu Lizenzspielerleiter Frank Aehlig. Ein erstes Abklopfen, wie es mit dem Stürmer beim FC weitergehen soll. Bei den Geissböcken ist man sich längst einig: Cordobas bis 2021 laufender Vertrag soll verlängert werden, langfristig und im Bestfall frühzeitig. Noch bis Weihnachten will man aus FC-Sicht am liebsten mit den Gesprächen zu einer Einigung gekommen sein. Erstens, weil man von Cordoba überzeugt ist, zweitens, weil jedes Bundesliga-Tor den Angreifer teurer – und bei anderen Klubs beliebter – machen würde, drittens, weil den FC-Verantwortlichen die Gefahr des bis 2021 laufenden Vertrags bewusst ist.

Sollte es bis zum nächsten Sommer keine Einigung geben, könnten die Geissböcke dazu gezwungen werden, sich Angebote anderer Klubs für den Stürmer anzuhören. Nach GBK-Informationen ist man sich intern einig: Bei Spielern wie Cordoba kann es sich der FC nicht leisten, sie nach Ablauf des Vertrags ablösefrei ziehen zu lassen. Insbesondere nicht, wenn man zuvor 17 Millionen Euro investiert hat. Ein Verkauf im Sommer 2020 wäre dann also realistisch. Doch dazu soll es nicht kommen, dafür wurde nun Aehlig für die ersten Gespräche vorgeschickt. Auch, weil der einstige RB-Leipzig-Mitarbeiter als großer Fan des Stürmers gilt, der ihn schon 2017 aus Mainz nach Leipzig hatte holen wollen, ehe der FC die Ablöse in selbst für Leipziger Verhältnisse ungesunde Höhe geschraubt hatte. Und dabei soll Aehlig dem Vernehmen nach auf positive Rückmeldungen gestoßen sein. Cordoba fühlt sich in Köln pudelwohl, will bleiben. Vorausgesetzt, es geht sportlich mit den Geissböcken in die richtige Richtung. Doch dazu kann und will der 26-Jährige selbst in großem Stile beitragen.

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