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„Wenn wir uns im Zuschauen ergeben, haben wir keine Chance“


Mit 43 Prozent Zweikampfquote schaufelte sich der 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach sein eigenes Derby-Grab. Achim Beierlorzer ließ am Mittwoch daraufhin vermehrt Zweikämpfe trainieren. Gegen den FC Bayern München am Samstag müssen die Geissböcke gänzlich anders auftreten. Das fordert auch FC-Kapitän Jonas Hector.

Köln – Das Oktoberfest interessiert Jonas Hector aktuell noch herzlich wenig. Zwar soll es für die Geissböcke nach der Partie in die Allianz Arena zum Feiern auf die Wiesn gehen. Ob es aber auch wirklich etwas zu feiern geben wird, wird am Spielverlauf und am Auftritt der Kölner in München liegen. Eine weitere Leistung wie gegen Mönchengladbach, so viel ist klar, wird sich der FC nicht noch einmal erlauben dürfen.

Das betonte auch Jonas Hector am Mittwoch. Er habe zwar nicht das Gefühl, dass man sich von Gladbach habe beeindrucken lassen. Vielmehr sei man durch viele einfache Fehler in Bedrängnis geraten und habe den Gegner stark gemacht. Dennoch habe die Mannschaft die Niederlage im Derby umfangreich aufgearbeitet und wisse, dass nun ein anderer Auftritt erwartet werde. „Wir hatten in Freiburg Druck auf dem Kessel nach zwei Niederlagen. Jetzt ist es wieder so und wir wollen die Niederlage wieder gut machen“, betonte der FC-Kapitän.

Zweikämpfe in Turnierform

Am Mittwoch ließ Trainer Achim Beierlorzer fast zwei Stunden lang trainieren. Eine lange Einheit, in der neben einem Aufwärmspiel, das an Völkerball erinnerte, vor allem Torschüsse und Zweikämpfe auf dem Programm standen. „Wenn wir uns im Zuschauen ergeben, werden wir keine Chance haben“, sagte Hector später mit Blick auf die Partie am Samstag beim Rekordmeister. „Wir müssen die Zweikämpfe annehmen, damit wir Paroli bieten können.“ Entsprechend giftig ging es am Mittwoch auf dem Trainingsplatz zu, in Turnierform wurden mehrere Zwei-gegen-Zwei-Duelle trainiert und immer wieder die Abschlüsse gesucht.

Dass die Bayern zu knacken sind, haben in dieser Saison schon zwei Teams bewiesen. Hertha BSC trotzte dem FCB am ersten Spieltag ein Unentschieden in München ab. RB Leipzig holte am vergangenen Wochenende daheim einen Punkt gegen die Mannschaft von Nico Kovac. Heute Abend trifft der FC Bayern in der Champions League auf Roter Stern Belgrad, auch da wollen Hector und Co. noch einmal genau hinschauen. Aber vor allem der Auftritt der Berliner am ersten Spieltag soll Anschauungsmaterial liefern, wie es am Samstag klappen könnte. „Wenn man sieht, was Hertha gemacht hat, wie mutig sie es angegangen sind – das zeigt, dass es geht. Man muss es aber über 90 Minuten transportieren.“

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