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„Das war lange gut, klingt nach einem 0:4 aber Scheiße“


Der 1. FC Köln hat einen couragierten Auftritt beim Rekordmeister aus München hingelegt. Nichtsdestotrotz haben sich die Geißböcke am Ende deutlich mit 0:4 geschlagen geben müssen. Auch die FC-Spieler hatten hinterher das Gefühl, zumindest auf Grundlage der ersten Halbzeit was hätten mitnehmen können. Dementsprechend fiel auch das Fazit aus. Die Stimmen zum Spiel. 

Marco Höger: „Nach dem frühen 0:1 haben wir mutig agiert, wie wir es uns vorgenommen hatten. Das zeigt unsere Mentalität. Wir haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen, aber das zweite Gegentor schenken wir dann zu einfach her. Das ging zu einfach und zu schnell. Wenn man dann noch in Unterzahl spielt, hätten wir in der einen oder anderen Situation den Fuß vom Gas nehmen müssen, damit es nicht 0:4 ausgeht. Aber wir wollten eben mutig auftreten und das hat jeder gesehen. Im Großen und Ganzen haben wir das lange gut im Kollektiv verteidigt, das klingt nach einem 0:4 aber natürlich Scheiße. Wir müssen an unserem Weg festhalten, dürfen uns nicht aus der Ruhe bringen lassen und müssen jetzt gegen die Gegner, die nun anstehen, unsere Punkte holen, damit wir ruhig weiterarbeiten können. Es ist der fünfte Spieltag. Es ist noch früh und wir hatten ein schweres Auftaktprogramm. Wenn jetzt noch Druck dazu kommt und mentale Instabilität, kann das nach hinten losgeht. So kurz nach dem Abpfiff muss ich erst mal runterkommen. Aber in ein, zwei oder drei Stunden kommt die Lust auf die Wiesn. Es ist eine Teambuilding-Maßnahme und kann uns gerade nach einem solchen Spiel heute helfen.“

Wesentlich mehr hätte ich auch nicht erwartet

Florian Kainz: „Wir waren in der ersten Halbzeit eigentlich gut im Spiel und hatten das Gefühl, hier geht was. Es war aber bitter, dass wir dann sofort nach der Pause das zweite Tor bekommen haben. Danach war es schon schwer zu spielen, vor allem nach der Roten Karte. Drei Punkte nach fünf Spielen, jetzt müssen wir schleunigst anfangen zu punkten. Wir hatten ein schweres Auftaktprogramm, hatten uns aber mehr erwartet. Wir müssen unsere Lehren ziehen und nächste Woche mit Vollgas auf drei Punkte gehen.“

Armin Veh: „Ich sage es mal so: Es nützt uns nichts, dass wir ein ordentliches Spiel gemacht haben, weil wir trotzdem 0:4 verloren haben. Wir machen das phasenweise richtig gut, aber dass wir wie in der dritten Minute so ein Tor kriegen, ist zu leicht. Das müssen wir abstellen und reifer werden. Den ganzen Aufwand, den du betreibst, machst du dir so wieder kaputt. Sonst war ich größtenteils zufrieden. Wir haben uns heute Torchancen herausgespielt, weshalb ich gute Ansätze gesehen habe. Aber zufrieden kann ich nie sein, wenn man verliert. Bis auf die erste Halbzeit gegen Gladbach haben wir jetzt eigentlich immer ordentlich gespielt. Die drei Punkte durch den Sieg in Freiburg waren das Minimalziel, aber wesentlich mehr hätte ich auch nicht erwartet bei dem Auftaktprogramm. Die größte Gefahr ist jetzt, dass man hektisch wird, aber das werden wir nicht, weil man sieht, dass wir einen klaren Plan haben. Den müssen wir weiter verfolgen und uns weiter verbessern. Ich verspüre keine Nervosität, aber wir sollten schon mal wieder ein Spiel gewinnen.“

Die Rote Karte war überzogen

Achim Beierlorzer: „Glückwunsch an die Bayern zu dem Sieg. 4:0 fühlt sich für uns natürlich extrem bitter an, weil wir in der ersten Hälfte nach 20 Minuten schon richtig gut im Spiel waren. Wir hatten drei richtig gute Abschlusschancen, bei denen wir leider Gottes kein Tor erzielt haben. Drei Minuten nach Beginn und drei Minuten nach der Halbzeitpause hat Bayern zugeschlagen. Da waren wir nicht zu hundert Prozent wach. Die Ecke zum 2:0 hat uns richtig getroffen. Wir wussten, dass es dann extrem schwer wird. Die Rote Karte fand ich überzogen, aber die hat das Spiel dann vollends in Richtung Bayern München gebracht. Eins ist klar, wenn man bei den Bayern etwas holen möchte, dann muss der Spielverlauf auch für einen sein. Ich muss meiner Mannschaft trotzdem ein Lob zollen, wir waren mutig und das wollten wir sein. Wir wollten ein Gegner sein und wir waren ein Gegner. Selbst in Unterzahl haben wir versucht nach vorne zu spielen und hatten nochmal durch Czichos eine große Torchance. Dass wir heute gar kein Tor geschossen haben, ist schon bitter. Wir hoffen, dass wir in Zukunft die Punkte einfahren.“

Niko Kovac: „Ich glaube schon, dass wir bei weniger als 72 Stunden zum letzten Spiel heute eine gute Leistung abgeliefert haben. Der FC hat das sehr gut gemacht und sehr couragiert gespielt. Es war nicht einfach, immer die richtige Lösung zu finden. Nach 30 Minuten ist der FC immer besser ins Spiel gekommen, weil wir zu langsam gespielt haben. Ich bin mit der zweiten Halbzeit soweit zufrieden, weil wir wieder schneller gespielt und uns Chancen kreiert haben. 4:0 klingt ziemlich hoch und mit Sicherheit hätte der FC heute auch ein Tor verdient gehabt.“

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