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Veh schimpft auf Schiri: „Hätte er ein rotes Trikot angehabt…“


Der 1. FC Köln hat beim FC Bayern München in der Höhe unverdient mit 0:4 (0:1) verloren. Die Geissböcke ließen sich zweimal zu einfache Gegentore einschenken und gaben dann in Unterzahl noch zwei weitere Treffer her. Sportchef Armin Veh klagte hinterher nicht nur über die einfachen Fehler der Kölner Mannschaft, sondern auch über Schiedsrichter Patrick Ittrich.

München – Armin Veh konnte nicht zufrieden sein. Das 0:4 an sich schmerzte zwar weniger, hatte der Gegner doch immerhin Bayern München geheißen. Doch aufgrund des Spielverlaufs wäre aus Kölner Sicht mehr drin gewesen, hätte es nicht die einfachen Fehler wie vor dem 0:1 und dem 0:2 gegeben. „Wir machen das phasenweise richtig gut, aber dass wir wie in der dritten Minute so ein Tor kriegen, ist zu leicht. Das müssen wir abstellen und reifer werden“, sagte Veh nach der Partie.

Neben den individuellen Fehlern der Mannschaft war Veh aber auch mit der Leistung des Unparteiischen nicht zufrieden gewesen. Patrick Ittrich hatte nicht nur Kingsley Ehizibue vom Platz gestellt, sondern auch die Bayern in mehreren Situationen verschont. „Mich über den Schiedsrichter aufzuregen, habe ich mir abgewöhnt“, sagte Veh zwar, legte dann aber los: „Aber wenn er in der ersten Halbzeit ein rotes Trikot angehabt hätte, hätte man wenigstens gewusst, dass er bei den Bayern ist“, schimpfte der FC-Geschäftsführer.

Wäre Boateng ein Kölner gewesen, wäre er vom Platz geflogen

Was hatte ihn aufgeregt? Neben mehreren Kleinigkeiten in Hälfte eins, insbesondere einem nicht gegebenen Foul an Florian Kainz an der Strafraumgrenze, hätte Veh statt einer Roten Karte für Ehizibue einen Platzverweis für die Bayern sehen wollen. „Wäre Boateng ein Kölner gewesen, wäre er schon lange vom Platz geflogen“, sagte Veh und bezog sich dabei auf die rüde Attacke des Innenverteidigers gegen Dominick Drexler und zwei weitere Fouls des Ex-Nationalspielers, der später vorzeitig ausgewechselt wurde, um keine Gelb-Rote Karte zu sehen. Darüber hinaus hätte Ittrich Niklas Süle mindestens die Gelbe Karte geben müssen, nachdem dieser mit offener Sohle auf Kniehöhe gegen Kingsley Schindler in einen Zweikampf gegrätscht war. Hätte Schindler nicht rechtzeitig zurückgezogen, hätte Süle den Kölner wohl verletzt und dafür die Rote Karte sehen müssen.

Und schließlich hätte Veh, aber auch FC-Coach Achim Beierlorzer, in der 62. Minute Ehizibue eher die Gelbe Karte für seinen Schubser gegen Philippe Coutinho gegeben als glatt Rot. „Die Rote Karte für Easy hat dann zur Leistung des Schiedsrichters gepasst“, sagte Veh.

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