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Erlösung für Modeste: Vor dem Derby platzt der Knoten


Erstmals seit dem 5. Mai 2017 hat Anthony Modeste wieder in einem Bundesliga-Spiel für den 1. FC Köln getroffen. Damals, am 32. Spieltag im Heimspiel gegen Werder Bremen, netzte Modeste gleich doppelt. Gegen den SC Freiburg platzte nun der Knoten nach zuvor frustrierenden Spielen. Ein wichtiges Tor für den Stürmer, aber auch für den FC.

Freiburg – Es war sein insgesamt 60. Tor in der Bundesliga im 126. Spiel im deutschen Oberhaus, sein 41. Bundesliga-Tor für den 1. FC Köln. Als Ellyes Skhiri den Ball in der 52. Minute von der linken Seite an den Fünfmeterraum flankte, stieg Anthony Modeste im Zentrum hoch und köpfte wuchtig und mit Hilfe der Unterkante der Latte das Kunstleder zum Ausgleich ins Freiburger Gehäuse. „So ein Kopfballtor machen nicht viele“, lobte hinterher Sportchef Armin Veh.

Alle beim FC wussten, was das Tor für den Franzosen und den Klub bedeutete. Der Ausgleich und die Einleitung des späteren Sieges, aber auch die Bestätigung, dass Modeste es in der Bundesliga noch kann. Dass die Auszeit in China den Franzosen nicht das Knipser-Gen gekostet hat. Dass die Vorbereitung, als Modeste gegen keinen der großen Gegner treffen konnte, nun nichts mehr bedeutet. Dass auch der frustrierende Auftritt in Wiesbaden und die beiden ersten torlosen Spiele gegen Wolfsburg und Dortmund hinter ihm liegen und hinter dem FC. Wie viel ein einziges Tor für den Spieler Modeste ausmachen kann, hat man schon früher in seiner FC-Karriere beobachten können.

Er hat andere Fitnesswerte als vorher

Achim Beierlorzer vertraute dem Angreifer auch in Freiburg, dieser zahlte es zurück. Nicht nur mit dem Tor, sondern auch mit einer neuerlich stärkeren Laufleistung, als man es von ihm in der Vergangenheit gewohnt war. „Tony Modeste ist jetzt besser im Spiel. Er hat auch andere Fitnesswerte als vorher“, sagte Veh. „Er braucht noch die richtigen Flanken, muss noch mehr eingebunden werden. Dann ist er auch da.“ Gegen Freiburg segelten in Halbzeit eins noch diverse Hereingaben über den Franzosen hinweg, ehe Skhiri den Franzosen im Zentrum fand. Diese Ungenauigkeiten will man bei den Geissböcken in den kommenden Tagen und Wochen Stück für Stück reduzieren. Schließlich hat sich der 31-Jährige eine Torquote zwischen 15 und 25 Treffern vorgenommen. Bislang traf er in der Bundesliga im Schnitt in jedem zweiten Spiel.

„Es ist immer schön, wenn man selbst ein Tor macht“, sagte Modeste nach der Partie in Freiburg. „Ich kann das gut, das weiß ich. Es ist aber immer gut, wenn ich dann auch in den ersten Spielen treffe. Das habe ich jetzt geschafft und das ist wichtig für die Mannschaft.“ Wichtig für die Mannschaft, wichtig für den Spieler, wichtig vor den kommenden Partien gegen Gladbach und Bayern. Modeste, ein Spieler, der von seinen Emotionen lebt, dürfte sich nun noch mehr auf das Derby gegen die Fohlen vor heimischem Publikum freuen. „Ich spiele lieber zuhause“, sagte er nach der letzten Saison, als er kein einziges Mal in Müngersdorf von Beginn an ran durfte. Diesen Platz dürfte er sich nun für das Duell gegen die Borussia gesichert haben.

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