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Macht die zweite Reihe nicht genug Druck auf die Startelf?


Vier Bundesliga-Spiele liegen hinter dem 1. FC Köln. Das Duell beim FC Bayern München steht an. Achim Beierlorzer wird wohl wieder eine sehr ähnliche Startformation aufbieten wie in den vier bisherigen Partien. Das liegt auch daran, dass nicht alle Spieler aus der zweiten Reihe genügend Druck machen.

Köln – Eigentlich hatte Achim Beierlorzer erklärt, es solle in der Mannschaft nicht mehr das Startelf-Denken herrschen. Jeder Spieler müsse wissen, dass er gebraucht werde und dass sich auch in der Anfangsformation immer wieder etwas ändern könne. Darüber hinaus hatte der neue FC-Trainer in der Vorbereitung immer wieder darauf hingewiesen, dass die Mannschaft auch in der Breite gut besetzt sei.

In den ersten vier Bundesliga-Spielen vertraute der 51-Jährigen dann aber doch nur auf einen engen Kreis von Spielern für die Anfangsformation. Sieben Spieler standen in allen vier Partien von Beginn an auf dem Platz (Horn, Ehizibue, Czichos, Hector, Verstraete, Drexler, Modeste), ein achter Spieler (Cordoba) hätte wohl sicher dazu gehört, wenn er nicht zunächst gesperrt und dann verletzt gewesen wäre. Acht von elf Positionen waren zuletzt also praktisch vergeben, dazu kommen Ellyes Skhiri und Sebastiaan Bornauw, die in Wolfsburg nicht zur ersten Elf gehört hatte, weil sie gerade erst zum FC gewechselt und noch nicht integriert waren. Rechnet man die beiden Neuzugänge hinzu, waren in den ersten vier Spielen sogar zehn von elf Plätzen fest belegt.

Natürlich wünsche ich mir noch mehr Engagement

Echte Wechsel gab es bislang nur auf den Außenpositionen, wo neben Dominick Drexler zunächst Kingsley Schindler die Nase vorne hatte, ehe Louis Schaub aufkam. Florian Kainz stand dagegen nach starker Vorbereitung nur in Wolfsburg in der Anfangsformation. Das Quartett findet sich auf jenen beiden Positionen wieder, die Beierlorzer bislang am meisten rotieren ließ (auch wegen den beiden Spielen ohne Cordoba). Darüber hinaus setzte der FC-Coach im ersten Bundesliga-Monat auf Konstanz, gerade in der Defensive. Dass Spieler wie Jorge Meré, Marco Höger und Simon Terodde dies gerne anders sehen würden, versteht sich von selbst. Alleine, bislang müssen sie sich gedulden.

Oder erwartet der Trainer von seiner zweiten Reihe bessere Trainingsleistungen? „Im Großen und Ganzen sind wir mit der Breite im Kader schon zufrieden“, äußerte sich Beierlorzer am Mittwoch vorsichtig. „Natürlich wünsche ich mir aber von dem Einen oder Anderen noch mehr Engagement und das Zeichen: ‚Ich will unbedingt in diese erste Elf.‘ Hinsichtlich dieser Mentalität können einige noch etwas drauflegen.“ Eine nicht ganz so versteckte Aufforderung an einige FC-Profis, sich noch mehr reinzuhängen, um dem FC-Coach die so häufig zitierte Qual der Wahl zu geben. „Die hätte ich als Trainer immer gerne“, sagte Beierlorzer, betonte dann aber diplomatisch: „Ich bin nicht unzufrieden mit diesen Spielern.“

Zwischen „nicht unzufrieden“ und echtem Druck auf die Startformation gibt es beim FC aktuell aber offenbar eine Lücke. Und diese Lücke wird wohl dafür sorgen, dass in München am Samstag erneut eine ähnliche Elf im FC-Trikot beginnen wird wie bisher. Da Beierlorzer nicht dazu tendiert, die Grundordnung seiner Mannschaft über den Haufen zu werfen, dürfte es zudem beim 4-4-2 bleiben. Die Konkurrenz auf den einzelnen Positionen wird also die gleiche bleiben.

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