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Modeste: „Ich will nicht, dass es wie vorletztes Jahr läuft“


Der 1. FC Köln geht im eigentlich so wichtigen Heimspiel gegen Hertha BSC unter und mit 0:4 (0:1) baden. Die Geissböcke wurden nur jeweils zu Beginn der Halbzeiten ihren Ansprüchen gerecht. Danach ließen sie sich von den Berlinern den Schneid abkaufen und in Hälfte zwei aus dem eigenen Stadion schießen.

Aus Müngersdorf berichten Sonja Eich und Marc L. Merten

Drei Spiele, null Punkte, 0:9 Tore – diese vernichtende Bilanz weist der FC nach den Partien gegen Gladbach, Bayern und Hertha auf. Statt sich nach dem Sieg in Freiburg weiter Selbstvertrauen zu holen, steckt der FC nun in der ersten Krise. Die Stimmen zum Spiel:

Anthony Modeste: „Wenn du zuhause spielst und die Chance hast in der Tabelle nach oben zu springen, dann ist so ein Spiel scheiße. Natürlich wollten wir etwas anderes, aber wir müssen jetzt alle eng zusammenbleiben und auf Schalke zeigen, was wir können. Das wird schwer, aber darauf müssen wir uns fokussieren. Ich will nicht, dass es wie vorletztes Jahr läuft.“

Ich vermisse, dass man alles tut, das eigene Tor zu verteidigen

Timo Horn: „Es war ein ganz wichtiges Spiel für uns. Wir waren ja eigentlich gut drin, hatten zwei hundertprozentige Kopfballchancen, aber da muss man eben auch mal eine machen. Das fehlt uns momentan. Dann wäre das Spiel anders gelaufen. Aber so ging das Spiel von der Verletzung von Drex über das 0:1 schlecht weiter. Da vermisse ich einfach, dass man alles tut, das eigene Tor zu verteidigen. Und wenn man es dann Vedad Ibisevic beim 0:2 und 0:3 so leicht macht, dann ist das Spiel eben gelaufen. Das war ein Rückschlag, aber wir müssen aufstehen. Wir sind Aufsteiger und müssen alles ins Spiel werfen, aber so wie heute wird es natürlich schwer.“

Lukas Klünter: „Natürlich ist der Sieg hier in Köln besonders schön. Andererseits tut mein Herz schon etwas weh, wenn ich den FC in der jetzigen Situation sehe. Ich habe sowas selbst miterlebt und kann mir vorstellen, was da jetzt passiert. Ich kenne die Mannschaft zwar nur noch zur Hälfte, aber ich hoffe, dass der FC das Ruder rumreißt und eine vernünftige Runde spielt. Klar ist: Eine Zweitliga-Mannschaft ist das nicht.“

Der Autor des Drehbuchs war kein FC-Fan

Ante Covic: „Wohl wissend, dass wir nicht vor Selbstbewusstsein strotzen, haben wir die ersten zwei Szenen der Kölner überlebt und uns dann mehr zugetraut. Danach haben wir ein wunderschönes Tor erzielt. Wir hatten sehr gute Umschaltmomente in der ersten Halbzeit. Es ist kein Selbstverständnis, zehn Spieler so zu dominieren. Ich freue mich extrem, dass wir endlich mal zu Null gespielt und unsere Stürmer getroffen haben. Achim, dir und deiner Truppe wünsche ich alles Gute!“

Achim Beierlorzer: „Das ist eine ganz bittere Niederlage für uns. Wenn man sich das Drehbuch mal anschaut, dann war der Autor kein Fan vom 1. FC Köln. Nach zwei Minuten müssen wir Dominick Drexler verletzt vom Feld nehmen. Dann haben wir sehr gut kombiniert und uns zwei hundertprozentige Kopfballchancen erspielt. Da müssen wir uns einfach auch mal belohnen. Dann kriegen wir durch eine Passivität das 0:1. Auch wenn das ein schönes Tor war, müssen wir besser rausverteidigen. Dann kommt die Rote Karte. Ob es jetzt eine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichters war und der Videoassistent unbedingt eingreifen musste, weiß ich nicht. In der Halbzeit haben wir uns nochmal unheimlich viel vorgenommen, das hat man auch gesehen. Die Spieler wollten auch in Unterzahl ihre Chance wahrnehmen. Aber wie beim zweiten und dritten Gegentor können wir nicht verteidigen, das reicht einfach nicht. Die drei Punkte nach sechs Spielen sind nicht das, was wir haben wollten. Aber es nützt nichts, mit Selbstmitleid kann ich nicht arbeiten.“

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