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6:0 gegen die Viktoria! Lockerer FC-Sieg im Duell der beiden Rheinseiten

Der 1. FC Köln hat sein Freundschaftsspiel bei Viktoria Köln mehr als ernst genommen und einen ungefährdeten 6:0 (4:0)-Erfolg eingefahren. Die Gäste waren gegen den Drittligisten von Beginn an das dominierende Team und legten in der ersten Halbzeit mit drei Treffern innerhalb von acht Minuten den Grundstein für den souveränen Sieg. 

Aus dem Sportpark Höhenberg berichtet Sonja Eich

4748 Zuschauer fanden am Donnerstagabend den Weg in den Sportpark Höhenberg, um das Stadtduell zwischen Viktoria und dem 1. FC Köln zu sehen. Beide Teams nutzten die Länderspielpause für ein Freundschaftsspiel innerhalb der Stadtgrenzen. Das letzte Mal in einem Pflichtspiel trafen die beiden Mannschaft im April 1963 aufeinander. Damals setzten sich die Geißböcke mit 2:0 gegen die Viktoria durch.

Schon im Vorfeld der Partie kündigte Achim Beierlorzer an, die Partie als weitere intensive Trainingseinheit für seine Mannschaft nutzen zu wollen. Bedingt durch zahlreiche Ausfälle und Nationalmannschaftsabstellungen standen fünf Spieler aus der U19 und U21 im Kader. Mit Jan Thielmann durfte sich sogar ein Spieler aus der A-Junioren-Bundesliga in der Startelf beweisen. Darüber hinaus bekamen Lasse Sobiech, Vincent Koziello und Niklas Hauptmann ihre Chance von Beginn an. Das Trio kam in der laufenden Saison noch zu keinem Einsatz in der Bundesliga.

Schmitz mit zwei Vorlagen, beide Stürmer treffen

Der FC machte von Beginn an klar, dass sie das Spiel mit der nötigen Ernsthaftigkeit angehen würden. Die Gäste übernahmen sofort das Spielgeschehen und kamen bereits nach vier Minuten durch einen Schuss aus der Drehung von Jhon Cordoba zur ersten Chance. In der achten Minute scheiterte Jakobs nach einer Direktabnahme von der linken Seite an Sebastian Patzler im Tor der Viktoria. Nur drei Minuten später klingelte es dann aber hinter Patzler, als Koziello Schmitz bediente und dessen Flanke Dominik Lanius ins eigene Tor abfälschte. Nur vier Minuten später steuerte Schmitz seinen zweiten Assist bei, als Höger eine Ecke des Rechtsverteidigers zum 2:0 einköpfte. Trotz des frühen zwei-Tore-Vorsprungs blieb der FC die aktivere Mannschaft. In der 18. Minute segelte ein Freistoß von Hauptmann aus 17 Metern an den Innenpfosten. Eine Minute später erhöhte Cordoba nach schönem Pass durch die Schnittstelle der Viktoria-Abwehr auf 3:0. Der Kolumbianer umkurvte Patzler und haute die Kugel trocken mit links in die Maschen. Danach verflachte die Partie zunächst, ehe die Viktoria nach einer knappen halben Stunde den Schock der drei Gegentreffer überwunden zu haben schien. Die beste Chance hatte Sven Kreyer in der 33. Minute, als sich der Angreifer fünf Meter vor dem Tor einmal um Meré drehte, beim Abschluss aber zu lange zögerte. In der Schlussphase der ersten Hälfte verstärkte der FC nochmal seine Angriffsbemühungen. Nach einer schönen Freistoßkombination über Höger und Koziello landete der Ball schließlich bei Modeste, der aus kurzer Distanz zum 4:0-Halbzeitstand einnickte.

Terodde Doppelpack in Durchgang zwei

Zur zweiten Hälfte brachte Achim Beierlorzer seine gesamte Ersatzbank bis auf Timo Horn. In der Abwehr standen fortan Ehizibue, Cestic, Czichos und Voloder. In der Zentrale agierten weiterhin Koziello und Hauptmann. Über die Außen sollten Schmitt und Geimer für Tempo sorgen und Cordoba und Terodde in der Mitte bedienen. Der Offensivdrang des Effzeh ging durch die zahlreichen Wechsel jedoch verloren. Das Spiel verflachte zunehmend im Mittelfeld. Bis zur 70. Minute hatte einzig Geimer eine Chance für den FC, doch sein Schuss aus knapp 17 Metern ging deutlich am Tor vorbei. Kurze Zeit später hatte die Viktoria ihre beste Chance des Spiels, als der eingewechselte Handle von der linken Seite mit einem strammen Schuss Kessler zum ersten Mal prüfte. In der 73. Minute schickte Niklas Hauptmann aus der eigenen Hälfte Simon Terodde, der seinen Lauf in den Strafraum mit einem Lupfer über den Keeper zum 5:0 abschloss. Für kurzzeitige Verwirrung sorgten die erneuten Wechsel des FC in der 80. Minute. Jan Thielmann und Ismail Jakobs kamen für Hauptmann und Cordoba zurück in die Partie, trugen aber die Trikots von Schindler und Bader, die an diesem Tag beide gar nicht mit dabei waren. Das wieder eingewechselte Duo hatte auch prompt die nächste gute Aktion, als ein über links vorgetragener Angriff der beiden in der Mitte Schmitt bediente, der aber aus kurzer Distanz neben das Tor schoss. Besser machte es eine Minute später Simon Terodde, der im Strafraum den Ball bekam, einmal den Torhüter umspielte und zum 6:0 einschoss. Der Treffer war gleichzeitig die letzte gefährliche Aktion des Spiels.

Tore

0:1 Eigentor Lanius (11.)

0:2 Höger (15.)

0:3 Cordoba (19.)

0:4 Modeste (43.)

0:5 Terodde (73.)

0:6 Terodde (83.)

So spielte der Effzeh

Kessler – Schmitt (46. Ehizibue), Sobiech (46. Cestic), Mere (46.Czichos), Jakobs (46. Voloder) – Thielmann (46. Schmitt), Koziello, Höger (46. Geimer), Hauptmann (80. Thielmann) – Cordoba (80. Jakobs), Modeste (46. Terodde)

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