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Starke Antwort: Gegen Bornauw will kein Stürmer gerne spielen


Nach dem 3:0-Sieg des 1. FC Köln gegen einen überaus schwachen SC Paderborn hieß es im Umfeld des RheinEnergieStadion schnell: Das war nur Paderborn, die richtigen Prüfungen kommen noch. Dennoch könnte die Partie für einige FC-Profis überaus wichtig gewesen sein. Auch für Sebastiaan Bornauw, den 20-jährigen Innenverteidiger.

Köln – Als der 1. FC Köln sein letztes Heimspiel gegen Hertha BSC sang- und klanglos mit 0:4 verlor, erlebte Sebastiaan Bornauw seinen ersten Tiefpunkt beim FC. Zweimal hatte der Belgier gegen Vedad Ibisevic eine Lektion in Sachen Bundesliga-Fußball bekommen, zweimal hatte der Berliner Routinier den jungen Kölner Verteidiger abgeschüttelt und getroffen. Bornauw hatte eine Lehrstunde der schmerzhaftesten Sorte kassiert.

Doch der Neuzugang meldete sich nur eine Woche später zurück. Auf Schalke gehörte der 20-Jährige zu einer stabilen Kölner Defensive und machte ein gutes Spiel. Gegen Paderborn machte er es noch besser. Zwar forderte ihn die Paderborner Offensive nur höchst selten. Die Art und Weise, wie der junge Abwehrspieler jedoch in die Zweikämpfe ging und resolut seine Gegenspieler aus dem Weg räumte, beeindruckte. Bornauw strotzte vor Selbstbewusstsein, wurde über die 90 Minuten hinweg immer sicherer und krönte seine starke Leistung mit einem wuchtigen Kopfballtor zum 3:0.

Veh sieht großes Potential in Bornauw

Bornauw zeigte, was Selbstbewusstsein mit einem Spieler anstellen kann. Die Leistungssteigerung gegen Schalke und nun gegen Paderborn sollte dazu beigetragen haben, dass ihm Fehler wie gegen Ibisevic wohl so schnell nicht mehr passieren werden. „Sebastiaan hat eine unbestrittene Klasse. Ich würde nicht gegen ihn spielen wollen“, sagte Armin Veh nach der Partie. Der Sportchef ist davon überzeugt, dass in dem Sommer-Neuzugang aus Anderlecht noch großes Potential schlummert. „Er muss noch lernen, wie sich Spieler wie Ibisevic verhalten, aber er hat auf jeden Fall eine Zukunft, weil er ein richtig guter Spieler ist.“

Bemerkenswert war, dass der FC am Sonntag gegen Paderborn mit dem 18-jährigen Noah Katterbach und dem 20-jährigen Bornauw in der Defensive praktisch keine Probleme bekam und nach dem überzeugenden Auftritt auf Schalke erneut mit einer stabilen Abwehr auftrat. „Wir haben in der Innenverteidigung mit zwei ganz jungen Spielern gespielt. Dass wir zu Null gespielt haben, war da fast noch wichtiger als unsere drei Tore vorne“, freute sich Veh. Zumal es in den kommenden Wochen weiter gegen direkte Konkurrenten geht. Am Freitag muss der FC nach Mainz, eine Woche später geht es zum Rhein-Derby nach Düsseldorf. Bornauw wird dann neuerlich nachweisen wollen, dass er seine Lehren gezogen hat und tatsächlich ein Abwehrspieler ist, gegen den kein Bundesliga-Stürmer gerne spielen will.

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