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Heldt-Gerüchte halten an – aber wird es Stoffelshaus?


Der 1. FC Köln intensiviert seine Suche nach einem neuen Geschäftsführer Sport. Im Lichte der kontroversen Diskussion um Trainer Achim Beierlorzer bemüht sich der neue FC-Vorstand nun offenbar um eine schnellere Lösung als zunächst geplant. Der Name Horst Heldt fällt dabei immer wieder, dabei sind andere Varianten wahrscheinlicher. Wird es ein Bekannter von Chefscout Willi Kronhardt?

Köln – Horst Heldt wäre frei. Der ehemalige Sportchef des FC Schalke 04 und Hannover 06 sowie einstiger Profi der Geissböcke ist aktuell ohne Job und stünde wohl sofort für ein Engagement beim FC zur Verfügung. Alexander Wehrle wünscht sich Heldt als Nachfolger für Armin Veh, das ist kein Geheimnis. Der einstige Mittelfeldspieler des Effzeh wäre also eigentlich die naheliegende und wohl auch einfache Lösung, um schnell einen Nachfolger für den scheidenden Armin Veh zu finden.

Doch das neue Präsidium um Werner Wolf will offenbar einen anderen Weg gehen. Gemeinsam mit den Beratern Jörg Jakobs und Erich Rutemöller hat der Vorstand ein Anforderungsprofil und in Abstimmung mit einer Agentur für Personalberatung eine Liste möglicher Kandidaten erstellt. Das bestätigte der Vorstand am Dienstag in seinem offenen Brief an Mitglieder und Fans. Über die Personalberatung sollen nun Gespräche mit den potentiellen Sportchefs geführt werden, ehe eine Entscheidung fällt. Hätte man Heldt holen wollen, hätte es dafür diesen Weg nicht gebraucht.

Erik Stoffelshaus ist mit FC-Chefscout bestens bekannt

Wer also steht auf der Liste der Kandidaten? Neben Heldt wurden zuletzt die namhaften Christian Heidel (Ex-Mainz und Ex-Schalke), Rouven Schröder (Mainz), Alexander Rosen (Hoffenheim) sowie Spielerberater Volker Struth genannt. Letzterer erklärte umgehend, er stünde nicht zur Verfügung, war aber auch nicht offiziell gefragt worden. Heidel wäre wie Heldt frei, erlitt jedoch im Sommer einen Schlaganfall. Bei Schröder (Vertrag bis 2022) und Rosen (bis 2023) müsste der FC finanziell in die Vollen gehen, um sie abwerben zu können. Doch weil die Kölner Kassen praktisch leer sind, gilt dies als unrealistisch.

Und so muss sich der FC wohl nach kreativeren Lösungen umsehen. Der HSV mit Jonas Boldt und der VfB Stuttgart mit Sven Mislintat machten es zuletzt vor. Und so dürften sich die Geissböcke eher auf die Suche gemacht haben nach Experten, die bisher in der zweiten Reihe aktiv waren, nun aber den Schritt an die Front wagen wollen. Der Express nennt Erik Stoffelshaus als einen Kandidaten. Der 48-jährige Sportmanager arbeitete zwischen 2000 und 2009 beim FC Schalke 04 für die sportliche Leitung, zuletzt als Assistent von Andreas Müller. Anschließend war er Technischer Direktor des West Ottawa Soccer Clubs, ehe er als Sportdirektor zu Lokomotive Moskau wechselte, wo er zwei Jahre die Geschicke leitete. Stoffelshaus ist aus seiner Zeit in Moskau bestens bekannt mit FC-Chefscout Willi Kronhardt, der unter Stoffelshaus in gleicher Position bei Lok Moskau arbeitete. Stoffelshaus wird ein gutes Netzwerk nachgesagt, durch sein Studium in Spanien und seinen Aufenthalt in Kanada ist er mehrsprachig. Und schließlich wäre er praktisch sofort verfügbar.

Auch Ex-RB-Scout in der Verlosung?

Sofort verfügbar wäre auch Johannes Spors. Mit 37 Jahren ist der ehemalige Chefscout von 1899 Hoffenheim, RB Leipzig und dem Hamburger SV so alt wie Alexander Wehrle bei seinem damaligen Einstieg als Finanzboss beim FC. Spors arbeitete bislang stets in der zweiten Reihe, ehe er im Februar 2019 erstmals für einen Führungsposten in Erwägung gezogen wurde. Der 1. FC Nürnberg interessierte sich für den Kaderplaner als Nachfolger für Sportvorstand Andreas Bornemann. Letztlich entschied man sich beim Club aber für Robert Palikuca. Bei Hoffenheim und Leipzig wurde Spors geschätzt und jeweils vom nachfolgenden Klub abgeworben. Beim HSV ging seine Zeit dann zu Ende, als Jonas Boldt das Ruder übernahm und seinen Chefscout aus Leverkusen mitbrachte. Seit diesem Sommer ist Spors vereinslos. Nach GBK-Informationen hat sich der FC nach ihm erkundigt.

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