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Kann Jae-hwan Hwang der erste südkoreanische FC-Profi werden?

Insgesamt über 500 Fußballer aus 55 Nationen haben in der Geschichte des 1. FC Köln bereits für die Geissböcke mindestens ein Pflichtspiel absolviert. Wenn es nach dem Wunsch der FC-Verantwortlichen geht, könnte in den nächsten Jahren der erste Südkoreaner in der Vereinschronik der Kölner das Trikot mit dem Geißbock überstreifen. Der 18-jährige Jae-hwan Hwang gilt als großes Talent in seiner Heimat und wechselt in den Kölner Nachwuchs.

Köln – Wenn Stefan Ruthenbeck seine U19 am 6. Januar 2020 zum Trainingsauftakt am Geißbockheim zusammenruft, wird er einen Neuzugang begrüßen dürfen. Jae-hwan Hwang wird die A-Junioren des aktuellen Tabellenführers der Staffel West verstärken. Der 18-Jährige wird zunächst für zweieinhalb Jahre von seinem südkoreanischen Heimatverein Ulsan Hyundai an den FC ausgeliehen. Der im Mittelfeld beheimatete U18-Nationalspieler war den Geissböcken bei einem Testspiel der Kölner gegen Südkoreas Junioren-Nationalelf aufgefallen. In den folgenden Monaten trainierte Hwang zur Probe in Köln. Schließlich einigte man sich auf den Wechsel.

Hwang gilt als offensivstarker Mittelfeldspieler, von dem sich die Verantwortlichen im Kölner Nachwuchs einiges versprechen. Nicht nur fußballerisch, sondern auch persönlich. „Es wird spannend sein ihn zu begleiten“, sagte Matthias Heidrich dem GEISSBLOG.KOELN. „Für den Jungen ist es eine Chance sich in Europa zu bewähren. Für uns ist es eine Chance, einen solchen Spieler, der fußballerisch anders ausgebildet wurde und kulturell andere Hintergründe hat, begleiten zu können.“ Zwar verpflichtete der FC in der Vergangenheit auch immer wieder Jugendspieler aus dem Ausland. Für Spieler wie Philipp Wydra oder Namory Cisse (beide Österreich) oder Mathias Olesen (Luxembourg) war der Wechsel nach Köln aber nicht mit einer kulturellen Umstellung verbunden. Hwang hingegen wollen die Kölner nicht nur sprachlich helfen, sondern ihm über die Koreanische Gemeinschaft in Köln Hilfestellungen bieten, um sich schnell in Köln zurecht zu finden.

Er wird mehr ein NLZ-Spieler als ein Lizenzspieler sein

Wohnen wird das Talent im Sportinternat am RheinEnergieStadion und ab Februar in der A-Junioren-Bundesliga auflaufen. Sein erstes Pflichtspiel für den FC könnte direkt ein erster Härtetest werden, sofern Ruthenbeck Hwang sofort nominieren sollte. Erster Gegner zum Auftakt in 2020 ist am 2. Februar der Tabellenzweite und erste Verfolger der Kölner, Borussia Dortmund. Ruthenbeck freut sich jedenfalls schon auf den Neuzugang, wissend, dass der Südkoreaner wohl einige Zeit brauchen wird, um sich zu akklimatisieren und in Köln anzukommen. Doch der Zweieinhalb-Jahresvertrag auf Leihbasis soll nur der Anfang sein. Am liebsten möchte man Hwang beim FC schon bald an die Profis heranführen. So, wie es zuletzt mit Noah Katterbach und Jan Thielmann gelungen war.

„Er wird mehr ein NLZ-Spieler als ein Lizenzspieler sein“, sagte Heidrich mit Blick auf die ersten Monate. Doch die Verpflichtung wurde bereits in Absprache mit der Lizenzspielerabteilung getätigt. Die Kölner gehen davon aus, dass Hwang die Rückrunde mit der U19 brauchen wird, um sich in seiner neuen Umgebung zurecht zu finden. Dann soll im Sommer entschieden werden, welchen Weg der dann 19-Jährige gehen kann. „Spieler wie Noah Katterbach oder Jan Thielmann sollen nicht die Ausnahme bleiben“, sagte Ruthenbeck dem GEISSBLOG.KOELN. „Das ist unser Auftrag als Nachwuchsabteilung.“ Sollte es Hwang schaffen, wäre er der erste südkoreanische FC-Profi in der Vereinsgeschichte.

4 Kommentare
  1. Dingens says:

    Nice, dann ist das mit der Adien Expansion nicht komplett vom Tisch.
    Cleverer würde es ich noch finden, wenn wir unsere Kanäle in die Politik nutzen und Spieler in Nordkorea verpflichten.
    Deutschland hat dort als eines der letzten länder eine Botschaft.
    Wenn Ihr euch jetzt fragt welche Kanäle??? Bosbach und Schulz.

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