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Trotz Krise: FC-Kapitän Hector scheut deutliche Worte


Jonas Hector verpasste die Niederlage des 1. FC Köln bei Union Berlin wegen seiner fünften Gelben Karten. Der Linksverteidiger sah das Unheil von zuhause aus kommen. Nun ist der 29-Jährige in seiner Rolle als Kapitän gefordert seine Mannschaft zu führen und die Missstände anzusprechen. Deutliche Worte in der Öffentlichkeit scheute der Nationalspieler am Dienstag jedoch.

Köln – Wer Jonas Hector am Dienstag nach dem Lauftraining zuhörte, konnte meinen, beim FC liefe es zwar gerade nicht ganz so gut, dramatisch sei die Lage aber nicht. „Wir sind nach acht Punkten aus 14 Spielen nicht zufrieden“, sagte Hector. „Aber wir haben nur vier Punkte Rückstand. Mit zwei Siegen könnten wir relativ schnell festen Boden unter die Füße bekommen. Das muss uns bewusst sein. Wenn wir das Ruder herumreißen können, kann es schnell in die positive Richtung gehen.“

So klang die Analyse des FC-Kapitäns am Dienstag. Hector ist nicht für markige Worte bekannt, schon gar nicht in der Öffentlichkeit. Und so blieb der 29-Jährige auch nach dem 0:2 in Berlin zurückhaltend und vermied Kritik an der Mannschaft. „Ich will keinem unterstellen, dass er nicht alles in die Waagschale geworfen hätte“, sagte er beispielsweise mit Blick auf die einmal mehr schwache Laufleistung der Mannschaft. Der Kopf habe dabei eine zentrale Rolle gespielt. „Wenn es 0:2 steht, ist man etwas niedergeschlagen, auch wenn da eigentlich eine Trotzreaktion kommen müsste. Aber das ist nicht so einfach, wie man es von außen gerne interpretiert.“

Eine solche Trotzreaktion lässt bekanntlich nun schon seit Wochen auf sich warten. Doch Hector beteuerte, der Mannschaft sei bewusst, in welcher Lage man stecke. „Wir sind Tabellenletzter. Wenn uns jetzt nicht bewusst wäre, dass es an der Zeit ist, wären wir fehl am Platze.“ Zudem glaube er, dass das Team weiter intakt sei. „Ich spüre keine Zwist in der Mannschaft. Daran hat sich in den letzten Monaten nichts verändert.“ Man müsse gegen Bayer Leverkusen am Samstag alles investieren, um erstmals seit dem 20. Oktober wieder einen Sieg einzufahren. Bis dahin wird die Mannschaft von Markus Gisdol hinter verschlossenen Türen trainieren und am Mittwoch zwei Testspiele gegen die eigene U21 bestreiten (mehr dazu hier).

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