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Beierlorzers Blitz-Wechsel: Horn spricht sich für Trainer-Sperre aus


Seit Achim Beierlorzer nicht mehr Trainer beim 1. FC Köln ist, haben die Geißböcke 13 Zähler eingefahren. In den vorherigen elf Saisonspielen unter dem aktuellen Coach von Mainz 05 holte der FC nur magere sieben Punkte. Trotz des erfolgreichen Wechsels hinterlässt der schnelle Amtsantritt beim Mitabstiegskonkurrenten für Timo Horn einen bitteren Beigeschmack. 

Köln – Locker und entspannt war Timo Horn am Montagabend nach vier Siegen in Folge und nur drei Gegentoren im Studio von 100% Bundesliga, der Fußballsendung von RTL Nitro, zu Gast. Für seine Mannschaft und auch für ihn persönlich geht es seit dem Trainerwechsel wieder stetig bergauf. Während die Geißböcke unter Beierlorzer in elf Spielen nur sieben Punkte holten, steht nach nun sieben Spielen der Gisdol-Ära fast das doppelte auf dem Punktekonto. Und auch der in den letzten Monaten stark in die Kritik geratene Torhüter zeigte in den letzten Wochen wieder überzeugende Leistungen und sicherte seiner Mannschaft durch wichtige Paraden die Punkte.

Vielleicht sollte man über eine Sperre nachdenken

Doch auch wenn sich zwischenzeitlich vieles zum Guten am Geißbockheim gewendet hat, so ganz im Reinen ist Horn mit dem schnellen Amtsantritt von Ex-Trainer Achim Beierlorzer beim Ligakonkurrenten Mainz 05 nicht. Erst kurz zuvor unterlagen die Geißböcke noch den Mainzern mit 1:3. Knapp zwei Wochen nach dem Aufeinandertreffen und nur neun Tage nach seiner Entlassung in Köln, wurde der Franke beim Mitabstiegskonkurrenten als neuer Trainer vorgestellt. Für Timo Horn eine ungewöhnliche Situation. „Ich finde die Situation generell etwas schwierig, wenn man ein paar Tage später schon wieder woanders anfängt“, sagte der Kölner Schlussmann bei 100% Bundesliga. Als mögliche Lösung schlägt Horn eine Frist vor, ehe ein Trainer woanders einen Job übernehmen darf. „Vielleicht sollte man über so etwas wie eine Sperre nachdenken – zumindest für ein bis zwei Monate.“

Dass das Angebot von Mainz für Beierlorzer eine neuerliche Chance darstellte, weiterhin als Bundesliga-Trainer zu arbeiten und sich erneut unter Beweis zu stellen, ist für den objektiven Betrachter durchaus nachvollziehbar. Für Horn ist die Entscheidung seines ehemaligen Trainers aber nur schwer zu verstehen. „Ich finde es grundsätzlich schwierig, dass er erst noch das Köln-Wappen auf der Brust hatte und ein paar Tage später auf einmal Werte eines anderen Klubs vertreten werden. Das finde ich nicht authentisch und gefällt mir nicht so gut.“ Ändern lässt sich diese Situation freilich nicht mehr. Ein wohl angenehmer Trost dürfte für Horn aber sein, dass der FC die Mainzer in der Tabelle inzwischen hinter sich gelassen hat. Generell läuft es für Beierlorzer in Mainz eher schwankend. Drei Siege stehen vier Niederlagen gegenüber. Die wohl größte Genugtuung könnten sich die Geißböcke aber wohl mit einem Sieg gegen Mainz im Rückspiel am 26. Spiel selbst bescheren.

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