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Höwedes oder nix? „Nicht erkennbar, dass es zu einer Lösung kommt“


Der 1. FC Köln buhlt weiter um Benedikt Höwedes. Der Transfer des Innenverteidigers von Lokomotive Moskau zu den Geissböcken wird aber offenbar mit jedem weiteren Tag unwahrscheinlicher. Die Parteien nähern sich aktuell nicht an. Und so könnte der FC womöglich auf weitere Verpflichtungen im Winter verzichten.

Köln – Horst Heldt redete am Mittwoch nicht um den heißen Brei herum. Ja, der FC wolle Höwedes weiterhin. Nein, die Verpflichtung des 31-Jährigen sei nicht näher gerückt. „Leider müssen wir uns weiter in Geduld üben“, sagte der FC-Sportchef auf der Pressekonferenz vor der Partie der Geissböcke am Freitagabend bei Borussia Dortmund. „Es ist weiterhin so, dass wir Interesse haben und dass Benedikt sich den Wechsel gut vorstellen kann. Trotzdem gibt es zur Zeit verschiedene Haltungen, die es erschweren und weshalb es heute nicht erkennbar ist, dass es zu einer Lösung kommt.“

Glaubt Heldt nicht mehr an einen Transfer oder will der 50-Jährige nun öffentlich den Druck auf Moskau erhöhen? An wem es größtenteils liegt, ist ebenfalls unklar. Der FC will Höwedes bis Saisonende ausleihen und würde eine Kaufoption akzeptieren, nicht aber eine Kaufpflicht. Es heißt, der Spieler wolle nicht nur ein halbes Jahr wechseln, sondern fest zurück in die Bundesliga und in die Nähe seiner Familie (Düsseldorf). Moskau will angeblich nur verkaufen, kein Leihgeschäft, egal ob mit Kaufoption oder -pflicht. Heldt und der FC haben ihr Angebot dem Spieler und dem Verein auf den Tisch gelegt. Nun wartet man am Geißbockheim ab, ob sich in dem Spiel noch jemand bewegt.

„Klar ist aber, dass es irgendwann überreizt ist“, sagte Heldt und machte deutlich, dass der FC nicht ewig warten werde. „Es wird langsam wichtig, dass wir Klarheit haben. Wir haben uns kein Zeitfenster gesetzt. Das werden wir situativ in Absprache mit Benedikt entscheiden.“ Aber natürlich beschäftige man sich mit der Frage, was passiere, sollte der Deal nicht zustande kommen. „Es gibt parallele Gespräche, um Alternativen umzusetzen“, bestätigte Heldt und betonte, dass diese Überlegungen nicht theoretischer Natur seien, sondern bereits aktiv vorangetrieben würden. Dennoch setzt man auf die Karte Höwedes in der Überzeugung, keine bessere Lösung finden zu können. „Wenn wir zu der Erkenntnis kommen, dass uns die Alternativen nicht vollumfänglich überzeugen, werden wir keine weiteren Spieler zu uns holen.“ Höwedes oder nix – so könnte als letztlich die Rechnung für die Geissböcke aussehen. Stand jetzt aufgrund der verzwickten Verhandlungslage würde das bedeuten: nix.

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