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Dauerläufer Skhiri erklärt: So will der FC beim BVB punkten

Wenn der 1. FC Köln am Freitagabend bei Borussia Dortmund antritt, kommt es für Geißböcke nach vier Siegen in Folge zum echten Härtetest. Ein Garant für den Erfolg der letzten Wochen war auch die wieder ansteigende Formkurve von Ellyes Skhiri, den mit Abstand laufstärksten Kölner im Kader. Nun erklärte der Tunesier, wie der FC die Dortmunder um Superstar Erling Haaland stoppen will. 

Köln – Ellyes Skhiri gehört definitiv zu den Dauerläufern beim 1. FC Köln. Nicht nur, weil der Tunesier in seiner ersten Bundesliga-Saison in bislang 16 von 18 möglichen Partien auf dem Platz gestanden hatte. Sondern auch, weil er mit Abstand der laufstärkste Spieler in den Reihen von Markus Gisdol ist. 12,5 Kilometer läuft der Nationalspieler in 90 Minuten im Schnitt, ist auf dem Platz fast überall zu finden und stopft im Mittelfeld zahlreiche Löcher.

So sind die Erfolge nur logisch

Nach dem ersten Spieltag, als Skhiri in Wolfsburg eingewechselt wurde, stand der Sommer-Neuzugang bis zum 12. Spieltag in jeder Partie in der Startformation und zeigte insbesondere gegen Borussia Dortmund und den SC Freiburg, wo ihm dank einer Energieleistung in der Nachspielzeit der Siegtreffer gelungen war, eine bärenstarke Partie. Mitte der Hinrunde fiel der gebürtige Franzose jedoch etwas ab, wirkte ob seiner Afrika-Cup-Teilnahme im Sommer teilweise überspielt und müde. Gegen RB Leipzig nahm Markus Gisdol den 24-jährigen zur Halbzeit vom Feld. In den folgenden beiden Spielen gegen Augsburg und Union Berlin musste der Mittelfeldmann auf der Bank Platz nehmen. In den letzten vier Spielen, die der FC auch dank Skhiris Rückkehr zu alter Form gewinnen konnte, zählte der Tunesier aber wieder zu den stärksten Spielern auf dem Platz. „Ich habe immer gut gearbeitet“, erklärte Skhiri nun, der sich selbst wieder als topfit ansieht: „Ich fühle mich im Moment physisch sehr stark. Aber ich bin immer in der Lage gewesen, von der ersten bis zur letzten Minute zu laufen und zu kämpfen.“ Dass es mit vier Siegen in Folge aktuell so gut für die Geißböcke läuft, seien im ersten Moment ob des schwierigen Saisonstarts auch für ihn in gewisser Weise überraschend gewesen. „Aber wir wissen jetzt, was wir zu tun haben. Und wenn wir auf dem Feld umsetzen was wir unter der Woche trainieren, sind die Erfolge nur logisch.“ Gleichzeitig spiele der Zusammenhalt der Mannschaft eine wichtige Rolle: „Wir haben Charakter gezeigt, das war das wichtigste in unserer Situation. Jeder gibt sowohl im Training als auch beim Spiel alles. Außerdem glaube ich, dass jeder individuell aktuell ein sehr gutes Niveau hat.“

Fahren nicht nach Dortmund, nur um einen guten Eindruck zu hinterlassen

Trotz der vier Siege in Folge reisen die Geißböcke am Freitag natürlich als Außenseiter nach Dortmund. „Ohne Frage wird das ein schwieriges Spiel gegen eine starke Mannschaft. Sie haben ihren eigenen technischen Stil und suchen immer die spielerische Lösung“, sagte Skhiri am Dienstag. Die Zielsetzung für den FC sei gegen die offensivstarken Dortmunder dabei klar: Kompakt stehen, die Räume eng machen und als Einheit auftreten. Gleichzeitig wollen die Kölner aber wie zuletzt auch gegen Wolfsburg mutig auftreten, früh Druck ausüben und den Gegner zu Fehlern zwingen. Vielleicht sind dann ja auch im Signal-Iduna-Park Punkte möglich. „Im Fußball ist alles möglich. Wir fahren nicht nur nach Dortmund, um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Wir wollen dort etwas mitnehmen.“ Dass Erling Haaland nach seinem Traumeinstand am vergangenen Wochenende mit drei Toren in 31 Minuten nun im Mittelpunkt des Interesse steht, stört den Tunesier nicht. „Natürlich ist er eine echte Waffe und alle schauen jetzt auf ihn. Aber wir müssen uns auf Dortmund als gesamte Mannschaft konzentrieren, sie sind insgesamt sehr komplett.“

Einen entscheidenden Anteil am neuen Aufschwung der Geißböcke haben nach Ansicht von Skhiri auch Horst Heldt und Markus Gisdol. „Sie haben eine neue Dynamik in den Klub und die Mannschaft gebracht. Das Team wirkt jetzt sehr stabil.“ Doch sind die Kölner auch stabil genug, um gegen den Champions League-Teilnehmer und Titelaspiranten aus Dortmund zu bestehen? Nach den vier Siegen wird die Partie beim BVB für den FC zum echten Härtetest. Untergehen, wie mit 0:5 beim letzten Gastspiel in Dortmund, scheint aktuell kaum wahrscheinlich. „Wir haben durch die Siege ein neues Selbstvertrauen“, sagt Skhiri. „Und so darf es gerne die nächsten Spiele weiter gehen.“

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