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Vertrag bis 2021: Der FC sollte schnell mit Cordoba verlängern


Jhon Cordoba ist derzeit nicht aus der Startelf des 1. FC Köln wegzudenken. Nicht nur, weil der Kolumbianer in den letzten acht Spielen sechs Tore erzielte. Vielmehr ist der Angreifer für die gegnerischen Innenverteidiger mit seiner robusten Spielweise kaum zu verteidigen. Sein Vertrag bei den Geißböcken läuft allerdings nur noch bis zum Sommer 2021. 

Köln – Die Lobeshymnen auf Jhon Cordoba nahmen nach dem 3:1-Erfolg über den VfL Wolfsburg gar kein Ende mehr. „Jhon hat berauschend gespielt“, lobte Trainer Markus Gisdol, der sich sonst eher selten dazu durchringen kann, einzelne Spieler aus dem Mannschaftsgefüge hervorzuheben. „Das ist beeindruckend, das habe ich so noch nicht gesehen. Man kann jeden Ball auf Jhon spielen, der macht sie alle fest“, zeigte sich auch Mark Uth von seinem neuen Teamkollegen beeindruckt. Und Timo Horn schwärmte: „Es ist fast unmöglich ihn zu verteidigen. Es ist ein Wahnsinn, was er für eine Wucht hat. Er hat ein sensationelles Spiel gemacht.“

Erstes Tor gegen Hoffenheim entfesselt Cordobas Qualitäten

Auch wenn Jhon Cordoba, wie er selbst im Winter-Trainingslager dem GEISSBLOG.KOELN im Interview verriet, niemanden mehr etwas beweisen muss, stellt der 26-jährige in den vergangenen Wochen unnachahmlich seine Qualitäten unter Beweis. Dabei hatte es bis zum elften Spieltag gedauert, ehe Cordoba sein erstes Bundesliga-Tor für den FC erzielte. Seither ist der Kolumbianer nicht mehr zu stoppen. Bereits im nächsten Heimspiel gegen den FC Augsburg traf Cordoba nach seiner Einwechslung erneut. Spätestens seit dem Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen, als er erst die Gelb-Rote Karte gegen Dragovic provozierte und wenig später die erlösende 1:0-Führung erzielte, wächst Cordobas Selbstvertrauen von Spiel zu Spiel. Inzwischen traf der Stürmer in fünf Heimspielen in Folge – gegen Wolfsburg sogar doppelt. Eine ähnliche Bilanz war zuletzt Milivoje Novakovic im Jahr 2011 gelungen.

Cordoba hat sich also längst gegen seine Sturmkollegen Anthony Modeste und Simon Terodde durchgesetzt. Sein Wert für die Mannschaft ist allein an Toren nicht zu messen. Durch seine unnachahmliche Art den Ball in der gegnerischen Hälfte festzumachen und abzuschirmen, beschert er seinen Mitspielern nicht nur die Zeit nachzurücken, sondern auch den Platz in die frei gewordenen Räume zu starten. In dieser Form dürfte wohl nahezu jede gegnerische Innenverteidigung in der Bundesliga ihre Probleme haben, Cordoba mit legalen Mitteln zu stoppen.

Vertragsverlängerung dürfte oberste Priorität haben

Umso wichtiger ist es längst für Horst Heldt und den FC, den Vertrag mit dem Kolumbianer zu verlängern. Aktuell läuft das Arbeitspapier des Angreifers, der 2017 für 17 Millionen vom FSV Mainz 05 an den Rhein gewechselt war, bis zum Sommer 2021. Wollen die Geißböcke ihren aktuell besten Stürmer nicht in anderthalb Jahren ablösefrei oder im Sommer 2020 für eine verhältnismäßig moderate Ablösesumme ziehen lassen, müssen sich die Kölner in den kommenden Wochen strecken. Am Geißbockheim will man den Stürmer unbedingt über 2021 hinaus halten und arbeitet nicht erst seit der Amtsübernahme von Horst Heldt an einer Vertragsverlängerung.

Der FC hofft, Cordoba neben finanziellen Reizen das bieten zu können, was er erst nach längerer Eingewöhnungszeit in Köln gefunden hat: eine Wohlfühl-Atmosphäre und absolute Wertschätzung, vom Klub genauso wie von den Fans, die den Kolumbianer längst in ihr Herz geschlossen haben. Bereits im September letzten Jahres wurden die Berater von Cordoba am Geißbockheim vorstellig. Es gab erste Gespräche mit Lizenzspielleiter Frank Aehlig über eine frühzeitige Verlängerung, jedoch bislang ohne Ergebnis. Das Kölner Ziel ist klar: Cordobas Vertrag soll langfristig verlängert werden. Zum einen, weil man von dem Spieler überzeugt ist, zum anderen, weil jedes Bundesliga-Tor den Angreifer teurer – und bei anderen Klubs beliebter – machen würde.

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