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0:3 nach zwölf Minuten: Erst chancenlos, dann Chancenwucher

Der 1. FC Köln ist gegen den FC Bayern München unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Im Sonntagsspiel am 22. Spieltag unterlagen die Geissböcke dem Rekordmeister mit 1:4 (0:3). Dabei lag der FC bereits nach zwölf Minuten mit 0:3 zurück und fand erst in Hälfte zwei zu . Zu allem Überfluss verletzten sich Noah Katterbach und Ismail Jakobs und drohen auszufallen.

Aus Müngersdorf berichten Sonja Eich und Marc L. Merten

Die Konkurrenz im Abstiegskampf hätte dem FC am Samstag fast keine besseren Ergebnisse liefern können. Paderborn, Bremen und Düsseldorf verloren erneut, und so war klar, dass der Abstand zu den drei letzten Tabellenplätzen unabhängig des Bayern-Spiels unverändert bleiben würde. Weil auch Union Berlin verlor und Mainz mit einem Heimspiel gegen Schalke am Sonntagabend einen schweren Gegner vor der Brust hatte, hätte man sich aus Kölner Sicht maximal ein Unentschieden der Paderborner gegen den nächsten FC-Gegner Hertha BSC gewünscht. Ansonsten war alles nach Plan verlaufen.

Ausgangslage

Gegen die Bayern, das war von vorne herein klar gewesen, hätte vieles passen müssen, um einen Punkt oder gar einen Sieg einzufahren. Markus Gisdol wollte sehen, wie stabil seine Mannschaft wirklich schon ist. Dafür hatte er taktisch und personell nichts umgestellt und brachte jene Mannschaft, die in den Wochen zuvor fünf Siege in sechs Spielen eingefahren hatte.

Moment des Spiels

Das Spiel hatte gerade erst begonnen, da war es schon entschieden. Zweite Minute: Ein einfacher Doppelpass hebelte die FC-Abwehr aus, Robert Lewandowski fand sich alleine vor Timo Horn wieder und nagelte den Ball humorlos unter die Latte. Fünfte Minute .Mit mehreren schnellen Pässen war der FC überfordert, Kingsley Coman stand acht Meter vor Horn alleine und brachte das Kunstleder im Kölner Gehäuse unter. Damit waren die Kräfteverhältnisse betoniert und den Geissböcken hätte nur noch das heraufbeschworene Unwetter mit einem Spielabbruch helfen können. Doch diese göttliche Fügung trat nicht ein.

Die wichtigsten Szenen

Wer am Sonntag geglaubt hatte, der 1. FC Köln könne gegen die Bayern für eine Überraschung sorgen, sah sich von der ersten Minute an getäuscht. Ein Stellungsfehler von Bornauw führte zum 0:1, eine sehenswerte Passstafette der Bayern zum 0:2. Und als Serge Gnabry in der zwölften Minute unbedrängt an der Strafraumkante in die Mitte und dann abziehen konnte, war das Spiel nach nicht einmal einer Viertelstunde mit 0:3 gelaufen. Laut der Deutschen Presse-Agentur war es die schnellste 3:0-Führung der Bayern in der Bundesliga seit 1973. Der FC hatte überhaupt keine Chance, lief hinterher, staunte ob dessen, was der Gegner machte und stand brav Spalier. Dass Thiago in der 20. Minute aus zwölf Metern nicht traf, ließ so manchen Kölner durchatmen. Das war aber nach weiteren fünf Minuten wieder vorbei, als Noah Katterbach im FC-Strafraum liegen blieb. Er war unglücklich mit Rafael Czichos zusammengestoßen und musste mit dick bandagiertem Knöchel vom Platz geführt werden. Für ihn kam Florian Kainz. Nur Sekunden später traf Gnabry die Latte, nachdem er Horn bereits ausgespielt hatte. In der 37. Minute lenkte Horn einen Schuss von Joshua Kimmich gerade noch so an den Pfosten. Und aufgrund des sagenhaften Torschussverhältnisses von 1:17 (!) nach 45 Minuten glich es einem Wunder, dass es nur mit einem 0:3 in die Halbzeitpause ging.

Nach der Pause passierte, wonach es zuvor nicht ausgesehen hatte. Der FC schoss ein Tor. Sekunden nach dem Seitenwechsel kombinierte sich Köln über rechts durch, Kainz rutschte beim Schuss zwar weg, doch Skhiri passte zu Cordoba und dieser schob den Ball ins Tor. Müngersdorf jubelte, doch als „et Trömmelche“ ausgegangen war, folgte der VAR-Eingriff wegen Abseits des Tunesiers. Doch der FC spielte nun besser, anders gesagt: Er spielte überhaupt mit – und traf erneut. Nach einem Kainz-Schuss drückte Cordoba den Nachschuss über die Linie (55.). Diesmal stand aber der Kolumbianer im Abseits. Ein mutiger FC brachte das Publikum fortan wieder hinter sich, Neuer musste gegen Uth in letzter Sekunde retten (61.). Das Spiel erinnerte an die zweite Halbzeit beim 1:5 in Dortmund: Köln hatte nichts mehr zu verlieren, die Bayern wirkten phasenweise unkonzentriert, ehe eine Einzelaktion den Deckel auf die Partie machte. Gnabry umkurvte Ehizibue sowie Hector und schlenzte den Ball ins lange Eck. Die Geissböcke waren in Hälfte zwei immerhin ein ernsthafter Gegner und verdienten sich, dass ihr drittes erzieltes Tor zählte. Über Cordoba gelangte der Ball zu Kainz. Dieser legte quer und Uth musste aus einem Meter nur noch einschieben (70.). Bitter für den FC jedoch: Nach Katterbach musste auch Jakobs das Feld humpelnd verlassen, für ihn kam Benno Schmitz. Es hätte sogar noch einmal eine interessante Schlussphase werden können, hätte nicht Manuel Neuer im Bayern-Tor gestanden. In der 78. Minute wehrte er überragend im Eins-gegen-eins gegen Cordoba ab. In der 85. und 88. Minute hatte der eingewechselte Modeste den Torschrei schon auf den Lippen und scheiterte an Neuer. Anschließend hätte auch Bornauw noch treffen können, der jedoch statt des Tores zuvor seine fünfte Gelbe Karte gesehen hatte und nächste Woche in Berlin fehlen wird. Ein Chancenplus und einen Chancenwucher der Geissböcke in Hälfte zwei, den man so nicht erwartet hatte. Von den drei erzielten Toren (zweimal Abseits) konnte sich Köln am Ende zwar nichts kaufen. Doch nach der desaströsen ersten Halbzeit hatte sich der FC nach 90 Minuten zumindest noch passabel verkauft.

Fazit

Zum Freuen: Weiterhin sechs Punkte Vorsprung auf Rang 16.

Zum Ärgern: Die defensive Planlosigkeit in Hälfte eins.

Stimmung: Erst Galgenhumor, dann verdiente sich der FC den Fan-Support.

Pechvogel des Tages: Gute Besserung, Noah Katterbach und Iso Jakobs!

Aufstellung

Horn – Ehizibue, Bornauw, Czichos, Katterbach (28. Kainz) – Skhiri, Hector – Drexler, Uth, Jakobs (72. Schmitz) – Cordoba (81. Modeste)

Tore

0:1 Lewandowski (2.)
0:2 Coman (5.)
0:3, 0:4 Gnabry (12./66.)
1:4 Uth (70.)

38 Kommentare
  1. NICK says:

    Das wir wohl verlieren würden, war ja hoch wahrscheinlich. Das wie war entscheidend und da war die erste HZ blamabel, aber die zweite HZ hat entschädigt, auch wenn die Bayern da natürlich nicht mehr 100% konzentriert waren. Aber das steht halt Manuel Neuer im Tor und vorne spielt da so ein „Wenn wir ihn hätten haben wollen, hätten wir ihn auch bekommen“-Gnabry…

    Gut. Nix außergewöhnliches passiert, in HZ zwei ist das Abschlachten verhindert worden, so können wir gut in die nächsten Spiele gehen und sind dann hoffentlich mal von Sekunde eins mal wach und im Spiel.

  2. Holger says:

    Die 2. Halbzeit mach Mut!
    Gegen Berlin muss ab der 1. Minute so gespielt werden….da geht was und genau Schalke und Paderborn ist auch was drin.
    Mal ehrlich, die Punkte gegen Bayern hat doch nicht wirklich jemand in seiner Rechnung einbezogen, oder?
    Außerdem wissen wir nun, dass der beste Stürmer der Welt noch immer nicht sein Torkostüm gefunden hat, welcher pöse pöse Mensch hat es nur versteckt?

  3. Franz-Josef Pesch says:

    Das passiert wenn man von Beginn an nicht konzentriert zur Sache geht. Es ist nicht zu
    begreifen, daß viele der Niederlagen schon kurz nach Beginn feststanden. Was ist der Grund das die Mannschaft in der Anfangszeit noch im Tiefschlaf liegt ? An dieser Frage haben sich schon mehrere Trainer, inkl.Gisdol bisher die Zähne ausgebissen. Gegen Bayern kann man ganz bestimlt verlieren, aber nicht wie in der ersten Hälfte vor Angst in die Hose schei…..

    • Gerd Mrosk says:

      Stimmt wobei ich noch einmal anmerken möchte,dass es unter Markus Anfang eine andere Vorgehensweise war ,ins Spiel zu gehen,nämlich passiv. Zwischen Passivität und Schläfrigkeit ist es zwar nicht himmelweit,aber eben doch ein Unterschied. Und das was Du,richtig ansprichst,nämlich die Angst,ist schon ärgerlich nach den letzten Wochen. Genau DARUM können wir umso zufriedener mit der 2. Halbzeit sein bzw wohl auch mit der Kabinenpredigt,die wohl stattgefunden hat.

  4. willi wagner says:

    Hat denn niemand unseren Spielern gesagt, :daß Spiel beginnt mit dem Anpfiff und nicht erst in der zweiten Halbzeit. Nicht auszudenken, wenn ihr ihr so wie in der zweiten Halbzeit von Anfang an gespielt hättet, da wäre bestimmt etwas drinnen gewesen. Ihr solltet euch ein Beispiel an einem Tasmanischen Teufel oder einem Vielfrass nehmen, die greifen sofort an ohne Rücksicht auf die Größe des Gegners und die kämpfen, kämpfen und kämpfen von der ersten bis zur letzten Minute, egal wie klein oder groß ein Gegner ist. Die unter und überschätzen keinen Gegner und geben immer alles bis zum Schluß.

  5. Bob Brown says:

    Timo Horn hat auch mal wieder gezeigt was er kann, auf der Linie, nämlich stehen bleiben.
    Bis der mal abspringt muss schon einiges passieren.
    Und diese Abschläge, ich kann gar nicht beschreiben was der alles falsch macht.
    8 von 10 Abschlägen landen beim Gegner, wenn der dann Bayern heißt sind die direkt wieder vorm Tor. Bringt keine Ruhe ins Spiel, der Typ ist ne absolute Katastrophe.
    Wenn sich nach der Saison da nichts tut dann gute Nacht. Ich mache die Niederlage nicht an Horn fest, aber heute hat man wieder gesehen wie langsam er scheinbar im Kopf ist.

  6. Frank Offermann says:

    Ich bin doch ein wenig verwundert, wenn man sich jetzt hier über die 2te Halbzeit freut. Es ist doch ganz klar ein Muster zu erkennen.:Gegen einen richtig guten Gegner sind wir überhaupt nicht auf dem Platz. Und erst wenn wir hoffnungslos zurückliegen, fängt sich das Team und man spielt mit…
    Das ändert aber nichts am Ergebnis, die Analyse muss man sich aber gönnen:
    Wir haben mit Horn (viel zu schnell unten beim 1:0), Ehizibue und Czichos Spieler in der Defensive, die den Anforderungen auf oberen Bundesliga-Niveau überhaupt genügen. Das sieht gegen Freiburg und Wolfsburg aus dem Mittelfeld der Liga noch ganz gut aus, aber nach oben wird das peinlich. Das war in Leipzig, in München, in Dortmund, gegen Gladbach und jetzt gegen Bayern offensichtlich. Und dieses Muster bestätigt sich leider in jedem Spiel gegen die Top 4.
    Bournauw und die Jungen können das nicht stabilisieren und fallen dann auch mit ab. Ihnen ist kein Vorwurf zu machen, aber die Stabilität fehlt und kommt erst, wenn Bayern es mit 60% zu Ende spielt.
    Vielleicht braucht es hier auch eine defensivere Taktik. Mit einem dritten 6er vielleicht. Wenn ich dann aber sehe, dass Höger auf der Bank sitzt, wird mir auch wieder Angst und Bange….
    Klar, wir müssen nicht gegen Bayern gewinnen, aber so auf die Mütze wie in der ersten Halbzeit darf es auch nicht sein. Wenn das in dieser Saison gut ausgehen soll, müssen wir aber gegen die Top 4 auch einen stabilen Auftritt hinkriegen. Und da habe ich Sorge. Bei Czichos und Ehizibue reicht es einfach nicht für Bundesliga-Spitze… Und Horn bleibt mir ein Rätsel in seiner Entwicklung. Ehrlich gesagt, bin ich noch nicht entspannt, da hilft die zweite Halbzeit gar nichts.

      • Frank Offermann says:

        Da hast Du vollkommen Recht. Aber es hätte auch 5:0 oder 6:0 zur Halbzeit stehen können. Ich erwarte keinen Sieg, aber mit den Defiziten ist eine Schadenbegrenzung in den Spielen gegen die obere Tabellenhälfte schwierig. Rechne mal die Tordifferenz aus, die allein in diesen Spielen zusammenkommt. Das ist zuviel. Leider….
        Klar, die Bayern haben auch ein Feuerwerk abgebrannt in der ersten Halbzeit, aber mir kam da zu wenig, weil einzelne Spieler überhaupt nicht hinterherkommen. Exemplarisch nur das 3:0 von Ehizibue. Drunter her gesprungen, nicht hinterher und Tor. Die besagten Herren sind zu anfällig. Das macht mir Sorgen.

      • Gerd Mrosk says:

        Natürlich zählen nicht nur Cichos,Horn und Easy nicht zur Spitze,sondern auch noch fast alle anderen bei uns. 3 der 4 Tore waren einfach zu billig,ja, hätte da lieber andere Gegentore gesehen,wo wir viel Glück hatten.Trotzdem seh ich noch kein Muster nur weil man wieder in der Anfangsphase “ unterlegen“ war. Gegen Hertha wirds einfach gänzlich interessant,weil Gisdols Handschrift jetzt auch mal auswärts erkennbar werden muss. Frankfurt war da lediglich ne glückliche Fügung,neben allerdings bemerkenswertem Siegeswillen

    • NICK says:

      Kurze Anmerkung. Es spielte ein schlecht gestarteter Aufsteiger, der Trainer-und Managerwechsel hinnehmen musste gegen den Rekormeister…selbst der BVB hat dieses Jahr 4:0 verloren…

      Gegen die „Top Vier“ wird das traditionell für einen Aufsteiger schwierig. Den 5.ten haben wir dann ja schon nach Hause geschickt…

      Aber ich gebe Dir Recht, 5er-Kette gegen die Top-Mannschaften könnte helfen. Aber Gisdol versucht zu Punkten, dass ist nunmal seine Aufgabe und da die Bayern auch gegen unsere Fünferkette mindestens Drei machen, hilft es nicht sich nur hinten rein zu igeln.

      Und das wir die Bayern auch hinten rein drücken können und ihnen Probleme bereiten können, sahen wir schon im Hinspiel und jetzt eben in HZ 2…und darüber freut sich der ein oder Aufsteiger-Fan dann schon…

      • Gerd Mrosk says:

        Stimmt,wenn man was länger die Null hält,kann man auch gegen die Bayern ins Spiel finden. Ich denke das wäre aus mit dieser Ausrichtung möglich gewesen und verstehe dass der Trainer für Bayern oder Dortmund nichts ändern will.

      • Frank Offermann says:

        Ja Nick, da hast Du Recht. Wir sind Aufsteiger und schlecht gestartet. Mir macht aber das Muster (jedes Spiel gegen die Großen droht direkt am Anfang zu einer Demontage zu werden) und die Deutlichkeit zu schaffen.
        Und Du hast auch Recht, dass man Gisdol für seine Spielorientierung loben muss. Aber das geht mit einzelne Spielern (Ehizibue) nicht aus.

        • NICK says:

          Gisdol schickt die halt mit der Einstellung raus, dass sie sich was zutrauen sollen umd das die Jungs vom BVB und Bayern auch zur Toilette müssen. Bemerkenswert fand ich wie er sie in der HZ in dir Spur gebracht hat – Uth hat das ja nacher im Interview erklärt…

          Das hätte auch von Anfang an klsppen können, aber wenn man so früh hinten liegt, ist natürlich erstmal alles dahin.

          Das Problem was ich sehe, das ist ja nicht nu gegen Bayern so. Wolfsburg hätte nach 5Min 4:0 führen können…die Bayern habrn die Dinger halt gemacht. Wir werden zu Beginn hinten reingedrängt und fangen uns direkt paar Grosschancen. Mir würde es mal gefallen, wenn wir zu Beginn mal Agieren würden und versuchen in den ersten 5Min in Führung zu gehen…

    • Gerd Mrosk says:

      Natürlich trennt sich noch mal deutlicher die Spreu vom Weizen,das ist richtig.Allerdings wird das gegen Gegner aus dem Mittelfeld der Tabelle kaschiert. Eazy z.B. lernt ja auch noch,ähnlich wie Katterbach und Jakobs Gerade auf aussen waren wir hoffnungslos überfordert heute. Trotzdem,wir werden uns trotz dem verpatzten Start in der Liga halten.Und heute galt es zu lernen,wie in Dortmund,wie in Leipzig. Heut lags aber auch dran,dass man sich gar nicht rein arbeiten durfte,wenn der Gegner aus 2 Chancen 2 Tore macht.Aber,aber besonders nach dem 0:1 waren Szenen da,wo man sich hätte mehr wehren können. Horn sah auch aus meiner Sicht nicht glücklich aus beim 0:1. Schwamm drüber jetzt,die alte Dame wartet.

    • Boom77 says:

      Naja, richtig ist der Kommentar schon… aber asl „gut“ kann ich ihn dennoch nicht bezeichnen. Denn es mag sein, dass die Qualität von Easy und Czichos nicht für die Bundesligaspitze reicht. Darum geht es aber auch gar nicht, da wir keine Bundesligaspitze sind und auch lange Zeit nicht sein werden. Wenn die Qualität fürs Bundesligamittelmaß reicht, ist das erstmal vollkommen in Ordnung.

      • Frank Offermann says:

        Sorry, da kann ich mich nicht anschließen. Auch wenn der Anspruch Bundesliga Mittelfeld ist, dann kann ich nicht so dilettantisch verteidigen gegen ein Spitzenteam. Ich verlange nicht, dass wir die Bayern mit unserer Defensive neutralisieren. Das ist nicht möglich. Aber ein anderes Verhalten als nach 12 Minuten 3:0 zurückzuliegen ist schon gefragt. Und gegen eine Mittelfeldmannschaft kann das auch in die Hose gehen. Da braucht man nur mal an Wolfsburg (erste 5 Minuten) denken und Ehizibue gegen Freiburg. Auch bei diesen Gegnern kann die mangelnde Klasse zum Problem werden (ist natürlich noch mal gut gegangen…). Das ist hinten eindeutig nicht abgeklärt und die Protagonisten sind Schwachstellen. Der Klassenunterschied gegen die Spitze ist immens, aber auch gegen Mittelfeldteams ist das manchmal ein Ritt auf dem Vulkan. Klar, wir sind Aufsteiger, aber auf die Schwächen muss man schon noch hinwiesen dürfen, bei aller Begeisterung hier über die zweite Hälfte. Mir fehlt einfach etwas Ruhe in der Defensive. Das will ich aber auch nicht nur den Beiden anlasten. Da sind die Doppel 6, der Torwart und die Außen auch mit in der Verlosung. Es ist schon Vieles besser geworden, aber ich verstehe schon, warum Horst Heldt sich nach Höwedes erkundigt hat. Und auch da ist der Fokus Mittelfeldplatz.

  7. Gerd Mrosk says:

    Du meinst tatsächlich,dass Bayern uns stärken wollte in der 2.Halbzeit? Dagegen spricht schon dein abschliessender Satz,denn der Mensch an sich ist eher faul ,wenn er was erreicht hat,im heutigen Fall nach 12 Minuten. Man kann eben nicht mehr als 3 Punkte gewinnen pro Spiel.

  8. Geissbock60 says:

    Wir sollten wieder lernen demütig zu sein!
    Ok, die 2 Halbzeit war in Ordnung aber nur weil die Bazis 3-4 Gänge rausgenommen haben. Modeste kann einem nur leid tun…er stand mal wieder da,wo ein Torjäger stehn muss….aber der Abschluss? Tut mir mir leid für ihn und seinem Selbstvertrauen. Bitte keine Häme.
    Im Kollektiv haben in der ersten Halbzeit alle versagt , leider waren die angeblichen Führungsspieler (Hector etc.) nicht in der Lage dieses zu ändern. Deshalb auch keinen Vorwurf an die „Youngster“.
    Zum Glück spielen die anderen noch für uns…aber wie lange noch?
    Hoffe, dass wir in den nächsten 3 Spielen 5 Punkte holen, dann sieht die Welt wieder ganz anders und für uns positiv aus.

  9. Oliver Hartmann says:

    Und wieder waren es die ersten 15 Minuten. Wann geht es in die Köpfe der Spieler das ein Spiel 90 oder gar 95 Minuten dauert. Cordoba hat ein toller Blitzstart hingelegt aber würde leider aberkannt. Sonst wäre das spiel anders verlaufen. Wenigstens kein 1:5 und wenigstens hat Köln in der 2 Halbzeit sehr gut mit gespielt. Da die andere Mannschaften nicht im Tabellenkeller gewonnen haben bleibt Gott sei Dank alles beim alten. Katterbach und Jakobs wünsche ich eine gute Besserung. Nächste Woche ist mehr drin.

  10. willi wagner says:

    Abgesehen vom Geld das wir und die Bayern( und der Qualität) auf dem Platz und derBank haben, muss es möglich sein von Anfang an bis zu kämpfen und nicht erst nach dem das Kind in den Brunnen gefallen ist. Selbst der tabellen letzte hat gegen Bayern besser ausgesehen als wir. Ich hoffe die Mannschaft hat viel aus dem Spiel gelernt und schießt auch mal nach 5 oder 10 Minuten sowie in der letzten viertel Stunde ein Tor. Es hätte anders sein können wenn von Anfang an so wie in der zweiten Halbzeit gespielt worden wäre. Unseren verletzten gute bessererung.

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