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Die erneuerte Wertschätzung für den Effzeh-Nachwuchs


Dass der Nachwuchs für den 1. FC Köln einen hohen Stellenwert hat, gehört am Geißbockheim eigentlich zur Tradition. Zwischenzeitlich hatte es an der Kommunikation zwischen Jugend und Profis jedoch gehakt. Unter der neuen sportlichen Führung ist dies wieder anders und jedes Wochenende bei den Spielen der Kölner U-Mannschaften zu beobachten.

Köln – Als die U19 des 1. FC Köln vor drei Wochen bei Fortuna Düsseldorf antrat und die Profis nachmittags noch das Abschlusstraining bestreiten mussten, machte sich Cheftrainer Markus Gisdol trotzdem zum Beginn des Arbeitstages auf den Weg nach Düsseldorf. Der 50-Jährige wollte die A-Jugendlichen des Effzeh aus der Nähe betrachten, und so blickten einige U19-Spieler doch überrascht auf, als sie Gisdol am Spielfeldrand stehen sahen.

Er war in Düsseldorf nicht der einzige aus der Profi-Abteilung und Chefetage, der den Weg nach Düsseldorf angetreten hatte. Doch das Bild ist inzwischen gängig. Als die U17 vor zwei Wochen gegen Münster daheim gewann, fand sich auf Platz sieben im NLZ des Effzeh alles ein, was Rang und Namen hatte: das gesamte Profi-Trainerteam (Markus Gisdol, Frank Kaspari, André Pawlak und Andreas Menger), Horst Heldt (Sportchef), Jörg Jakobs und Erich Rutemöller (Vorstandsberater), Willi Kronhardt (Chefscout) und Martin Bülles (NLZ-Scout), Matthias Heidrich (NLZ-Leiter) und Stefan Ruthenbeck (U19-Trainer) – allesamt standen sie beisammen und beobachteten die B-Junioren von Trainer Markus Daun.

Talente freuen sich über gesteigerte Wertschätzung

Schon unmittelbar nach der Ankunft von Gisdol und Heldt beim Effzeh im November hatte sich der Wandel bemerkbar gemacht. Die dauerhafte Beförderung von Jan Thielmann zu den Profis war nur das äußerlich sichtbare Zeichen. Gisdol, Kaspari und Pawlak nahmen darüber hinaus an Trainer-Sitzungen der Nachwuchs-Übungsleiter teil. Die sportliche Leitung ging zu Trainings und Spielen, der Austausch nicht nur über Pawlak als Bindeglied zum NLZ hat sich stark intensiviert. Inzwischen werden auch die ausgeliehenen Talente wie Özcan, Ostrak und Bisseck über Manfred Schmid noch stärker individuell betreut.

Vor allem aber ist längst von den Nachwuchsspielern, ihren Familien und Beratern zu hören, dass die gesteigerte Wertschätzung bei den FC-Bossen positiv wahrgenommen wird. Der FC weiß, dass er aktuell nicht durch die beste Infrastruktur glänzen kann. Daher versucht man durch intensivierte Betreuung und engere Verzahnung der Teams und Verantwortlichen einen Austausch herzustellen, der manch andere Probleme beiseite schiebt. Perspektivisch soll auch der Nachwuchsbereich vom Ausbau am Geißbockheim profitieren, mit neuen Trainingsplätzen und einem modernen Funktionsgebäude. Bis dahin aber setzt der FC auf noch engeren Kontakt auf allen Ebenen. Die Spieler danken es der sportlichen Leitung – U16, U17 und U19 sind Tabellenführer in ihren Ligen, die U21 hat mit dem Abstiegskampf nichts zu tun.

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