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Leistner oder Meré? „Vielleicht spielen ja auch beide“


Es ist die wohl am meisten diskutierte Personalfrage vor dem Spiel bei Hertha BSC: Wer ersetzt beim 1. FC Köln den Gelb-gesperrten Sebastiaan Bornauw? Während Toni Leistner zuletzt die Nase als Innenverteidiger Nummer drei scheinbar vor Jorge Meré hatte, brachte Trainer Markus Gisdol am Mittwoch noch eine dritte Option ins Spiel. 

Köln – Der 1. FC Köln wird gegen Hertha BSC in der Abwehr gleich zwei Mal umstellen müssen. Nicht nur, dass Sebastiaan Bornauw aufgrund seiner Gelbsperre ausfallen wird. Der Trainer wird auch Noah Katterbach ersetzen müssen, der mit einem Bänderriss gleich mehrere Wochen ausfällt. Für beide Positionen hat Markus Gisdol zwei Alternativen parat, doch vor allem in der Innenverteidigung wird seine Aufstellung mit Spannung erwartet.

Dort wollte der FC in der Winterpause unbedingt noch einmal nachlegen. Nachdem Lasse Sobiech völlig außer Konkurrenz als Innenverteidiger Nummer vier lief und nach Belgien abgegeben wurde, wollten die Geißböcke einen zentralen Abwehrspieler holen, der Druck auf Sebastiaan Bornauw und Rafael Czichos ausübt. Mit Toni Leistner konnten die Geißböcke zwar nicht ihren Wunsch-Innenverteidiger Nummer eins verpflichten, trotz Bundesliga-Unerfahrenheit ist man in Köln aber überzeugt vom 29-jährigen.

Es gibt mehrere Überlegungen

In der kurzen Zeit, in der Leistner am Geißbockheim ist, scheint der robuste Abwehrhüne Jorge Meré auch bereits den Rang als vermeintliche Nummer drei hinter Bornauw und Czichos abgelaufen zu haben. Zwei von drei Mal stand Leistner im Kader des FC, während Meré von der Tribüne aus zuschauen musste. Daher wäre der gebürtige Dresdener am Samstag eigentlich der logische Ersatz für Bornauw. Ohnehin verglich Trainer Markus Gisdol die aggressive Spielweise Leistners bei dessen Vorstellung eher mit der des Belgiers. Im Vorfeld des Berlin-Spiels ließ sich Gisdol aber nicht in die Karten schauen. „Wir müssen auf zwei Positionen umstellen. Es gibt mehrere Überlegungen. Ich bin nicht festgelegt, ob Jorge oder Toni von Beginn an spielen werden“, sagte der Trainer. Erst nach der genauen Analyse des kommenden Gegners wolle sich Gisdol entscheiden. Möglich sogar, dass er sich erst am Tag des Spieles festlegt. „Vielleicht spielen ja auch beide. Das muss ich mir noch intensiver anschauen“, brachte der 50-jährige noch eine weitere Option ins Spiel. Dies dürfte allerdings die unwahrscheinlichste Variante für Samstag sein. Eine Umstellung auf Dreierkette mit Czichos, Meré und Leistner dürfte nach den erfolgreichen Wochen im 4-2-3-1 beinahe ausgeschlossen sein. Und auch die Möglichkeit, dass Gisdol Rafael Czichos auf die Bank setzt und damit den dritten Wechsel in der Abwehrreihe vollzieht, scheint eher unwahrscheinlich. Doch ganz ohne Grund wird Gisdol diese Option nicht genannt haben. Und wer weiß: Vielleicht ist der Trainer am Samstag ja für eine Überraschung gut.

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