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Nach Ausfällen: Die zweite Reihe macht es Gisdol schwer


Markus Gisdol hat am Samstag eine schwere Aufgabe: Nicht nur muss der Cheftrainer des 1. FC Köln seine Mannschaft auf einen unangenehmen und angeschlagenen Gegner einstellen. Der 50-Jährige muss für die Partie gegen den FC Schalke 04 erneut mehrere Ausfälle kompensieren und gleichzeitig jene Spieler belohnen, die es zuletzt in Berlin stark machten.

Köln – Dass Mark Uth dem 1. FC Köln gegen Schalke fehlen würde, ist den Geissböcken seit dem Tag der Verpflichtung bekannt. Alles Lamentieren hilft nichts, der Leistungsträger wird fehlen. Gleiches gilt für die verletzten Noah Katterbach und Rafael Czichos. Wen wird Gisdol also bringen? Wen muss er auf der Bank lassen?

Schon in Berlin musste Gisdol experimentieren, brachte Toni Leistner und später Jorge Meré in der Innenverteidigung, Benno Schmitz links hinten, Florian Kainz als Rechtsaußen und Elvis Rexhbecaj auf der Doppel-Sechs. Allesamt überzeugten. Klar ist jedoch: Sebastiaan Bornauw nach seiner Gelbsperre und Jonas Hector nach seinen muskulären Problemen werden zurückkehren. Wie entscheidet sich der FC-Coach also?

Wahrscheinlich ist, dass in der Innenverteidigung neben Bornauw erneut Leistner den Vorzug vor Meré bekommen wird. Zwar spräche die spielerische Komponente für den Spanier. Leistner überzeugte aber durch sein hartes Spiel und würde dadurch gut zu Schalke passen, wo Guido Burgstaller als neuer Stoßstürmer in die Startelf rücken könnte. Während Schmitz hinten links und Kainz vorne rechts ihre Plätze nach überzeugenden Auftritten bei der Hertha sicher haben dürften, bleibt die Frage des Uth-Ersatz‘.

Gisdol deutete unter der Woche an, auch ein Zwei-Mann-Sturm wäre gegen Schalke möglich. Dann müsste Cordoba auf die Zehn zurückrücken und Anthony Modeste käme zu einer neuen Chance von Beginn an. Das gilt jedoch als unwahrscheinlich, denn Gisdol hielt zuletzt stets an seinem System im 4-2-3-1 fest. Weder Cordoba noch Modeste wären ein Zehner-Ersatz für Uth, vielmehr schon Elvis Rexhbecaj oder Dominick Drexler. Mit einem der beiden Mittelfeldspieler könnte der FC seine Grundordnung beibehalten, wenngleich sich das Spiel in jedem Fall ändern würde, da alle Alternativen zu Uth eine veränderte Spielweise der Geissböcke bewirken würden. Nach seiner starken Vorstellung Berlin käme es überraschend, müsste Rexhbecaj wieder auf die Bank, und so heißt die zentrale Frage in der Offensive wohl am Samstag: Rex oder Drex?

So könnte der Effzeh auflaufen: Horn – Ehizibue, Bornauw, Leistner, Schmitz – Skhiri, Hector – Kainz, Rexhbecaj, Jakobs – Cordoba

8 Kommentare
  1. FC Neukoelln says:

    Ok passt gar nicht zum Thema – aber das ist ja jetzt auch schon mindestens der dritte Beitrag zum Thema „Wer ersetzt Uth und Czichos?“ in dieser Woche schnarch…………. :)
    Deshalb noch mal kurz zu Hertha Windhorst. In der ganzen (berechtigten) Klinsmann-Empörung ist mir viel zu kurz gekommen, welche zerstörerischen Kräfte eigentlich wirken, sobald man sich dazu hinreissen lässt, auf einen Schlag grosse Anteile am eigenen Verein zu veräussern und sich somit das sensible Kräfteverhältnis hinter den Kulissen plötzlich und massiv verschiebt.
    Auch hier wird vereinzelt, aber dafür vehement immer wieder für dieses Modell Wort ergriffen. Wir werden uns also immer wieder damit auseinander setzen müssen. Deswegen sei eine kritische Betrachtung der anderen Sorte all jenen ans Herz gelegt, die mal kurz verschnaufen wollen von der dringlichen Frage ob Rex oder Drex. Der kicker zum Beispiel hat schwer und mitunter unterhaltsam wortgewandt gegen Klinsi ausgeteilt – für eine strukturelle Kritik reicht es dann aber leider nicht, weil der kicker – die Bibel des deutschen Sportjournalismus – don’t-shit-where-you-eat-mässig sich ungern in die eigene Suppe spuckt. Aus dem gleichen (verständlichen!) Grund greift Herr Mertens auch lieber ehemalige Geschäftsführer an als aktuelle (wozu es derzeit aber auch wenig Anlaß gibt) :)
    Hier also der Kommentar der taz (Vorsicht linksradikal – vom lesen allein schon wächst vielen oft ein Iro und man rennt plötzlich Zombie-like durch die Strassen und will SUVs anzünden):
    https://taz.de/Welchen-Fussball-wollen-wir/!5664087/

  2. Andre_ says:

    Ich glaube nicht, dass Drexler auf der Zehn wirklich effektiv wäre. Dafür ist er mir nicht ballsicher genug und spielt auch nicht die tödlichen Pässe. Er ist für mich eher ein Wühler, jemand der rackert. Aber schon auf den außen verliert er oft Bälle, und auf der Zehn könnte das tödlich sein. Elvis wäre meiner Meinung nach die bessere Besetzung, oder Hector.

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