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Nach zwei Spielabsagen: Das Warten auf den nächsten Sieg

Die U21 des 1. FC Köln muss erneut ein Wochenende in der Regionalliga West aussetzen. Wegen Schäden am Dach des Aachener Tivoli wurde die Partie des 25. Spieltags am Sonntag abgesagt. Nach dem Ausfall der Partie gegen Wuppertal am vergangenen Wochenende schon die zweite genommene Chance, nach sieben sieglosen Spielen wieder einen Dreier einzufahren. Doch Routinier Lukas Nottbeck glaubt an die baldige Wende – und blickt nur auf das Ziel Klassenerhalt.

Köln – Wenn eine Mannschaft wie die U21 des 1. FC Köln nach 22 gespielten Partien mit 31 Zählern auf Rang acht liegt, ist eine Aussage wie die folgende zunächst verwunderlich: „Wir wollen so schnell wie möglich 40 Punkte holen.“ Dies sagte Lukas Nottbeck unter der Woche im Gespräch mit dem GEISSBLOG.KOELN. Der 31-Jährige erlebt mit der zweiten Mannschaft der Geissböcke eine überaus erfolgreiche Saison, der achte Platz ist die niedrigste Platzierung überhaupt in dieser Saison. Seit Mitte September und damit fünf Monate in Folge lag der FC mindestens auf Rang fünf. Eine starke Spielzeit also für die Jung-Geissböcke – und doch will man den Blick nur nach unten richten.

FC sieht direkte Konkurrenz noch immer im Tabellenkeller

Nach den jahrelangen Abstiegsängsten ist man beim FC froh, dieses Jahr nichts mit den unteren Rängen zu tun zu haben. Und doch haben die sieben sieglosen Spiele in Folge mit nur drei Unentschieden die Euphorie der Hinrunde gedämpft. „Wenn man sieben Spiele nicht gewonnen hat, fallen viele Sachen ein bisschen schwerer“, gab Nottbeck zu, der sich eigentlich auf die stimmungsvolle Partie in Aachen gefreut hatte. Stattdessen können die Geissböcke nun Kurs nehmen auf die nächsten zwei Heimspiele gegen zwei Tabellenkinder sowie gegen einen direkten Konkurrenten im oberen Mittelfeld der Tabelle.

Wobei, als direkten Konkurrenten sieht Nottbeck nicht Borussia Dortmund II auf Rang sechs und nur einen Punkt vor dem FC an, sondern jene beiden Teams, auf die man an Karnevalssamstag und zwei Wochen später am 7. März trifft: „Mit Haltern und Homberg haben wir zwei direkte Konkurrenten zuhause, die wir schlagen müssen“, sagte Nottbeck und machte damit klar, dass sich der 1. FC Köln in der Regionalliga weiterhin nicht als Mannschaft des oberen Tabellendrittels ansieht. „Wenn du 40 Punkte hast, kannst du die Jungs persönlich nochmal weiterbringen und auch mal andere Sachen und Systeme ausprobieren“, sagte Nottbeck und formulierte damit das klare Ziel, so schnell wie möglich rechnerisch im sicheren Bereich zu liegen. „Jetzt ist noch nicht die Zeit für Experimente.“

Zimmermann setzt Pawlaks Arbeit fort

Die Vorgabe ist also klar: Die gute Tabellenlage soll den Blick nicht trüben auf die Aufgaben der nächsten Woche. Erst einmal müssen die Geissböcke wieder die Sicherheit finden, die man in der Hinrunde empfunden hatte. Abgänge wie jene von Darko Churlinov machten der U21 zu schaffen, die Gelb-Rote Karte von Vincent Koziello gegen Rot-Weiß Essen und die dadurch herbeigeführte späte Niederlage kurz vor Schluss taten ebenso weh wie der Blitz-Rückstand in Lotte (0:2 nach zehn Minuten). Trainer Mark Zimmermann monierte fehlende Konzentration und mangelnde Konsequenz, personelle Probleme hin oder her. Das soll gegen Haltern, Dortmund und Homberg wieder anders aussehen. Mindestens fünf, lieber sieben oder gar neun Punkte aus diesen drei Spielen würden alle Sorgen vertreiben und den FC wieder auf Kurs bringen.

Nottbeck glaubt, dass auch der U21-Coach einen wichtigen Beitrag dazu leisten wird. Mark Zimmermann kommt in der Mannschaft gut an, fand im vergangenen Sommer die richtige Ansprache, um die erfolgreiche Arbeit von André Pawlak aus der zurückliegenden Rückrunde nahtlos weiterzuführen. Für Nottbeck eine Überraschung. „Er ist menschlich ruhig und sachlich, hat seinen Plan und nimmt auch Sachen an. Er bindet uns ältere Spieler immer wieder mit ein. Von seiner Art her ähnelt er André Pawlak“, sagte der Routinier. „Er kommt gut mit den Jungs klar und hat eine gute Ansprache. Es macht Spaß unter ihm zu spielen.“ Und bald auch wieder zu siegen.

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