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Schalker Interesse? So will Heldt Katterbach überzeugen


Noah Katterbach musste am vergangenen Sonntag erleben, dass nicht jedes Bundesliga-Spiel ein Highlight sein kann. Gegen den SC Freiburg wurde er nach schwacher Vorstellung in der Halbzeitpause ausgewechselt. Über seine Qualitäten ist man sich beim 1. FC Köln aber einig. Deshalb will man den 2021 auslaufenden Vertrag auch schnellstmöglich verlängern. Doch der Linksverteidiger hat längst Begehrlichkeiten geweckt.

Köln – Nicht noch ein Abgang eines Toptalents, denkt man sich dieser Tage wohl am Geißbockheim. Nach Florian Wirtz würde eine gelungene Vertragsverlängerung mit Noah Katterbach wie ein kraftvoller Gegenschlag wirken. Die Gespräche zwischen Klub, Spieler und Berater laufen bereits. Die aktuelle sportliche Situation dürfte aber wohl einen potentiellen Abschluss noch einige Wochen nach hinten rücken.

Katterbach, das ist längst kein Geheimnis mehr, hat das Interesse anderer Bundesligisten geweckt. Nicht erst seit seinen ersten elf Bundesliga-Spielen. Dafür steht der 18-Jährige und deutsche Junioren-Nationalspieler schon zu lange auf den Zetteln anderer Vereine. Doch dass unter anderem der FC Schalke 04 nach einem Nachfolger für Bastian Oczipka (31 Jahre alt) fahndet und dabei die Fühler nach Katterbach ausgestreckt hat, lässt Köln aufhorchen. Schließlich ist dessen Berater ein gewisser Roger Wittmann und traditionell ähnlich gut mit Schalke verbandelt wie Volker Struth mit dem 1. FC Köln.

Wir wollen verlängern – und ich habe von Noah nichts anderes gehört

Dass Horst Heldt aus seinen Schalker Zeiten Roger Wittmann jedoch bestens kennt und mit ihm bereits Transfers und Vertragsgespräche über die Bühne gebracht hat, darf durchaus als positives Zeichen gewertet werden. Ebenso die sportliche Entwicklung der Geissböcke, die in Richtung Klassenerhalt streben, was für Katterbach womöglich ein entscheidendes Kriterium sein könnte, seinen Vertrag beim FC langfristig zu verlängern. Schließlich ist es kein Geheimnis, dass das Eigengewächs und auch die Familie des 18-Jährigen schon immer am FC hängen. Der Youngster würde im Falle einer Bundesliga-Perspektive wohl zunächst keinen Grund sehen für einen Wechsel.

„Noah und wir sind im Austausch“, sagte am Mittwoch Horst Heldt. „Es ist keine Frage, dass wir mit Noah verlängern wollen. Ich habe auch nichts anderes gehört, als dass sich Noah das ebenfalls vorstellen kann. Es gibt keine Notwendigkeit für Panik.“ Der Sportchef versuchte bewusst zu beruhigen. Der Transfermarkt reagiere automatisch auf gute Leistungen junger Spieler. Vereine würden aufmerksam, Gerüchte kämen auf. „Das ist ein normaler Vorgang.“ Die Botschaft: Beim FC weiß man, was man will – Katterbach weiß, was der FC will. Und das nicht nur aufgrund der langen Verbindung zwischen dem Spieler und dem Klub, sondern aus sportlicher Überzeugung und Perspektive.

Ein Gefühl, das man nicht manipulieren sollte

Das ist Heldt am wichtigsten. Das kam am Mittwoch klar heraus. „“Ich finde, die Karte seiner FC-Verbundenheit sollten wir nicht spielen“, sagte Heldt und wurde deutlich: „Das ist ein Gefühl, das man nicht manipulieren sollte. Wir sollten vor allem herauszuarbeiten, warum es für Noah wichtig ist, hier zu sein und hier zu bleiben. Wir können ihm viel für seine Karriere bieten, und darauf müssen wir wert legen.“ Sachlichkeit statt Emotionalität, nicht nur in der öffentlichen Diskussion um das Talent und seine Zukunft beim FC, sondern auch in den Gesprächen hinter verschlossenen Türen mit dem 18-Jährigen und seinem Berater. „Die Emotionalität für einen Klub hat man oder man hat sie nicht. Bei Noah bin ich mir sicher, dass er und seine Familie sie haben. Wichtig ist aber, dass wir ihn mit Fakten überzeugen und nicht mit Emotionen.“ Und diese ist Köln seit einigen Wochen eindrucksvoll dabei zu sammeln. Katterbach kann selbst dazu beitragen, als Stammspieler und Leistungsträger.

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