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„Wir sind inzwischen eine komplett andere Mannschaft“

Nach dem Sturm „Sabine“ steht der 1. FC Köln vor der großen Herausforderung FC Bayern München. „Wenn die Bayern kommen, wird es immer stürmisch“, sagte Dominick Drexler am Mittwoch. Der Mittelfeldspieler spielte zuletzt gegen Freiburg stark auf. Der Rekordmeister ist jedoch noch einmal eine gänzlich andere Hausnummer. Der FC sieht sich gewappnet, auch wegen der Unterschiede zur Hinrunde.

Köln – Es muss für eine Mannschaft wie den 1. FC Köln bekanntlich viel zusammenpassen, um den FC Bayern München an einem guten Tag bezwingen zu können. Die Geissböcke wollen nach vier Heimsiegen in Folge ihre Serie halten, zumindest jene der ungeschlagenen Spiele, die sich bereits auf fünf Partien erstreckt. Zwar bangt der FC personell um mehrere Spieler. Doch das Selbstbewusstsein aufgrund der Heimstärke der letzten Wochen ist bei allen Spielern groß.

Auch bei Dominick Drexler, der gegen Freiburg einen guten Tag erwischt hatte und unter dem neuen Trainer Markus Gisdol zwar keine ständige Stammkraft ist, jedoch zu seiner Form gefunden hat. Da Ismail Jakobs aktuell kränkelt, dürfte Drexler seinen Platz am Sonntag sicher haben. Jan Thielmann wäre die erste Option für den Linksaußen, während der Top-Vorlagengeber der Vorsaison (17 Assists in Liga zwei) auf rechts bleiben könnte.

Drexler und der Gisdol-Beierlorzer-Unterschied

Im Hinspiel in der Allianz Arena hatte der FC es eine Stunde lang eigentlich nicht schlecht gemacht, allerdings früh in der Partie aufgrund eines zu riskanten Stellungsspieles das 0:1 kassiert und kurz nach dem Seitenwechsel nach einer Ecke das 0:2. Die Rote Karte und der verschuldete Elfmeter durch Kingsley Ehizibue waren dann das Ende aller Hoffnungen auf Punkte. Am Ende schlich Köln mit einem 0:4 vom Platz, obwohl man in der ersten Hälfte diverse Chancen auf den Ausgleich verschenkt hatte.

Letztlich war das Spiel ein Symbolbild für die Zeit unter Trainer Achim Beierlorzer gewesen. Keine schlechten Ansätze, aber ein zu naives Verhalten auf dem Rasen, taktische Fehler, zu offensives Anlaufen, das in Gänze zu häufig bestraft wurde. „Wir müssen die Räume so eng machen, wie wir das unter dem neuen Trainer haben wollen“, sagte Drexler, der ein bekennender Gisdol-Fan ist und die Zeit unter Beierlorzer bereits mehrfach kritisiert hat. „Dann können wir es auch besser machen als im Hinspiel.“

Es geht um das System, das der Trainer verlangt

Überhaupt ähnele der FC unter Gisdol nicht mehr jenem FC zu Saisonbeginn. „Wir sind inzwischen eine komplett andere Mannschaft. Das ist nicht mehr vergleichbar“, sagte Drexler. „Es geht um das System, das der Trainer verlangt. Wenn der alte Trainer Angriffspressing verlangt und der neue Trainer Mittelfeldpressing, dann ist das ein riesiger Unterschied. Wir erreichen mit unserem jetzigen Spielsystem im Zentrum mindestens Gleichzahl, wenn nicht Überzahl.“ Weniger Hinterherlaufen, engeres Verteidigen, höhere Aggressivität – das waren in den letzten Wochen unter Gisdol die Schlüssel zum Erfolg.

Gegen Borussia Dortmund war es schief gegangen, weil sich der FC zu weit hatte aus dem geschlossenen System herauslocken lassen. Prompt war es hart bestraft worden. Das darf am kommenden Sonntag gegen die Bayern nicht passieren. Ansonsten droht ein ähnliches Ergebnis wie gegen den BVB oder wie im Hinspiel. Doch das 1:5 in Dortmund war auswärts passiert. Drexler und der FC setzen im Kampf um den Klassenerhalt auf die Heimstärke – egal, gegen welchen Gegner.

5 Kommentare
  1. Gerd Mrosk says:

    Irgendwas gefällt mir an der Momentaufnahme nicht. Ich sag nur Schuster bleib bei deinen leisten.Das Spiel gegen Bayern ist genau wie die kommenden Auswärtsaufgaben unter dem Gesichtspunkt zu sehen,dass man aus Fehlern der Hinrunde lernt,sich neu erschliesst,was besser zu Erfolg führen kann. Klingt jetzt so,als würd ich Gisdol das nicht zutrauen,das stimmt aber so nicht. Ich seh halt lediglich nur noch einen längeren steinigen weg auf den „neuen“ FC zu kommen,mit Gisdol.

  2. Klaus Höhner says:

    Aber es ist wieder Licht am Tunnel das war vor 8 Wochen schon mal anders, und es kommen immer wieder neue Anwärter dazu jetzt ist Hertha wieder voll mit im Rennen. Und das wird sich auch bis zum Schluss nicht ändern, eines ist gut wir brauchen nicht hinterherlaufen das ist auch schon was.

    • Gerd Mrosk says:

      Diese 3 Siege Serie ,die wir im Dezember hatten braucht jede Mannschaft ,die hinten dran ist. Natürlich hätte ich in unserer Situation 4 oder 5 Punkte unterschrieben,aber das war genau der Ausdruck den Trainerwechsel öfters bewirken können.Was ich sagen will ist,dass auch Bremen ,Düsseldorf oder Paderborn so eine Serie brauchen ,um sich letztendlich doch befreien zu können. Mit hie und da einem Sieg gelingt das nicht,den holen andere auch.

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