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DFL empfiehlt: Keine Spiele mehr bis zum 30. April

Das Präsidium der Deutschen Fußball Liga hat sich am Dienstag in einer mehrstündigen Videokonferenz hinsichtlich möglicher Szenarien zur Fortführung der Bundesliga und 2. Liga beraten. Dabei sprachen die Verantwortlichen eine Empfehlung an die kommende Mitgliederversammlung aus, im April keine Spiele mehr auszutragen. 

Köln – Am kommenden Dienstag, den 31. März, findet die nächste Mitgliederversammlung der DFL statt. Dann soll darüber entschieden werden, wann es mit dem Spielbetrieb in der Bundesliga und der 2. Liga weitergehen kann. Bislang sind die Spiele lediglich bis zum 2. April ausgesetzt. Doch schon bei dem Beschluss vom 16. März war man bei der DFL nicht davon ausgegangen, den Spielbetrieb am ersten Aprilwochenende wieder aufnehmen zu können.

Nun empfahl das Präsidium der DFL nach einer mehrstündigen Videokonferenz die Aussetzung für weitere vier Woche. Damit würden auch im April keine Spiele stattfinden. „Mit Blick auf die Folgen des Corona-Virus wurden dabei mögliche Szenarien und denkbare Handlungsoptionen erörtert. Diese sollen im Laufe der Woche weiter strukturiert und dann der Mitgliederversammlung zur Diskussion gestellt werden“, ließ die DFL in ihrer Pressemitteilung verlauten. Das Präsidium sei sich darüber im Klaren, „dass alle Szenarien und Handlungsoptionen auch von externen Faktoren abhängig sind, auf deren Entwicklung DFL und Clubs nur begrenzt oder teilweise gar keinen Einfluss haben: unter anderem die weitere Verbreitung des Virus und die Bewertung der Lage durch die Politik.“ Um die Saison bis zum 30. Juni zu Ende zu spielen, arbeitet die DFL derzeit an Konzepten, die restlichen Partien mit dem Minimal-Einsatz von Arbeitskräften und ohne Zuschauer durchführen zu können.

Dafür gibt es unterschiedliche Szenarien

Auch FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle gehört dem DFL-Präsidium an und nahm am Dienstag an der Videokonferenz teil. „Wir haben uns mit der Empfehlung zur Aussetzung des Spielbetriebs bis zum 30. April eine Atempause gegeben, in der wir nicht ständig nach aktueller Nachrichtenlage reagieren müssen“, erklärte der 45-jährige. Eigentlich hatte man sich am Geißbockheim am Freitag wieder mit Trainern und Spielern treffen wollen. Doch die NRW-Staatskanzlei bestätigte am Montag, dass das Kontaktverbot für mehr als zwei Personen auch für Berufssportler und damit auch für Profifußballer gelte. „Kurzfristig ist an reguläres Mannschaftstraining und damit an einen sportlichen Wettbewerb ohnehin nicht zu denken. Die Gesundheit unserer Spieler, Mitarbeiter und Fans hat Vorrang, da hat der 1. FC Köln mit seinen mehr als 111.000 Mitgliedern auch eine Vorbildfunktion“, sagte der FC-Geschäftsführer diesbezüglich. Dennoch sei man nach wie vor unbedingt gewillt, die Saison zu einem sportlichen Ende zu bringen. „Das gemeinsame Ziel des deutschen Profifußballs, die Saison 2019/20 zu Ende zu spielen, bleibt bestehen. Dafür gibt es unterschiedliche Szenarien, mit denen wir uns nun mit dem nötigen Zeitrahmen und abhängig von der Entwicklung der Situation noch intensiver befassen werden. Das gehört zu der Verantwortung, die wir für unsere Vereine und Millionen von Fans tragen.“

9 Kommentare
  1. Gerd1948 says:

    Ich denke ,wenn es „gut läuft“,könnte man die Saison ab Anfang bis Mitte Mai in englischen Wochen ohne Zuschauer bis zum 30.06. regulär beenden,damit den absoluten worst case verhindern und die grösste Not der am unmittelbar betroffensten aus eingerichteten Fonds bestmöglichst unterstützen. Der neue Saisonstart könnte dann möglichst bis in den September verschoben werden,dann vllt wieder mit Zuschauern.

  2. Martin Duda says:

    Es ist doch schon ein bisschen seltsam: Auf der einen Seite „beschließt“ man ein Datum, auf der Anderen sagt man zurecht: es ist von uns nicht zu beeinflussenden Faktoren abhängig.
    Es wird auch nächsten Dienstag noch niemand irgendein Datum „erfinden“ können, noch nicht einmal für den normalen Trainingsbetrieb. Es ist eher davon auszugehen, daß dieser bis Ende April nicht stattfindet.
    Ich befürchte eher, daß die Maßnahmen auch in Deutschland noch verschärft werden, im Hinblick auf „vermeidbare Kontakte“.
    In Frankreich sind wir jetzt schon so weit, daß man noch nicht mal mehr joggen gehen darf, außer maximal 1km von zu Hause entfernt und 1 Stunde, nur 1 mal am Tag frische Luft schnappen. Die Stimmung ist gespentisch. Da Deutschland mit den Maßnahmen gegenüber Frankreich 1 Woche hintendran ist, wäre es nicht verwunderlich wenn sich mit weiter steigenden Fallzahlen auch noch was ändert.

  3. OlliW says:

    Im Mai und Juni wieder zu spielen ist ein vager Plan, der aus der Ferne zwar realistisch anmutet. Ich hoffe auch, dass es so kommt. Das sind jetzt noch 6 Wochen bis dahin. Aber wenn sich bis dahin aber nicht signifikant was an den Infektionszahlen geändert hat, wird das nichts mehr mit Spielen im Sommer. Und selbst nach einem Rückgang der Infektionen wird man es nicht riskieren wollen, dass die Zahlen wieder ansteigen.
    Um zum 1. Mai (zufällig ein Freitag) wieder spielen zu können, müsste allerspätestens Mitte April wieder voll trainiert werden dürfen – was ja bis auf Weiteres auch verboten ist.
    Vielleicht muss man dann für die Sportler eine Art „offene Quarantäne“ schaffen. Also, dass die sich nur zuhause, auf dem Trainingsplatz und im leeren Stadion aufhalten dürfen.
    Was man aber so hört, mutet auch das nicht realistisch an. Einige gehen davon aus, dass Corona uns bis ins nächste Jahr begleiten wird. Es ist und bleibt gruselig.

    Aber nichts ist so gruselig, wie der Vorschlag, die Saison mir Ende der Hinrunde zu beenden! Leipzig wäre Meister und der einzige Profiteur! Bremen, Düsseldorf und Hertha müssen sich nicht mehr selbst retten, die Aufholjagden der Bayern und auch unseres FC wären aus der Geschichte getilgt, Hamburg und Stittgart wurden mit halber Kraft von alleine „hoch fallen“-…..Nä! Da wäre es ja fairer, die Ergebnisse der restlichen Spieltage auszulosen oder per TippKick oder FiFa zu Ende zu spielen!

  4. Klaus Höhner says:

    Was spricht eigentlich gegen ein Training im abgeriegelten Stadion, die Spieler sind keine Freizeit Truppe sondern Berufsspieler es ist ihr Shop ,und ob man das komplett verbieten kann ich bin da skeptisch. Und die Vereine werden sich wehren da bin ich sicher.

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