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Erster Bundesligist: Gladbach-Profis verzichten auf Teile des Gehalts


Borussia Mönchengladbach ist der erste Verein in der Bundesliga, bei dem die Profis angesichts der Corona-Krise auf Teile ihres Gehalts verzichten. Damit spart der Klub im Monat knapp eine Million Euro, die an anderer Stelle für Gehälter eingesetzt werden können. Auch beim FC hat man über solche Maßnahmen bereits nachgedacht. 

Am Mittwoch hatten bereits die deutschen Nationalspieler für eine positive Nachricht gesorgt. Mit einer Spende über 2,5 Millionen Euro für soziale Zwecke setzten die Profis in der aktuell schwierigen Zeit der Corona-Krise ein Zeichen. „Wir haben uns mit einer Art Mannschaftsrat zusammentelefoniert und haben die Situation erläutert. Da haben wir die große Betroffenheit der Spieler sehen können und auch den Wunsch, etwas zu tun“, hatte DFB-Sportdirektor Oliver Bierhoff am Mittwoch erklärt.

Einen Tag später hat nun auch der erste Bundesligist nachgezogen. Als erster Profiverein in Deutschland verzichten die Spieler von Borussia Mönchengladbach auf Teile ihres Gehalts. Auch der Trainerstab sowie die Direktoren und Geschäftsführer der Borussia haben sich nach Informationen der Rheinischen Post dem Verzicht angeschlossen. Demnach soll der Verein monatlich mehr als eine Million Euro einsparen. Die Fohlen würde ein Geisterspiel, wie das gegen den 1. FC Köln vor rund einer Woche, knapp zwei Millionen Euro kosten. Summen, die auch dem FC bei Heimspielen ohne Zuschauer fehlen und in finanzielle Schieflage bringen würden. „Ziel ist es, dass Borussia Mönchengladbach diese Coronakrise übersteht. Ziel ist es, dass wir das schaffen, ohne betriebsbedingte Kündigungen aussprechen zu müssen“, sagte Gladbachs Finanz-Geschäftsführer Stephan Schippers zu den Gehalts-Einsparungen des Profi-Stabes.

Beim FC denkt man über Gehaltsverzicht nach

Auch der ehemalige Erfolgstrainer des FC Bayern München Jupp Heynckes ruft die Fußballprofis dazu auf, sich solidarisch zu zeigen: „Sie müssen wissen, dass sie und ihre Berater nicht mehr bestimmen, wie viel Geld sie verdienen, wenn das jetzige System zerbricht“, schrieb der ehemalige Trainer in einem Gastbeitrag für den Kicker. Nach Informationen des Fachmagazins verzichte auch BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bereits auf ein Drittel seines Monatsgehaltes, solange der Spielbetrieb in der Bundesliga eingestellt sei.

Auch beim 1. FC Köln macht man sich Gedanken über einen möglichen Gehaltsverzicht. Ausschließlichen wollte Horst Heldt zumindest nicht, dass man mit den Spielern über einen möglichen Verzicht sprechen werde, sobald absehbar sei, wie es um die Bundesliga und die Klubs bestellt sei. „Wir setzen uns damit auseinander und werden das in Ruhe besprechen“, hatte der Geschäftsführer Anfang der Woche erklärt.

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